London (BoerseGo.de) - Das Hin- und Her bei den europäischen Sektoren-ETFs hat in der Woche bis zum 4. März ganz im Zeichen der Rohstoffe gestanden. Das gilt für Zu- und Abflüsse. Die ETF-Anleger gehen in der zweiten Woche in Folge aus dem europäischen Rohstoff-Sektor heraus. Das geht aus der Sektoren-Studie von BlackRock-ETF-Expertin Deborah Fuhr für die Unterindizes des STOXX Europe 600 hervor. Insgesamt zogen die Investoren aus den ETFs auf den STOXX Europe 600 Basic Resources 49,8 Millionen US-Dollar ab. In der Vorwoche, die am 25. Februar endete, hatten sie bereits 95,7 Millionen US-Dollar aus diesen Produkten entnommen.

    Der zugrunde liegende Index, der sich aus den 20 liquidesten Aktien von europäischen Unternehmen aus der Rohstoffproduktion, dem Rohstoffhandel sowie dem verarbeitendem Gewerbe zusammensetzt, war in den vergangenen Wochen volatil. Am 24. Februar fiel er auf ein Monatstief von 1036 Zählern, was die Talfahrt seit dem 14. Februar offenbar erst mal beendet hat. Am Valentinstag hatte der Index ein monatliches Hoch von 1135 Zählern erreicht und seitdem den Weg gen Süden eingeschlagen. Vom 24. Februar bis zum 3. März stieg der STOXX Europe 600 Basic Resources wieder auf 1.080 Punkte, um dann wieder nachzugeben.

    Die steigenden Benzinpreise haben sich in dieser Woche auch im Verhalten der Sektoren-ETF-Anleger bemerkbar gemacht. Verschiedene Experten rechnen damit, dass der Ölpreis wegen der anhaltenden Unruhen in Nordafrika weiterklettern wird und damit auch die Preise an den Zapfsäulen weiter in die Höhe treibt. ETFs auf den STOXX Europe 600 Oil & Gas waren in der neunten Kalenderwoche entsprechend stark nachgefragt. Die Zuflüsse summierten sich auf 64,3 Millionen Dollar. Auch in der Vorwoche, die mit dem 25. Februar endete, war der europäische Öl-und-Gas-Sektor, derjenige der mit 117 Millionen US-Dollar die meisten Zuflüsse anziehen konnte.