München (BoerseGo.de) - Vom Altmühltal bis zum Kaiserstuhl – Deutschlands Landschaften locken bei gutem Wetter ganze Heerschaaren von Wanderern an. Auch an den Börsen sind sie unterwegs, einige machen Tagesausflüge, andere denken über die Spritztour hinaus und fliegen für Wochen oder Monate aus. Wiederum andere wandern dauerhaft aus.

    Die wöchentliche Blackrock-Publikation „ETF-Landschaften“ untersucht die Kapitalverschiebungen innerhalb von sieben ETF-Familien, die europäische STOXX Europe 600-Sektorenindizes abbilden. Die Ergebnisse zeichnen ein detailliertes Bild darüber, welche Sektoren von Investoren gerade bevorzugt oder welche verschmäht werden.

    Abgeblitzt sind in der Woche zum 2. Juli Banken. Aus dem entsprechenden STOXX Europe 600 Bankindex wurden $50 Mio. abgezogen, seit Jahresbeginn sogar $210,4 Mio. – damit sind die Banken mit Abstand Letzter.

    Eine Kehrtwende um 180 Grad legten die ETF-Kapitalflüsse auf Aktien aus der Grundstoffindustrie hin. Sie erlitten zwar seit Jahresbeginn zwar einen Abfluss von $201,8 Mio. und waren damit nicht viel besser dran, als die Banken. Jedoch sind sie seit dreißig Tagen Investors‘ Darling: $62,5 Mio. wurden in einem Monat zusätzlich dort veranlagt.

    Das seit Jahresbeginn beliebteste Ausflugsziel für ETF-Investoren in Europa war aber mit Abstand der Mediensektor. ETFs, die den STOXX 600 Media-Sektor abbilden spielten $283,2 Mio. ein, ein Aufwärtstrend, der auch durch die Abflüsse von $2,6 Mio. in der Woche zum 2. Juli nicht gebrochen werden konnte.