• Nach einem turbulenten Monat verzeichnete Gold im Zuge der jüngsten Preisschwäche der vergangenen Woche Zuflüsse in Höhe von 148 Mio. USD.
  • Bei Industriemetallen setzte sich der Positionsabbau mit Abflüssen in Höhe von 45 Mio. USD fort.
  • Die thematischen Aktien-ETFs für Robotik und Cybersicherheit verzeichneten in der letzten Woche mit 25 Mio. USD beziehungsweise 3 Mio. USD erneut Zuflüsse.
  • Aufgrund der jüngsten Preisstärke nahmen Anleger bei Kakao in dieser Woche Gewinne mit, was zu Abflüssen in Höhe von 9 Mio. USD führte.

Nach einem turbulenten Monat verzeichnete Gold (A0LP78) im Zuge der jüngsten Preisschwäche der vergangenen Woche Zuflüsse von 148 Mio. USD. In andere Edelmetall-ETPs flossen weitere 16 Mio. USD. Im letzten Monat profitierte in erster Linie Gold von der negativen Stimmung. Andere Edelmetalle verzeichneten ebenfalls anhaltende Zuflüsse, die aber unseres Erachtens auf die vorrangige Stellung des Sektors als sicherer Hafen zurückgingen. Die Entwicklung von Gold (A0N62G), der Risikoabsicherung zahlreicher Anleger, verlangsamte sich in letzter Zeit, da Nachrichten über die geopolitischen Sorgenthemen ausblieben. Zugleich konzentriert sich der Markt auf die Zinsanhebung der Fed im Dezember, deren Wahrscheinlichkeit, wie an den Marktkursen abzulesen ist, auf 80 Prozent taxiert wird. Folgt man predictit.org, das die Wahrscheinlichkeiten im Rennen um den Fed-Vorsitz zwischen Kevin Warsh und Jerome Powell wiedergibt, liegt Warsh bei den Buchmachern derzeit in Führung. Im Vergleich zu Janet Yellen gilt er eher als geldpolitischer Falke, während Powell ähnlich gemäßigte Ansichten wie sie vertritt. „Die voraussichtliche Zinsanhebung und ein aggressiverer Fed-Vorsitzender wird den Goldpreis unseres Erachtens in den kommenden Monaten belasten“, sagt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions von ETF Securities.

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Bei Industriemetallen (A0SVX7) beobachten wir ein Anhalten des Positionsabbaus. In dieser Woche flossen weitere 45 Mio. USD ab, sodass sich die Abflüsse im Oktober bereits auf 174 Mio. USD belaufen. Industriemetalle entwickelten sich in diesem Jahr stark und erreichten mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 22 Prozent ihren Höchsstand. In dieser Woche kam es im Zuge der Daten des verarbeitenden Gewerbes in den USA und des feiertagsbedingt dünnen Handels in China erneut zu einem deutlichen Anstieg von 3 Prozent. Von den Abflüssen betroffen waren hauptsächlich Kupfer (A0KRJU) (34 Mio. USD in dieser Woche) und der breit aufgestellte Industriemetallkorb. Nickel (A0KRJ4), der diesjährige Nachzügler, verzeichnete in dieser Woche hingegen Zuflüsse in Höhe von 6 Mio. USD. Da die aktuelle Rally von dem starken Momentum bedroht ist, rechnen wir bei Industriemetallen nach wie vor mit einem Rückfall. Auf Phasen, in denen die Handelsvolumina Chinas steil anstiegen, folgte in der Vergangenheit stets eine Korrektur. Diese Kursrückgänge waren aber gewöhnlich eine Möglichkeit, die Trendfolger aus dem Markt zu drängen und den Fokus wieder auf die fundamentale Situation zu lenken. Angesichts des erheblichen Investitionsrückgangs in den letzten

Jahren sind wir daher der Ansicht, dass sich der Anstieg des Angebotsdefizits fortsetzen wird. „Selbst wenn die Investitionen möglicherweise bald wieder anziehen, gibt es bei der Exploration und Entwicklung von Minen lange Vorlaufzeiten. Unseren Erwartungen zufolge wird das Angebot knapp bleiben, sodass der Markt wohl nicht so bald ins Gleichgewicht findet“, so Hein.

Die thematischen Aktien-ETFs für Robotik (A12GJD) und Cybersicherheit (A14ZT8) verzeichneten in der letzten Woche mit 25 Mio. USD beziehungsweise 3 Mio. USD erneut Zuflüsse“, sagt Hein.

Die jüngste Stärke von Kakao, das in den letzten Monaten um 7,8 Prozent zulegte, veranlasste Anleger in dieser Woche zu Gewinnmitnahmen, sodass 9 Mio. USD abflossen,“ schließt Hein.


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