• EZB-Lane: Weiterhin günstige finanzielle Konditionen
    • Brexit-Verhandlungsführer kommen Abkommen näher
    • EU-Wiederaufbaufonds: Ungarn und Polen blockieren Hilfen
    • Österreich vor neuem Lockdown
    • Bund-Länder-Konferenz: Nur neue Appelle
    • Lonza produziert Moderna-Impfstoff
    • Santander übernimmt Wirecard-Kerngeschäft
    • Tesla steigt in den S&P 500 auf
    • Home Depot/Walmart: Geschäfte boomen

    DAX

    • Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag unter dem Strich kaum von der Stelle bewegt. Der DAX beendete den Xetra-Handel praktisch unverändert mit einem Minus von 0,04 Prozent bei 13.133.47 Punkten. Gestern sorgte die Meldung des US-Konzerns Moderna für Aufsehen, sein in der Testphase befindlicher Impfstoff habe bisher eine sehr hohe Wirksamkeit gezeigt. Das hatte den Aktienmärkten weltweit einen Schub gegeben. Mit Blick auf den heutigen Handel sprachen Börsianer von einem eher ruhigen Geschäft, teilweise komme es zu Gewinnmitnahmen. Am Nachmittag gibt der DAX leicht nach und setzt auf 13.120 Punkte zurück. Möglicherweise seien die Marktteilnehmer angesichts der positiven Nachrichten rund um Corona-Impfstoffe zuletzt zu sorglos geworden, sagte ein Analyst. Experten zufolge dürfte es noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis größere Erfolge im Kampf gegen Covid-19 zu spüren sind. Auch hätten die Impfstoffe die Zulassungshürde ja noch nicht übersprungen. Die Gegenwart bleibt weiter trist, Gewehr bei Fuß steht aber nach wie vor die EZB. Laut ihrem Chefvolkswirt Philip Lane will die Notenbank weiterhin für gute Finanzierungsbedingungen sorgen.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen

    • Der US-Einzelhändler Walmart hat in den drei Monaten bis Ende Oktober den Betriebsgewinn um 22,5 Prozent auf 5,8 Mrd. Dollar gesteigert. Der Absatz im Internet boomte dabei. Hier legten die Erlöse um 79 Prozent zu. Dafür litt das klassische Filialgeschäft allerdings unter der Corona-Krise. Insgesamt verbuchte der Konzern ein Umsatzplus von 5,2 Prozent auf 134,7 Mrd. Dollar. Der Shopping-Riese musste aufgrund der Pandemie nach eigenen Angaben zusätzliche Kosten von rund 600 Mio. Dollar im dritten Quartal verkraften.
    • Die US-Baumarktkette Home Depot hat im dritten Quartal dank einer erhöhten Kundennachfrage ein Umsatzwachstum um rund 23 Prozent auf 33,5 Mrd. Dollar verzeichnet. Das war mehr als Analysten im Schnitt erwartet hatten. Der Nettogewinn stieg um rund 24 Prozent auf 3,4 Mrd. Dollar. „Das dritte Quartal war ein weiteres außergewöhnliches Quartal für The Home Depot", sagte CEO Craig Menear. Die deutlich höhere Nachfrage nach Heimwerker-Projekten habe sich fortgesetzt und die Konzernerlöse in den ersten neun Monaten um mehr als 15 Mrd. auf fast 100 Mrd. Dollar anschwellen lassen.
    • US-Staranleger Warren Buffett setzt auf die Telekom-Tochter T-Mobile US. Seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hat im vergangenen Quartal 2,41 Mio. T-Mobile-Aktien im Wert von rund 276 Mio. Dollar erworben, wie am Montag aus einer Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC hervorging. Buffetts Einstieg ließ den Kurs nachbörslich noch einmal deutlich steigen.
    • Der Apartment-Vermittler Airbnb macht sich mit einem seltenen Quartalsgewinn fit für die Börse. Im vergangenen Vierteljahr verdiente das Unternehmen 219 Mio. Dollar. In den neun Monaten bis Ende September häufte Airbnb dennoch Verluste von 697 Mio. Dollar an. Belastet durch die Corona-Krise sank der Umsatz im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 19 Prozent auf 1,3 Mrd. Dollar.
    • Amazon stellte ein neues Angebot namens Amazon Pharmacy vor, das ab sofort an den Start geht. Bereits vor eineinhalb Jahren hatte Amazon die Online-Apotheke Pillpack in den USA übernommen, deren Angebot nun als Basis für Amazon Pharmacy dient. Kunden in den USA können sich künftig verschreibungspflichtige Medikamente direkt von Amazon liefern lassen.
    • Der Betreiber des Frankfurter Flughafens erwartet keine schnelle Erholung in der Corona-Krise. „Wir bereiten uns darauf vor, dass uns Corona deutlich länger begleiten wird", sagte Fraport-Chef Stefan Schulte laut Reuters beim Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung". „Wir gehen davon aus, dass wir ein Vor-Corona-Niveau erst wieder um 2023/24, vielleicht auch erst 2025 sehen."
    • Bosch-Chef Volkmar Denner hält die EU-Pläne für schärfere Abgaswerte für falsch. „Bosch und die gesamte deutsche Autoindustrie stehen zum Klimaabkommen von Paris und den damit verbundenen Zielen der EU", sagte Denner am Dienstag. „Dafür brauchen wir keine Verbotspolitik, sondern wir müssen schnellstmöglich die Schwächen der heutigen Regulierung beseitigen." Emissionen müssten endlich unter realen Fahrbedingungen und entlang der gesamten Wertschöpfungskette betrachtet werden.
    • Das zu Rheinmetall gehörende Joint Venture KPSNC soll für einen Autohersteller Elektromotorengehäuse für einen wassergekühlten Synchronmotor produzieren. Die Gehäuse sollen künftig in der gesamten elektrisch angetriebenen Fahrzeugflotte des namentlich nicht genannten Herstellers zum Einsatz kommen, wie Rheinmetall mitteilte. Der Auftrag habe einen Umfang in dreistelliger Millionen-Euro-Höhe und erstrecke sich über eine Laufzeit von sechs Jahren, so Rheinmetall.
    • Der finnische Energieversorger Fortum hat wegen der schwachen Zahlen seines Tochterunternehmens Uniper sowie Unsicherheit im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im dritten Quartal Verluste geschrieben. Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Dritten (EBITDA) sank von 295 Mio. Euro auf 132 Mio., wie der Konzern mitteilte. Unterm Strich lag das vergleichbare Betriebsergebnis nun bei minus 176 Mio. Euro nach plus 153 Mio. Euro vor Jahresfrist.
    • Am Montagabend gab der Indexbetreiber S&P Dow Jones Indices die Aufnahme des E-Autoherstellers Tesla in den marktbreiten US-Leitindex S&P 500 bekannt - mit Wirkung ab kommender Woche. Im Oktober hatte der Konzern das fünfte aufeinanderfolgende Quartal mit schwarzen Zahlen veröffentlicht, was letztlich den Weg in den S&P 500 geebnet haben dürfte. Obwohl die Indexaufnahme erwartet worden war, schnellte die Tesla-Aktie im nachbörslichen US-Handel am Montag um gut 10 Prozent nach oben. Mit einem Börsenwert von fast 387 Mrd. Dollar ist Tesla der teuerste Autobauer weltweit. Wen Tesla im S&P 500 ersetzt, ist aktuell noch nicht bekannt.
    • Für einen Großteil der Mitarbeiter des Skandalunternehmens Wirecard ist die Zukunft gesichert. Das Kerngeschäft des insolventen Zahlungsabwicklers wird wie erwartet von der spanischen Großbank Santander weitergeführt. Die Spanier würden Technologie und Geschäftsbetrieb übernehmen, teilte der Insolvenzverwalter Michael Jaffé am späten Montagabend mit. Santander sprach von rund 500 Beschäftigten, die zu der Bank wechselten. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Mit der Akzeptanz und Herausgabe von Kreditkarten, dem Kerngeschäft der Zahlungsdienste von Wirecard für Händler, stärke Santander die eigene Bezahltochter Getnet, sagte Verwaltungsratschefin Ana Botin. Rechtlich würden keine Wirecard-Gesellschaften übernommen. Santander übernehme auch keine rechtlichen Risiken des Skandalkonzerns aus Aschheim bei München.
    • Die Deutsche Post DHL will ihr Netz an Packstationen ausweiten. Von derzeit etwa 6.000 soll die Zahl bis Ende 2023 auf mindestens 12.000 verdoppelt werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Besonders in Coronazeiten würden immer mehr Kunden auf dieses Angebot zurückgreifen, auch die Bestandskunden nutzten den Service vermehrt. Der Konzern gab auch konkrete Pläne für einen stufenweisen Ausbau bekannt: Ende dieses Jahres sind es 6.500 werden. Ende 2021 sind mindestens 8.500 Stationen eingeplant, ein Jahr später 10.500 und Ende 2023 dann insgesamt mindestens 12.000.
    • Der Impfstoffkandidat des US-Biotechkonzerns Moderna zeigt nach Angaben des Unternehmens eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent beim Schutz vor Covid-19. Der Pharmazulieferer Lonza soll den Wirkstoff zunächst im Schweizer Wallis für Europa herstellen. Eine Produktionslinie in Visp ist zudem im Aufbau, und mit der Herstellung will Lonza dort noch in diesem Jahr beginnen.
    • Der Internethändler für Heimtierprodukte, zooplus, hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 eine deutliche Umsatz- und Profitabilitätssteigerung erzielt. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro, was einer Umsatzwachstumsrate von 18 Prozent entspricht. Gleichzeitig verbesserte zooplus die operative Profitabilität gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) deutlich und erzielte ein EBITDA in Höhe von 47,8 Mio. EUR nach 6,7 Mio. vor Jahresfrist. Dies entspricht einer EBITDA-Marge (in % des Umsatzes) von 3,7 Prozent.
    • Der britische Billigflieger Easyjet hat wegen der Corona-Pandemie wie erwartet den ersten Jahresverlust seiner Geschichte verzeichnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende September stand unterm Strich ein Minus von fast 1,1 Mrd. Pfund nach einem Gewinn von 349 Mio. Pfund im Vorjahr. Erste Eckdaten hatte Easyjet bereits im Oktober veröffentlicht. Die Aussichten für den Winter bleiben dunkel. Easyjet-Chef Johan Lundgren will im laufenden Quartal jetzt höchstens ein Fünftel des ursprünglich vorgesehenen Flugprogramms durchführen.

    Politik & Konjunktur

    • Die US-Industrie hat ihre Produktion im Oktober zum Vormonat um 1,1 Prozent erhöht, wie die US-Notenbank Fed mitteilte. Der Anstieg folgt auf einen Rückgang von revidiert 0,4 Prozent im September. Gegenüber dem Vorkrisenniveau von Februar liegt die Herstellung immer noch um 5,6 Prozent niedriger. Die Kapazitätsausstattung der Industrie stieg im Oktober auf 72,8 Prozent.
    • Der NAHB-Hausmarktindex in den USA stieg im November zum Vormonat um 5 Punkte auf 90 Zähler, wie die National Association of Home Builders mitteilte. Dies ist ein neuer Rekordwert. Analysten hatten mit einem unveränderten Wert gerechnet. Angesichts der Corona-Krise würden viele Menschen nach Häusern in dünner besiedelten Regionen suchen, sagte Chuck Fowke, Vorsitzender der NAHB. Dies treibe die Nachfrage nach neuen Häusern. Hinzu kämen die niedrigen Hypothekenzinsen.
    • Der Einzelhandel in den USA hat im Oktober seine Erlöse im Monatsvergleich 0,3 Prozent gesteigert, teilte das Handelsministerium am Dienstag mit. Analysten hatten einen Zuwachs um 0,5 Prozent erwartet. Ohne den Automobilsektor erhöhten sich die Umsätze um 0,2 Prozent. Mittlerweile werden die USA von einer zweiten Infektionswelle in der Corona-Pandemie getroffen. Die Folge sind Beschränkungen des öffentlichen Lebens in vielen Bundesstaaten, worunter auch der Einzelhandel leidet.
    • Die Preise für in die USA importierte Güter sind im Oktober auf Jahressicht um 1,0 Prozent gesunken, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Rückgang um 0,8 Prozent gerechnet. Im September waren die Preise um revidiert 1,4 Prozent gefallen. Seit Februar ist die Rate negativ.
    • Der gewählte Präsident Joe Biden erhöht in der Corona-Pandemie nun den Druck auf Amtsinhaber Donald Trump: Wegen dessen Weigerung, die Übergabe der Regierungsgeschäfte einzuleiten, drohen noch mehr Menschen nach einer Corona-Infektion zu sterben, warnte Biden. Sein Team müsse zum Beispiel Zugang zu den Plänen bekommen, aus denen hervorgehe, wie mehr als 300 Mio. US-Amerikaner geimpft werden sollten, sagte er am Montag. „Das ist ein riesiges, riesiges Unterfangen“.
    • Mehrere Sheriffs in New York haben angekündigt, die Corona-Maßnahmen von Gouverneur Cuomo nicht durchzusetzen, da die drakonischen Eingriffe in die Privatsphäre rechtlich nicht haltbar seien und vor Gericht keine Chance hätten. Cuomo hatte zuvor ein Limit von zehn Personen in Privathaushalten angekündigt und New Yorker dazu aufgerufen alle Thanksgiving-Pläne abzusagen.
    • Der irische Premierminister Micheál Martin erwartet einen Abschluss der Verhandlungen über einen Brexit-Handelspakt zwischen Großbritannien und der EU. „Nach Gesprächen mit dem britischen Premier Boris Johnson denke ich, dass sein Bauchgefühl ihm sagt, dass ein Deal einen Sinn hätte", sagte Martin zu Bloomberg. Obwohl bei den Konfliktpunkten wie Fischereirechten oder Wettbewerbsbedingungen noch keine Einigung erzielt worden sei, bereiteten sich die Verhandlungsteams beider Seiten auf einen Abschluss vor. Derzeit verhandeln die Unterhändler David Frost und Michel Barnier in Brüssel. Medienberichten zufolge halten Beteiligte einen Durchbruch Anfang der kommenden Woche für möglich.
    • Laut EZB-Chefvolkswirt Philip Lane will die Notenbank weiterhin für günstige Finanzierungsbedingungen sorgen. „Wir wissen, dass Europa jetzt darauf angewiesen ist, dass die EZB für günstige finanzielle Konditionen sorgt", sagte Lane in einem Interview mit dem portugiesischen Sender RTP3. Der EZB sei klar, dass für Unternehmen, private Haushalte und Regierungen niedrige Zinsen und Zugang zu Krediten wichtig seien. Mit Blick auf die im Dezember anstehenden neuen Projektionen sagte Lane: „Im Rest des Novembers und im Dezember dürfte es schlechter aussehen als wir erwartet haben." Andererseits sei die Konjunktur im Sommer und zu Anfang des Herbstes etwas besser als erwartet gelaufen. Wie der Nettoeffekt für das Gesamtjahr aussehen werde, bleibe abzuwarten.
    • Die deutschen Einzelhändler rechnen mit milliardenschweren Einnahmen an den Aktionstagen Black Friday und Cyber Monday. Der Umsatz dürfte um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis auf rund 3,7 Mrd. Euro zulegen, so der Handelsverband Deutschland (HDE). „Die Wachstumsraten zu Black Friday und Cyber Monday bleiben wie schon in den vergangenen Jahren hoch", sagte der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. „Das Potenzial der beiden Aktionstage ist noch nicht ausgereizt."
    • Die Bauwirtschaft in Deutschland erwartet im kommenden Jahr erstmals seit 2010 sinkende Umsätze. Die Erlöse dürften 2021 um nominal rund ein Prozent auf 137 Mrd. Euro fallen, teilte der mittelständische Verband ZDB am Dienstag mit. Bereinigt um steigende Baupreise sei das sogar ein Minus von drei bis vier Prozent. ZDB-Präsident Reinhard Quast sagte. „Vor allem im Wirtschaftsbau wird es einen stärkeren Rückgang geben."
    • Im dritten Quartal waren rund 44,7 Mio. Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig, wie vorläufige Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ergeben. Damit ging die Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum zweiten Quartal saisonbereinigt um 48.000 Personen bzw. 0,1 Prozent zurück. Der Rückgang der Beschäftigung flachte nach dem außerordentlich starken Einbruch im zweiten Quartal 2020 (-627 000 Personen; -1,4 Prozent) damit deutlich ab. Im Vergleich zum vierten Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, ging die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal dieses Jahres saisonbereinigt um 1,5 Prozent oder 688.000 Personen zurück.
    • In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) per Dienstagmorgen 14.419 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1.000 Fälle weniger als vor einer Woche. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.
    • Die milliardenschweren Corona-Hilfen der EU kommen nicht auf den Weg. Ungarn und Polen haben nach Informationen desn ZDF verhindert, dass der politische Entscheidungsprozess fortgesetzt werden kann - aus Protest gegen ein neues Verfahren zur Ahndung von Rechtsstaatlichkeitsverstößen. Die beiden Länder kritisieren, dass die Auszahlung von Geldern aus EU-Töpfen mit der Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien verbunden werden soll.
    • Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird in Österreich das öffentliche Leben wieder heruntergefahren. Von Dienstag bis zum 6. Dezember kommt es zum Lockdown. Nur die Geschäfte für den täglichen Bedarf wie Supermärkte, Apotheken und Banken bleiben geöffnet. Die Schulen stellen auf Fernunterricht um.
    • Bund und Länder haben bei ihrer Videokonferenz zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie keine schärferen Schritte für die Schulen beschlossen. Kanzlerin Merkel sagte am Montagabend, die Länder hätten sich mehrheitlich gegen zusätzliche Rechtsänderungen zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. Sie selbst hätte sich dagegen durchaus weitere Einschränkungen vorstellen können. Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Marlis Tepe, kritisierte die Beschlüsse und beklagte fehlende klare Vorgaben für den Schulunterricht. Starke Kritik kommt auch vom SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. „Es war eine verlorene Gelegenheit", sagte Lauterbach am Dienstag im Deutschlandfunk. Man verspiele mit dem Aufschub wertvolle Zeit. Die Beschlussvorlage sei vielversprechend gewesen, sagte der SPD-Politiker. Davon sei nur leider das meiste nicht beschlossen worden. Die Ergebnisse seien weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
      Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, verteidigte Bund und Länder hingegen gegen die Kritik an den wenigen Entscheidungen der Ministerpräsidentenkonferenz. Es müsse abgewartet werden, wie sich das Infektionsgeschehen in den nächsten Tagen entwickele und ob es gelinge, die Zahl der Neuinfektionen zu senken, sagte Landsberg dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

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