Wien (GodmodeTrader.de) - Der Euro hat zum Dollar seit Ende September rund fünf Cents an Wert verloren. Wir sehen hierfür drei maßgebliche Treiber als verantwortlich an: den Streit um die italienischen Staatsfinanzen, die sich vergrößernde geldpolitische Divergenz zwischen EZB und Fed sowie die allgemein gestiegene Risikoaversion an den Finanzmärkten, wie Raiffeisen-Finanzanalyst Jörg Angele im aktuellen „Fokus FX“ schreibt.

    Alle drei Faktoren belasteten den Euro. Zuletzt besonders stark die gestiegene Risikoaversion. Da in Sachen italienischer Haushaltsstreit in absehbarer Zeit nicht mit einer Entspannung zu rechnen sei und sich die Renditedifferenz zwischen amerikanischen und deutschen Staatsanleihen in den nächsten Monaten nicht einengen dürfte, könnten positive Impulse für den Euro daher nur von einer nachlassenden Risikoaversion herrühren, heißt es weiter.

    „Sollte sich die aktuelle Schwächephase an den Aktienmärkten wie von unseren Marktstrategen erwartet als Korrektur im intakten Aufwärtstrend erweisen, sehen wir ein gewisses Erholungspotenzial für den Euro. So lange die beiden anderen Belastungsfaktoren aber unverändert bestehen, dürfte dem Euro eine Trendumkehr mit einer anschließenden nachhaltigen Aufwertung verwehrt bleiben“, so Angele.