Es scheint, als könne den Schweizer Franken nichts mehr aufhalten. Der Euro wertet gegenüber dem Franken konstant seit drei Jahren ab. Das letzte Tief, zugleich auch Allzeittief, bei 1,1805 dürfte erneut unterboten werden. Die Zustimmung der Griechen zum neuen Sparpaket konnte den Trend nur kurzzeitig aufhalten. Dieser Impuls dürfte zudem zu Eindeckungen von Shortpositionen geführt haben. Die Herabstufung der Bonität Portugals durch Moody’s auf Ba2 hat nun aber wieder zu einem wahren Sell-Off geführt. Der Chart des Währungspaares spricht für sich. Es gibt wenig relevante Marken, die den Verfall aufhalten könnten. Lediglich das Tagestief vom 6.7. bei 1,1965 könnte als eine Reverenz dienen, ebenso wie die obere Begrenzung des kurzfristigen Abwärtstrends bei 1,19. Entscheidender ist jedoch, dass viele Marktteilnehmer die Rally genutzt haben, um das Paar wieder zu verkaufen. Vor allem aber die massive Herabstufung Portugals lässt die Ängste der Ansteckungsgefahr wieder aufflammen. Die war in letzter Zeit ein wenig in Vergessenheit geraten. Es ist anzunehmen, dass andere Ratingagenturen zu einem ähnlichen Schluss kommen werden wie Moody’s. Die EZB Entscheidung über den Leitzins am 7.7. sollte weitestgehend eingepreist sein und zu keinen Überraschungen führen. Es ist zu erwarten, dass der Leitzins von 1,25 auf 1,5% steigt. Kurzum, es gibt wenig Argumente für einen nachhaltig steigenden Euro gegenüber dem Franken. Eine volatile Fortsetzung des Abwärtstrends ist anzunehmen. Bei dem starken Kurseinbruch können immer Eindeckungen von Shortpositionen das Paar kurzzeitig nach oben drücken. Das wesentliche Ziel ist die untere Begrenzung des langfristigen Abwärtstrends bei 17,50. Dort könnte eine angemessene Gegenbewegung stattfinden. Wird auch diese Marke unterschritten sind die Ziele bei 1,15 und darunter. Der Vollständigkeit halber soll nicht unerwähnt bleiben, dass das Währungspaar anfällig für Interventionen der Schweizer Notenbank ist.

    Die Marke die Sie interessieren könnte ist 1,18. Dort befindet sich das Hit Level von einem Hit Optionsscheinen auf das Währungspaar. Hit Optionsscheine haben lediglich zwei Szenarien bei Laufzeitende. Wird das Hit Level nicht erreicht, verfallen die Scheine wertlos. Wird es bis zum Laufzeitende erreicht, erhält der Anleger 10 Euro pro Schein. Der OS mit der Nummer DE000CK1LJY9 der Commerzbank wird bis zum 21.9. an der Börse gehandelt und hat seinen finalen Bewertungstag am 28.9. Sobald EUR/CHF 1,18 erreicht wird der Schein fällig und dem Anleger werden die 10 Euro ausbezahlt. Der Vorteil dieser Scheine ist die hohe Hebelwirkung ohne eine KO Grenze während der Laufzeit. Der Nachteil dieses Scheins ist die Differenz zwischen letztem Handelstag des Scheins und der finalen Bewertung. Sie können in dieser Zeit den Schein nicht mehr verkaufen. Erreicht der Basiswert in dieser Zeit nicht das Hit Level, tritt ein KO Ereignis ein und der Schein verfällt wertlos. In dem hier vorgestellten Setup sollte dies jedoch nicht von Bedeutung sein, da das Hit Level lediglich 2% unter dem jetzigen Kurs liegt und vor dem 21.9. erreicht werden sollte. Derzeit ist der Schein mit 7,4 bewertet. Schon bei einem EUR/CHF Kurs von 19,50 sollte der Wert auf 8,50 Euro steigen, was immer noch einer ausgezeichneten Rendite von 13,5% entspricht. Sie müssen die 30% also nicht absolut ausreizen.

    Viel Erfolg

    Clemens Schmale

    EUR-CHF-bricht-wieder-ein-Neues-Allzeittief-mit-30-Chance-Kommentar-Clemens-Schmale-GodmodeTrader.de-1