Paris (BoerseGo.de) - Der europäische Aktienmarkt erlebte 2013 eine sehr deutliche Erholung – zum Teil durch Liquiditätszuflüsse von Anlegern, die sich von den Schwellenländermärkten und dem amerikanischen Markt abwandten. Die Bewertungen sind gestiegen, bewegen sich aber noch auf akzeptablem Niveau. Nachdem die Risikoprämie gesunken ist, hängt das Anstiegspotenzial der Börse Isaac Chebar von DNCA Finance zufolge jetzt vom Gewinnwachstum der Unternehmen ab. Damit die aktuellen Bewertungsniveaus gerechtfertigt sind, muss sich das vom Markt erwartete Gewinnwachstum von 13 bis 14 Prozent für das Jahr 2014 bestätigen, wie der Finanzexperte in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

Es bleibe daher abzuwarten, wie die Ergebnisberichte für das erste Quartal ausfielen. Chebar ist vorsichtig optimistisch und rechnet damit, dass das Wachstum im zweiten Quartal anzieht. Die europäischen Unternehmen profitierten von sinkenden Produktionskosten, sinkender Verschuldung und attraktiven Refinanzierungskosten. Damit die Gewinnmargen steigen, müsse allerdings auch das Absatzvolumen anziehen, heißt es weiter.

„Da der Markt so selektiv geworden ist, wird die Auswahl der Papiere immer wichtiger. Wir investieren zwar in Einzelwerte, bevorzugen dabei aber bestimmte Sektoren. Das gilt beispielsweise für Bankenwerte, denn im Zuge des zurückkehrenden Wachstums erwarten wir, dass Investitionen und somit auch die Kreditvergabe wieder anziehen. Auch der Telekommunikationssektor bleibt attraktiv, denn die dortige Konzentrationsbewegung ist noch nicht abgeschlossen. Zudem beurteilen wir einzelne Öl-Aktien positiv, nachdem dieser Sektor in der Vergangenheit schwer abgestraft wurde“, so Chebar.