London (BoerseGo.de) - Das neue Jahr beginnt von den europäischen Rohstoffsektor so wie das alte Jahr aufgehört hat - mit Millionenabflüssen. Wie aus der wöchentlichen Sektoren-Studie für die ETFs auf die Subindizes des STOXX Europe 600 von BlackRocks ETF-Expertin Deborah Fuhr hervorgeht, haben die Anleger in der ersten Woche von 2011, die am 7. Januar endete, 54,2 Millionen Dollar aus den ETFs abgezogen, die als Basiswert den STOXX Europe 600 Basic Resources haben. Im Dezember flossen aus diesen ETFs allein 315,7 Millionen Dollar ab. Nach einer kleinen Atempause - in der letzten Dezemberwoche legten die Investoren immerhin neun Millionen Dollar dort wieder neu an - setzt sich dieser Trend nun fort. Auf das Gesamtjahr 2010 gesehen lag das Minus bei 223,3 Millionen Dollar. Der zugrunde liegende Index, der sich aus den 20 liquidesten Aktien von europäischen Unternehmen aus der Rohstoffproduktion, dem Rohstoffhandel sowie dem verarbeitendem Gewerbe zusammensetzt, hat sich 2010 nicht schlecht gemacht. Das vergangene Jahr beendete er mit einem Plus von 32,88 Prozent. Innerhalb eines Jahres stieg er von 759 Zählern auf 1.121 Punkte.

    Insgesamt lagen die Sektoren-ETFs auf die STOXX Europe 600-Familie im Plus. Unterm Strich überwogen die Zuflüsse in Höhe von 30 Millionen Dollar. Mit Zuflüssen von 41 Millionen Dollar konnte der europäische Technologie-Sektor die meisten neuen Anlegergelder anlocken. Die zweithöchsten Zuflüsse im neuen Jahr konnte der europäische Einzelhandelssektor mit 25,5 Millionen Dollar anziehen. Damit liegt er nur knapp vor dem europäischen Bankensektor, dem die Anleger in der ersten Woche von 2011 nun 25,4 Millionen Dollar anvertraut haben. Neben dem Rohstoffsektor haben unter anderem auch der Versorger- sowie der Automobilsektor gelitten. Die Anleger zogen hier 18,4 beziehungsweise 17,1 Millionen Dollar ab. Der Automobilsektor hat erst jüngst einen Dämpfer erhalten, nachdem China angekündigt hatte die Zulassungen für Neuwagen zu drosseln.