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Düsseldorf (GodmodeTrader.de) - Die wenigen positiv auffallenden Länder wie Indien und Mexiko können nicht verhindern, dass das Wachstum der Emerging Markets 2015 erstmals seit der Finanzkrise unter die Marke von vier Prozent abrutscht. Für die Industrieländer sind die Vorzeichen jedoch weiterhin positiv, wie Christian Heger, Chief Investment Officer bei HSBC Global Asset Management (Deutschland), in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

Nach Ansicht des HSBC-Experten dürfte die ausgeprägte Wachstumsschwäche in den Schwellenländern nicht ausreichen, um die Weltwirtschaft in eine Rezession zu zwingen. Gleichzeitig halte das positive Liquiditätsumfeld an. Zwar drohe in den USA ein Zinserhöhungsschritt, die Europäische Zentralbank und die Bank of Japan würden ihre Bilanzsummen bei einer Nullzinspolitik jedoch weiter ausdehnen. Zudem dürfte der Zinssenkungszyklus in zahlreichen asiatischen Ländern noch nicht beendet sein, heißt es weiter.

„Für eine generelle Trendwende an den Kapitalmärkten scheint es zu früh zu sein. Wir behalten unsere Übergewichtung bei europäischen Aktien sowie bei Unternehmens- und Emerging-Markets-Anleihen bei. Trotz der günstigeren Bewertung verzichten wir zunächst auf eine Aufstockung unserer neutralen Aktienpositionierung. Erst wenn die Gewinnschätzungen für 2015 und 2016 das schwächere Wachstumsumfeld reflektieren, sollten Anleger über einen solchen Schritt nachdenken“, so Heger.