• US-Einzelhändler melden starke Geschäfte
  • USA: Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 50-Jahrestief
  • Markit: Eurozone-Wirtschaft steckt in der tiefsten Krise seit 2014
  • DIHK fordert Steuerentlastungen für Unternehmen
  • DE: Erzeugerpreise steigen schwächer als erwartet
  • Beige Book: US-Wirtschaft wächst weiter moderat
  • Amazon will seinen Online-Marktplatz in China aufgeben
  • Nestle startet stark in das neue Geschäftsjahr
  • Deutsche Post: Briefporto wird deutlich steigen
  • Auch Finanzinvestoren zweifeln an Osram
  • Wirecard-Aktie unter Druck
  • Sartorius mit überraschend hohen Zuwächsen
  • Tom Tailor: Neutrale Stellungnahme zum Fosun-Angebot

DAX

  • Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt bleibt gut. Der DAX konnte an Gründonnerstag um 0,57 Prozent auf 12.222,39 Punkte zulegen. Auf Wochensicht beläuft sich das Plus damit auf immerhin 1,85 Prozent. Seit dem Jahreswechsel hat der Leitindex rund 15,75 Prozent zugelegt. Dabei zeigen sich am Konjunkturhimmel weiter dunkle Wolken. Die Bundesregierung hat am Mittwoch ihre Wachstumsprognose für 2019 auf nur noch 0,5 Prozent gesenkt. Erst 2020 solle das Bruttoinlandsprodukt wieder in ansehnlichen Maße, um 1,5 Prozent zulegen, sagte Wirtschaftsminister Altmaier gestern in Berlin. Die erwartete Wachstumsrate für dieses Jahr wäre die niedrigste seit sechs Jahren. Kein Wunder, dass nun Forderungen laut werden, die Staatsausgaben zu erhöhen. So hart angesichts der sich abkühlenden Konjunktur der DIHK eine Entlastung der Unternehmen verlangt. DIHK-Präsident Schweitzer sagte, im internationalen Vergleich seien die Belastungen der Firmen hierzulande eindeutig zu hoch. Hier auf die Bremse zu treten, wäre ein wichtiges Signal. Die mauen Stimmungsdaten des Forschungsinstitut IHS Markit passen zur aktuell sich eintrübenden Lage. Trotz einer leichten Belebung verzeichnete die deutsche Wirtschaft im April wegen der Exporteinbußen in der Industrie abermals nur gedämpftes Wachstum, wie es von den Experten heute Vormittag hieß. Daimler zeigt sich heute fester. Der künftige CEO Källenius arbeitet offenbar an einem Sparprogramm. Dabei könnten auch tausende Stellen auf dem Spiel stehen, so das “Manager Magazin“. Gewinne verzeichnet auch die Aktie der Deutschen Post wegen der anstehenden Portoerhöhung. Die Aktien von Wirecard geraten nach ihrer jüngsten Rally wieder unter Druck. Wenn die Finanzaufsicht BaFin ihr Leerverkaufsverbot nicht verlängert, sind ab kommenden Dienstag wieder gezielte Wetten gegen die Aktie möglich. Viele Anleger gehen deshalb frühzeitig in Deckung.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Der Börsengang des Anbieters von Videokonferenzsoftware Zoom ist ein voller Erfolg. Die Aktien starteten mit einem ersten Kurs von 65 Dollar und damit rund 80 Prozent über dem Ausgabepreis von 36 Dollar in den Handel. Insgesamt wurden mit der Ausgabe von 20,9 Millionen Aktien 751 Millionen Dollar erlöst, die Börsenbewertung beläuft sich nach dem ersten Kursplus auf 16,7 Milliarden Dollar.
  • Die Fotoplattform Pinterest hat einen erfolgreichen Börsengang aufs Parkett gelegt. Nachdem die Aktien zu einem Kurs von 19 Dollar und damit über ursprünglich angepeilten Preisspanne von 15 bis 17 Dollar bei den Anlegern platziert wurden, starteten die Papiere am Donnerstag mit einem ersten Kurs von 23,75 US-Dollar in den Handel an der New York Stock Exchange (NYSE). Die Zeichner der Papiere können sich damit über einen Zeichnungsgewinn von 25 Prozent freuen. Durch die Ausgabe von 75 Millionen Aktien nahm Pinterest rund 1,43 Milliarden Dollar ein. Das gesamte Unternehmen, das erst 2010 gegründet wurde, wird damit mit mehr als 10 Milliarden Dollar bewertet.
  • Die Modekette Tom Tailor kann sich mit dem Angebot des chinesischen Großaktionärs Fosun nicht so richtig anfreunden. Fosun bietet den Aktionären 2,31 Euro je Aktie. Wirklich gegen die Offerte ist das Management aber auch nicht. Aus strategischer Sicht sei Fosuns Übernahmeangebot zu begrüßen, teilten Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens am Donnerstag mit. Die Offerte sei jedoch "finanziell unangemessen". Sie spiegle nicht den tatsächlichen Wert von Tom Tailor wider, betonte Finanzvorstand Thomas Dressendörfer. Zunächst hatte Fosun nur 2,26 Euro je Aktie geboten. Eine klare Empfehlung vermied der Vorstand und beließ es bei einer „sogenannten neutralen Stellungnahme". So könne das Fosun-Angebot für risikoscheue und kurzfristige Aktionäre eine gute Gelegenheit sein, sagte Dressendörfer.
  • Der Kreditkartenanbieter American Express hat im ersten Quartal zwar mit dem Gewinn überzeugt, bei den Erlösen jedoch enttäuscht. Der Nettogewinn fiel von 1,63 auf 1,55 Milliarden US-Dollar. Vor Sonderposten stieg der Gewinn jedoch auf 2,01 von 1,86 Dollar je Aktie. Der Umsatz stieg um 7 Prozent auf 10,36 Mrd. Dollar.
  • Der künftige Daimler-Konzernchef Ola Källenius bereitet offenbar ein milliardenschweres Sparprogramm vor. Dabei könnten auch tausende Stellen auf dem Spiel stehen, schrieb das "Manager Magazin" (MM) ohne eine genauere Angabe von Quellen. Priorität für Källenius sei es aktuell, „die Kennzahlen zu retten", heißt es unter Berufung auf einen der "Konzernmächtigen". Bis 2021 sollen bei der Pkw-Marke Mercedes-Benz demnach sechs Milliarden Euro zusätzlich gekürzt werden, davon zwei Milliarden in der LKW-Sparte.
  • Der US-Versicherer Travelers hat im ersten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 2,83 Dollar und einem Umsatz von 7,67 Mrd. Dollar die Markterwartungen jeweils geschlagen.
  • Der US-Mischkonzern Honeywell International wartet mit einem Mit einem optimistischerenAusblick und einem besser als erwartet gelaufenen Quartal auf. Der Konzern schlug die Erwartungen der Analysten das neunte Mal in Folge, unter anderem dank einer starken Nachfrage seines Komponenten-Geschäftes für die Luftfahrt.
  • Philip Morris Internat. hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen. Der Tabakkonzern verdiente in den ersten drei Monaten des Jahres 1,09 Dollar je Aktie - zehn Cents mehr als von Analysten prognostiziert.
  • Die Fotoplattform Pinterest verzeichnet bei ihrem IPO eine hohe Nachfrage nach ihren Aktien. Vor dem am Donnerstag geplanten Debüt an der New York Stock Exchange (NYSE) wurden die Papiere zum Preis von 19 Dollar ausgegeben. Damit gelang es, die Anteilscheine über der zuvor angepeilten Preisspanne zwischen 15 und 17 Dollar bei Anlegern loszuschlagen.
  • Google hat nach einer Milliarden-Kartellstrafe für Nutzer von Android-Handys in Europa zusätzliche Internet-Browser und Suchmaschinen freigeschalten. Ab sofort können User bei Android zwischen bis zu fünf Alternativen wählen, schrieb Google-Manager Gennai in einem Blog-Eintrag. Die anderen Programme und Funktionen könnten beim Öffnen des Google-Appstores installiert werden.
  • Amazon gibt sich in China der Übermacht der lokalen Konkurrenz wie Alibaba geschlagen und schränkt sein Angebot ein. Die Verkäufer würden darüber informiert, dass Amazon keinen Marktplatz mehr betreiben oder Verkäuferdienste auf Amazon.cn anbieten werde, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.
  • Apple hat mittlerweile zwei Roboter-Linien zum iPhone-Recycling im Einsatz, die bis zu 2,4 Mio. Geräte pro Jahr zerlegen können.
  • Bei dem faltbaren Smartphone von Samsung „Galaxy Fold“ sind offenbar technische Probleme aufgetaucht. Einige Journalisten, die das Fold zum Testen erhalten hatten, berichteten über Funktionsstörungen am Bildschirm.
  • Facebook hat in den letzten drei Jahren ohne Erlaubnis die Daten der Kontakte von bis zu 1,5 Mio. neuen Nutzern hochgeladen. Der Fehler sei nach einer Änderung am Anmelde-Verfahren im vergangenen Monat entdeckt worden, wie das Online-Netzwerk bestätigte.
  • Am Vorabend hat der Aluminiumkonzern Alcoa Geschäftszahlen zum ersten Quartal vorgelegt. Das Unternehmen meldete einen Verlust und zeigte sich für das laufende Jahr zurückhaltend.
  • Die jüngste Gewinnwarnung Ende März könnte für den Lichtkonzern Osram ernste Folgen haben. Vorstandschef Olaf Berlien meldete satte 40 Prozent des geplanten operativen Gewinns (Ebitda) ab. Nicht nur die Börse reagierte ungehalten, auch das Vertrauen der US-Investoren Bain und Capital und Carlyle schwindet, wie das manager-magazin berichtet. Die Finanzinvestoren rechneten seit Wochen einen Erwerb von Osram durch, ein Übernahmeangebot galt bisher als sehr wahrscheinlich. Nun sei ein Deal nicht mehr sicher, so das Magazin. „Das Vertrauen in den Investment- und Finanzierungscase ist erheblich gesunken", zitiert das Magazin einen beteiligten Investmentbanker. Um ihre Vorgaben einigermaßen sicher zu erreichen, müssten Bain und Carlyle den Preis für Osram drücken. Sollten sich die beiden Häuser von ihren Kaufabsichten Abstand nehmen, drohen dem Aktienkurs schwere Rückschläge. Laut manager magazin spekulierten zahlreiche Hedgefonds auf solch ein Szenario.
  • Das Briefporto könnte deutlich steigen. Die Bundesnetzagentur hat heute den beabsichtigten Beschluss über die Vorgabe von Maßgrößen für die Price-Cap-Regulierung für Briefsendungen bis 1.000 Gramm ab 1. Januar 2019 veröffentlicht. Danach soll der Deutschen Post bei den dem Price-Cap-Verfahren unterliegenden Preiserhöhungsspielraum um 10,6 Prozent steigen. Damit ist gemeint, dass die Gesamtmenge aller Einzelsendungen der verschiedenen Briefarten sich entsprechend verteuern kann. Das Porto für einen Standardbrief könnte aber noch stärker steigen. Branchenkreisen zufolge ist eine Anhebung auf bis zu 90 Cent möglich, aktuell sind es 70 Cent.
  • Der Gründer des chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei, Ren Zhengfei, hat Deutschland ein "Anti-Spionage-Abkommen" angeboten, um mögliche Sicherheitsbedenken beim Ausbau der 5G-Mobilfunknetze auszuräumen. Man habe dem deutschen Innenministerium gesagt, dass Huawei bereit wäre, ein "No-Spy-Agreement" mit der deutschen Regierung zu unterzeichnen, sagte Ren dem "Handelsblatt".
  • Wirecard-Titel stehen heute unter Verkaufsdruck. In der Nacht auf Karfreitag wird das Leerverkaufsverbot der Finanzaufsicht Bafin für diese Titel auslaufen. Sollte dieses nicht verlängert werden, könnten Spekulanten in der neuen Woche wieder auf fallende Kurse wetten, wie Händler befürchten.
  • Der Telekomausrüster Adva Optical Networking hat im ersten Quartal wieder einen Gewinn erzielt. Das Unternehmen schaffte einen Konzerngewinn von gut einer Million Euro, wie es am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte Adva noch einen Verlust von 2,4 Mio. Euro verzeichnet. Der Umsatz stieg um 6,3 Prozent auf gut 128 Millionen Euro. „Wir sind gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Sowohl Umsatz als auch die Profitabilität entwickelten sich planmäßig", sagte Finanzvorstand Uli Dopfer.
  • Der Konsumgüterkonzern Nestle ist robust in das neue Geschäftsjahr gestartet. Der Umsatz nahm um 4,3 Prozent auf 22,2 Mrd. Franken zu, wie das Unternehmen mitteilte. Das um Sondereffekte bereinigte organische Wachstum lag bei 3,4 Prozent - nach 2,8 Prozent im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern mit Marken wie Maggi, KitKat oder Nescafe mitteilte. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Wachstum von 2,8 Prozent gerechnet. Für das Gesamtjahr sieht sich das Schweizer Unternehmen weiterhin auf Kurs, ein Plus von mehr als drei Prozent zu erzielen.
  • Der insolvente Windradhersteller Senvion hat finanzielle Unterstützung erhalten. Banken und Hedgefonds hätten dem Unternehmen einen Massekredit über 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, teilte Senvion am Mittwochabend mit. Mit den Mitteln will Vorstandschef Yves Rannou das operative Geschäft weiterführen und den Auftragsrückstand abarbeiten. „Das sind ermutigende Neuigkeiten für uns alle und natürlich auch für unseren Transformationsprozess", sagte Rannou. Senvion hatte in der vergangenen Woche Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet, nachdem sich Banken und Anleihegläubiger nicht über die weitere Finanzierung einigen konnten.
  • Der niederländisch-britische Konsumgüterkonzern Unilever hat zum Jahresauftakt weniger umgesetzt als im Vorjahr. Grund ist der Verkauf des Geschäfts mit Brotaufstrich. Die Erlöse sanken um 1,6 Prozent auf 12,4 Mrd. Euro. Bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie Wechselkurseffekte stiegen die Erlöse jedoch um 3,1 Prozent und damit etwas stärker als von Analysten erwartet. Dazu trugen auch Preiserhöhungen bei.
  • Dem Pharma- und Laborausrüster Sartorius ist ein starker Jahresauftakt gelungen. Vor allem dank einer hohen Nachfrage in der Sparte Bioprocess Solutions stieg der Umsatz im ersten Quartal um 19 Prozent auf knapp 436 Mio. Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Der bereinigte operative Gewinn legte um 29 Prozent auf 114 Mio. Euro zu und der bereinigte Nettogewinn stieg um 31 Prozent auf 49 Mio. Euro. Mit den Kennziffern übertraf Sartorius die Markterwartungen.
  • Der Tierbedarf-Onlinehändler Zooplus ist mit Zuwächsen ins Jahr gestartet. Zooplus erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 363 Mio. Euro nach 323 Mio. Euro vor Jahresfrist. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte der Konzern die Anzahl der registrierten Kunden um 15 Prozent auf 739.000 Neukunden erhöhen. Das Management bestätigte das prognostizierte Umsatzwachstum von 14  bis 18  Prozent für das laufende Geschäftsjahr, somit sollen die Umsatzerlöse um ca. 190 bis 240 Mio. Euro steigen.
  • SinnerSchrader hat das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 (per Februar 2019) mit Umsatzerlösen in Höhe von 33,5 Mio. Euro abgeschlossen. Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatte SinnerSchrader Umsätze von 30,5 Mio. Euro erzielt. Der Zuwachs von 3,0 Mio. Euro entspricht einem Wachstum um 9,8 Prozent. Das operative Ergebnis (EBITA) betrug im ersten Halbjahr gut 2,8 Mio. Euro. Die operative Marge lag damit im Berichtszeitraum bei 8,5 Prozent.
  • Der Autozulieferer und Elektronikkonzern Continental hat bei den europäischen Wettbewerbshütern Beschwerde gegen Patente des finnischen Netzwerkausrüsters Nokia eingereicht, wie Reuters berichtete. Das Unternehmen schloss sich demnach zusammen mit dem französischen Rivalen Valeo einer Beschwerde von Daimler an. Die Patente betreffen die Kommunikation zwischen Fahrzeugen.

Konjunktur & Politik

  • Der Index der wirtschaftlichen Frühindikatoren in den USA ist im März zum Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen, wie das Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag mitteilte. Im Vormonat hatte der Indikator um revidiert 0,1 Prozent zugelegt. Zunächst war ein Anstieg von 0,2 Prozent ermittelt worden.
  • Die Lagerbestände in den USA sind im Februar um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,3 Prozent, nach einem Plus von revidiert 0,9 Prozent (zunächst: 0,8 Prozent) im Vormonat.
  • Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA hat in der Woche zum 13. April ein neues 50-Jahrestief erreicht. Die Zahl fiel im Vorwochenvergleich um 5.000 auf 192.000 Anträge, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Es war der niedrigste Stand seit September 1969.
  • Die US-Einzelhändler haben ihre Umsätze im März nach einer Schwächephase kräftig um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat gesteigert, wie das US-Handelsministerium berichtete. Das ist der stärkste Zuwachs seit September 2017.
  • Der Konjunkturindex der Notenbank von Philadelphia (Philly-Fed-Index) ist im April überraschend auf plus 8,5 Punkte von plus 13,7 im März gesunken. Volkswirte hatten einen Indexstand von plus 11,2 erwartet. Besonders schwach entwickelte sich der Subindex für die Lagerbestände. Dagegen stieg die Komponente für den Auftragseingang deutlich.
    Insgesamt neun Großbanken, darunter die Deutsche Bank, haben eine Vorladung von den Demokraten im US-Repräsentantenhaus bekommen, um die finanziellen Interessen von US-Präsident Trump zu durchleuchten, wie das Wall Street Journal berichtete. Es geht um die Frage, ob die Banken Konten mit Verbindungen zu illegalen russischen Geschäften oder Einzelpersonen gefunden hätten.
  • Das Eurozone-Wirtschaftswachstum hat sich im April den zweiten Monat in Folge verlangsamt, womit die Region weiter in der tiefsten Krise seit 2014 steckt. Die Industrie schrumpfte erneut, und im Dienstleistungssektor schwächte sich das Geschäftswachstum ab. Der IHS Markit Flash Eurozone Composite Index Produktion gab gegenüber März um 0,3 auf 51,3 Punkte nach, wie das Institut am Donnerstag in London mitteilte. Dies ist der drittniedrigste Wert seit November 2014. „Die Eurozone hat einen enttäuschenden Start ins zweite Quartal 2019 hingelegt, wie einer der tiefsten Werte der PMI-Vorabschätzung seit 2014 zeigt“, sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. „Damit steigt die Sorge, die Wirtschaft könnte sich von den negativen Einmaleffekten Ende letzten Jahres nicht erholen. Vielmehr zeigen unsere Daten, dass die Wirtschaft wegen des nachlassenden globalen Nachfragewachstums und des gedämpften Geschäftsklimas weiter nur mit äußerst verhaltenem Tempo wächst“.
  • Der britische Einzelhandel hat im März seine Umsätze im Monatsvergleich um starke 1,1 Prozent gesteigert, teilte das Statistikamts ONS am Donnerstag mit. Analysten hatten indes im Mittel einen Rückgang um 0,3 Prozent erwartet.
  • Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr auf nur noch 0,5 Prozent halbiert. Im kommenden Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt um 1,5 Prozent zulegen, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin. Der CDU-Politiker sprach von einer Schwächephase, die aber überwunden werde. Die Politik müsse darüber nachdenken, wie sie Wachstum anregen könne. Angesichts der sich abkühlenden Konjunktur fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eine Entlastung der Unternehmen. DIHK-Präsident Eric Schweitzer sagte der dpa, im internationalen Vergleich seien die Belastungen der Unternehmen hierzulande deutlich gestiegen. Hier auf die Bremse zu treten, wäre ein wichtiges Signal.
  • Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland waren im März 2019 um 2,4 Prozent höher als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Analysten hatten im Mittel eine Rate von 2,7 Prozent erwartet. Im Februar hatte die Jahresveränderungsrate bei plus 2,6 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat sanken die Erzeugerpreise im März geringfügig um 0,1 Prozent.
  • In den meisten Notenbankdistrikten in den USA hat sich die wirtschaftliche Aktivität „geringfügig bis moderat“ zugelegt, wie es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht Beige Book der US-Notenbank heißt. Allerdings habe es in einigen Distrikten auch ein gewisses Anziehen der Aktivität gegeben.
  • Nordkorea hat nach eigenen Angaben eine neuartige taktische Lenkwaffe getestet. Die Waffe könne einen mächtigen Sprengkopf transportieren, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Diktator Kim Jong Un soll den Test persönlich verfolgt haben. Kim sagte dem KCNA-Bericht zufolge, die Entwicklung der Waffe sei von sehr großer Bedeutung, um die Kampfkraft der Volksarmee zu vergrößern.
  • Die USA haben den Druck auf die Regierung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und dessen Verbündete Russland und Kuba am Mittwoch erhöht. Der Nationale Sicherheitsberater John Bolton kündigte Sanktionen gegen Venezuelas Zentralbank an und warte zugleich "alle externen Akteure, einschließlich Russland" davor, das Maduro-Regime militärisch zu unterstützen.
  • Am heutigen Donnerstag soll der Bericht von US-Sonderermittler Robert Mueller vom US-Justizministerium veröffentlicht werden. Mueller hat zwei Jahre lang untersucht, ob es seitens des Wahlkampflagers von US-Präsident Donald Trump Geheimabsprachen mit Vertretern Russlands gegeben hat. Der Bericht soll nun (in Teilen geschwärzt) an den US-Kongress gehen und zugleich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

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