Der gestrige Impuls des Euros startete noch vor Eröffnung der europäischen Börsen um 09:00 Uhr und dennoch war dies die Steilvorlage der darauffolgenden Tagesperformance. Zusätzlich befeuert wurde die Bewegung auch noch durch die um 10:00 Uhr einströmenden Konjunkturdaten der Eurozone. Als Beispiel sei hier der Leistungsbilanzüberschuss genannt, welcher ein neues Rekordniveau erreichte. Doch wie lässt sich das Verhalten des Major-FX-Pairs in Form des EUR/USD daraufhin bewerten? Dieser Betrachtung wollen wir uns nachfolgend mit einigen Grafiken widmen.

    Zunächst möchte ich wieder die Statistik und die Saisonalität bemühen. Zunächst lässt sich feststellen, dass mit Blick auf die vergangenen drei Monate kaum ein entscheidender Impuls zu verzeichnen war. Während der letzten sechs Monate schlägt immerhin ein plus von knapp über 3,00 % zu Buche. Grundsätzlich sollte sich der EUR/USD also wieder mit mehr Dynamik zeigen. Die saisonale Tendenz weist mit Blick auf das komplette Handelsjahr 2014 eine zunächst leicht schwächere Entwicklung bis Mai auf, um dann im Anschluss einer positiv ausgerichteten Seitwärtsphase eine dynamische Rally bis zum Jahresende zu starten. So zunächst die Betrachtung der historischen Ergebnisse.

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    Rollen wir nun das Feld von „weit hinten“ auf und schauen uns den Big Picture Chart zum EUR/USD auf Monatsbasis an. Wie eindrucksvoll seit dem neuen Jahrtausend zu erkennen ist, weist der Aufwärtstrend seit dem Tief bei 0,8228 USD nach oben. Im Juli 2008 markierte der Euro schließlich seinen Höchststand bei rund 1,6036 USD. Seither lautete die Tendenz abwärts, wie dies die seither ausgebildete Abwärtstrendlinie unterstreicht. Interessant ist jedoch die Tatsache, dass die Tiefpunkte aus 2008, 2010 und 2012 keine tieferen Tiefs ausbildeten. Die Unterstützung bei rund 1,2300 USD sticht förmlich ins Auge und der versierte Charttechniker mit Hang zur inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation kann sicher auch eine solche seit 2008 klassifizieren. Doch was bedeutet dies nun? Fahren wir fort und schauen auf die Bewegung seit dem Sommertief des Jahres 2012. Der zuletzt im Juli 2013 getestete Aufwärtstrend lässt das Preisverhalten des Euros in eine Entscheidung hineinlaufen, so dass bis spätestens Mai eben diese gefallen sein dürfte. Siehe nachfolgenden Monatschart.

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    Monthly Chart - Created Using Teletrader Professional

    Eine leichte Modellierung habe ich bei der Beschau des nachfolgenden Wochencharts vorgenommen und diesen mit wenigen Trendlinien und der von mir häufig verwendeten Form des Rainbows inklusive Heikin-Ashi-Kerzen dargestellt. Hier zeigt sich, dass aktuell eine Konsolidierung im sich positiv auffächernden Rainbows läuft. Diese könnte den EUR/USD durchaus noch ein Stück weiter zurückführen. Im Ideal verbleibt der Preis allerdings oberhalb der grünen Durchschnitte und touchiert nicht zwangsläufig die Aufwärtstrendlinie seit Sommer 2012. Sobald jedoch auf Wochenbasis eine bullische (weiße) Heikin-Ashi-Kerze auftaucht, könnte es durchaus zu einem Ausbruch nach oben kommen. Das Zünglein an der Waage stellt hierbei die primäre Abwärtstrendlinie seit 2008 sowie die runde Marke von 1,4000 USD dar.

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    Weekly Chart - Created Using Teletrader Professional

    Blicken wir daher abschließend auf den Tageschart nach klassischer Charttechnik. Erst während dieser Handelswoche gelang dem EUR/USD aufgrund des gestrigen Impulses die Verteidigung der Aufwärtstrendlinie seit 2013 und so könnte sich bei Fortsetzung der Stärke auch durchaus schon in Bälde eine Attacke auf die primäre Abwärtstrendlinie erschließen. Eine erhöhte Vola während der kommenden Wochen ist daher durchaus zu erwarten. Ein Ausbruch über 1,3900 USD bzw. in Gänze über 1,4000 USD auf Wochenschlussstandbasis wäre hierbei klar als Einladung einer Rally von bis zu 1.000 Pips anzusehen (Big Picture). Das Preislevel von 1,4900 bis 1,5000 USD erscheint dann durchaus lukrativ für die Bullen. Andernfalls oszilliert das Devisenpaar unterhalb von 1,3815 USD weiter und signalisiert bei Preisen unter 1,3505 USD weiteres Abwärtspotenzial bis 1,3290 USD. Dort stehen die Chancen dann allerdings wieder gut für einen Rebound. Kritisch wäre Preise unter 1,3150 USD bzw. speziell unterhalb der Marke von 1,3000 USD anzusehen. In diesem Fall darf man gut und gern die Projektion in Richtung von 700 bis 1.000 Pips gen Süden vollziehen. Somit steht durchaus ein turbulentes Handelsjahr 2014 bevor. Die ersten Wochen beweisen dies ja bereits eindrucksvoll.

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    Daily Chart - Created Using MT4-JFD-Brokers

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