Die DOW Jones Bullen tanzen weiter Samba und befördern den Index auf ein neues Mehrjahreshoch. Der Wochengewinn liegt bei weiteren +268,15 Punkten. Die Bullen haben sich in einen Kaufrausch verwickelt.

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    Dow Jones: 12.092,15 Punkte / ISIN: XC0009694206

    Zum Verständnis, wir haben im US Index Trader den Bullentanz als Samba bezeichnet. Lunablue hat den Bärentanz als Mambo definiert. Es kann also zeitweise nicht schaden die Tanzfläche vorübergehend zu verlassen und dann von Zugabe zu Zugabe auf die Tanzfläche zu hopsen. Wichtig dabei ist, dass man nicht aus dem Schritt kommt, sonst könnte man fallen. Es kommt hin und wieder vor, dass auch andere Tanzflächenbenutzer :-) den eigenen Rhythmus stören. Der nächste Gast würde sogar meinen, wer tanzt ist nur zu geizig. Aktuell ist also Bullenwahl angesagt.

    Kommen wir zurück zu den Elliott Wavern. Es ist ganz klar, ohne Count kein Trade und wenn doch dann nicht alá Lenas Dampfhammertrading, sondern eher verhaltend. Gegen 21:49 Uhr kam es mir dann in den Sinn, endlich einen plausiblen Count für diese korrektive Aufwärtsbewegung zu finden. Glauben Sie mir, da vergehen oft Stunden bis man einen vertretbaren Count hat. Oft ist es so, dass man gerade in korrektiven Phasen mehrere Varianten vertreten muss. Ein Impuls hingegen lässt nur wenig Spielraum zu, es sei denn es handelt sich um ein Ending Diagonal Triangle (EDT) und genau da sind wir beim Thema.

    Der übergeordnete Aufwärtscount ist bekannt und wird als w-x-y-x2-z gesehen. Diese Wellensequenz soll einen Wellengrad höher eine Welle 1 EDT vollenden. Eine Welle 1 in einem EDT kann durchaus noch Stärke reflektieren. Zoomen wir einige Wellengrade tiefer, dann könnte sich sogar ein kleineres EDT in den Wellen 1-2-3-4-5 ausbilden, wobei jede impulsive Unterwelle als a-b-c fungiert. Die Unterwellen dürfen auch komplexer werden, müssen aber der ZigZag Familie angehören. Die korrektiven Wellen 2 und 4 dürfen auch als Flat laufen. Intern kam natürlich die Frage auf, wie passt eine taggenaue Rallyansage zu einem fallenden DAX. Grundsätzlich muss man sagen, dass eine Toppbildung ein langwieriger Prozess ist und eine Topbildung bis zum jetzigen Zeitpunkt auch noch gar nicht vorliegt. Speziell die Welle z könnte sich sogar langfristig noch zu einem riesigen, steigenden Bullkeil in den Unterwellen a-b-c-d-e entwickeln, vorausgesetzt es handelt sich bei dem w-x-y-x2-z um eine Triple Three Korrektur.

    Spätestens jetzt dürften einige Leser das Handtuch schmeißen, dessen bin ich mir bewusst. Ich möchte aber zwischen den verschiedenen Tanzarten auch das fachliche Thema aufgreifen. :-)

    Kommen wir also zu dem, was nach der Welle z passieren wird. Erneut der Hinweis, es liegt noch kein Umkehrsignal vor und die Bullen können dieses Schauspiel noch eine Weile fortsetzen. Wir bereiten uns lediglich auf den Tag danach vor, auf den Tag an dem Mambo getanzt wird.

    Im Ernstfall könnte bis zum 11.07.2011 ein Kursziel bei 9258,00 Punkten im DOW Jones erreicht werden. Hier würde es sich um ein langfristiges Expanding Flat als bereinigende Korrekturformation handeln und die Welle b abschließen, die vorzugsweise bereits vollendet ist. Also ein Alternativcount mit Hinterkopfcharakter.

    Desweiteren ließe eine korrektive Aufwärtsbewegung seit Juni 2010 ein Welle 1 EDT zu (EDT = Ending Diagonal Triangle). Die Welle 1 EDT darf in dieser Impulsstruktur ein ZigZag, Double ZigZag oder Triple ZigZag sein. Im vorliegenden Fall wäre es ein Triple ZigZag in den Wellen w-x-y-x2-z.

    Was heißt das in Zahlen?

    Hier wäre ein Kursrücksetzer bis 10376,00 Punkten völlig ausreichend, um die Welle 2 EDT zu formieren und den Markt zu bereinigen.

    Um nicht unnötig viele Aufwärtsziele zu nennen, ergeben sich aus dem aktuellen Kursverhalten weitere Kursziele bis 12738,00 Punkte und 12893,00 Punkten. Diese Ziele müssen aufgrund der fast fertigen Muster aber nicht mehr erreicht werden. Es könnte demzufolge Sinn machen die Stopps für Longpositionen eng zu halten.

    Bevor ich zum Fazit komme, möchte ich doch noch gerne ein interessantes Währungspaar erwähnen. Es handelt sich um das Paar USD/JPY. Wir sind in den internen Traderblogs immer auf der Suche nach Tradingmöglichkeiten und hier möchte ich mal eine Idee heraustragen. Speziell im DOW JONES Index wird es nicht einfach werden ein EDT zu handeln. Es gibt also immer auch Ausweichmöglichkeiten.

    Hier entstand bereits die erste Möglichkeit antizyklisch in den Basiswert einzusteigen.

    Kursverlauf im Tageschart (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

    Eine Zweite folgt zugleich. Doch dann passierte Folgendes...

    Kursverlauf im Tageschart (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

    Der Count musste im Rahmen des Möglichen angepasst werden. Und siehe da, ...

    Kursverlauf im Tageschart (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

    So kam es dann auch. Es bot sich am Freitag Nachmittag eine weitere Einstiegsmöglichkeit. An dieser Stelle ist es denke ich sinnvoll zu erwähnen, dass eine Verbilligung grundsätzlich nicht in Frage kommt. Einzige Ausnahme ist, dass es vorher im Trading Plan so vorgesehen war. Ist der Trader durch einen zu engen Stopp ausgestoppt und sucht einen Neueinstieg, so erging es mir, dann ist es absolut ok erneut 1 R Verlustrisiko auf das Gesamtdepot einzusetzen. Bitte auch hier bedenken, 1 R ist nicht zwangsläufig 1 %. 1 R ist das Verlustrisiko, welches ich bereit bin einzugehen, auf das Gesamtdepot. Das kann bei Depotgrößen unterhalb der 35.000,00 Euromarke auch durchaus 3,5 % betragen.

    Wo wir gerade bei meinem Lieblingsthema R sind.

    Stellen Sie sich einmal vor ein Trader macht + 80 %. Das hört sich zunächst sehr gut an. Sieht man genau hin, dann setzt dieser Trader evtl. 1 % Verlustrisiko auf das Gesamtdepot ein. Gehen wir mal davon aus, dass 1 R = 1 % entspricht, dann sind die + 80 % Gewinn 0,8 R. Das muss beim Trading unbedingt verstanden werden. Nur wenn man das berücksichtigt hat man eine reelle Chance langfristig zu den 5 % zu gehören und nicht anders. Alles andere ist wilde Zockerei. :-)

    Um mein Lieblingsthema zu vollenden. In dem US Index (Day) Trader konnten wir in der zurückliegenden Handelswoche eine sehr erfolgreiche Woche absolvieren. Wir haben es geschafft einen Intradaygewinn von +6,33 R zu erwirtschaften. Das sind reale +6,33 % auf das Gesamtdepot, wenn man 1 R = 1 % Verlustrisiko "fährt". Verwendet man ein Depot unter 35.000,00 Euro und muss zwangsläufig ein Risiko von 3,5 % eingehen, dann sind es sogar +22,16 %. Das hört sich viel an, hier handelt es sich aber immer noch um die Realität im Bezug auf das Gesamtdepot.

    Greifen wir das obere Beispiel erneut auf, hier lagen + 80 % vor, die in Wirklichkeit "nur" 0,8 % auf das Gesamtdepot entsprechen.

    Rechnen wir unser Gesamtergebnis im US Index (Day) Trader einmal auf diese Rechenweise um, dann kommen wir auf 6,33 R = + 633 %. Und jetzt stellen wir uns einmal vor, das Depot beträgt unter 35.000,00 Euro und es wird 3,5 % Verlustrisiko eingesetzt, dann wären es sogar +2215,50 %. Sie sehen also was eine Prozentangabe Wert ist, ohne Angabe des Verlustrisikos zum Gesamtdepot, welches eingegangen wurde, ziemlich wertlos.

    Die + 80 % sind in dem Fall +0,8 R. Evtl. könne Sie meine Freude über das Wochenergebnis von echten +6,33 R jetzt ein wenig besser einschätzen.

    Gerade im Bezug auf das Money Management, achten Sie bitte auf das Verlustrisiko, welches Sie eingehen, wenn Sie die unten aufgeführte Trading Idee sehen.

    Kursverlauf im Tageschart (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

    Fazit:

    So, nach diesem kleinen Ausflug sind wir jetzt endlich wieder beim DOW Jones Index angekommen. Eine zwingende Trading Idee gibt es aktuell nicht. Aus diesem Grund hatte ich ein Schmankerl aus dem Premiumbereich mit einfließen lassen. Weiter steigende Kursnotierungen sind ohne einem Verkaufssignal selbstverständlich möglich. Ich möchte aber niemanden direkt in steigende Kurse locken. Im US Index Trader liegt die Position bereits im Plus und der Stopp im Einstieg. Das heißt, es kann also kein 1 R Verlust mehr entstehen, steigt es weiter ist es ok, kommt es zu einem Rücksetzer, dann gilt es weiter sich an den neuen Mustern zu orientieren. Wie weiter oben geschrieben sind Kurssteigerungen bis 12738,00 Punkte oder auch 12893,00 Punkte möglich. Sollte sich das EDT ausbilden, dann kann sich die Kurszielangabe auch leicht nach unten justieren. Hier muss aber gesagt werden, dass ein EDT eine eher langfristige Korrektur bedeutet und das dann auch in der nächsten Woche noch ausreichend Zeit ist eine Strategie zu eruieren. Speziell im DAX Index könnte es in der kommenden Handelswoche interessant werden. Hier liegt weiterhin die Rallyansage im Raum, die sich bis zum heutigen Tag durchsetzt. Harry würde sagen, hier könnte der Deckel weggesprengt werden. DIE ROTE Z (EW Waver) bezeichnete es als " Die Zündschnur wird gezündet". Hier könnte also gerade in der bevorstehenden Handelswoche für ausreichend Zündstoff gesorgt sein.

    Eine Elliott Wellen Analyse ist der WICHTIGSTE Baustein eines Trades. Ohne Count keine Trades, es sei denn man hat einen Würfel oder eine Münze griffbereit.

    Ich bewerte die heutige Analyse mit einer Wahrscheinlichkeitsnote 2.

    "Klicken Sie bitte hier, um die Erklärung zu den DOW Jones "Wahrscheinlichkeits"noten einzusehen"

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihren Entscheidungen und geraten Sie nicht in Schieflage, das führt zwangsläufig zu Fehlentscheidungen.

    Viele Grüße
    André Tiedje - Elliott Wellen Experte, Technischer Analyst und Trader bei GodmodeTrader.de

    Kursverlauf im Tageschart (log. Kerzenchartdarstellung / 1 Kerze = 1 Tag)

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