DAX

    Nach etwas besser als erwartet ausgefallen Konjunkturdaten kann der DAX zum Start in die neue Woche leicht zulegen. Zur Stunde gewinnt der Leitindex 0,65 Prozent auf 11.383 Punkte hinzu. Im Blick stand heute auch die Handelsaufnahme an der Athener Börse, die im Zusammenhang mit der Schuldenkrise fünf Wochen geschlossen blieb. Der Athex Composite startete mit einem Minus von mehr als 22 Prozent in den Handel, konnte sich anschließend aber ein wenig erholen. Zur Stunde verliert der griechische Index rund 17 Prozent.

    Aktien im Blick

    Die Commerzbank hat ihren Überschuss im zweiten Quartal auf 280 Millionen Euro fast verdreifacht und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die harte Kernkapitalquote verbesserte sich von Ende März bis Ende Juni um einen Prozentpunkt auf 10,5 Prozent. Die Aktie kann von den guten Zahlen profitieren und aktuell um 2,53 Prozent auf 12,08 Euro zulegen.

    Wacker Chemie führt nach den aktuellen Zahlen die Verliererliste im MDAX an (-1,20%). Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) lag unter den Erwartungen der Analysten.

    Konjunktur

    Die Stimmung in der Industrie im Euroraum hat sich im Juli nicht so stark eingetrübt wie zuletzt angenommen. Nach den nun vorliegenden endgültigen Zahlen sank der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone von 52,5 Punkten im Vormonat auf 52,4 Punkte. Auf Basis der ersten Schätzung hatte der Indexwert bei 52,2 Zählern gelegen. Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland ist im Juli von 51,9 auf 51,8 Punkte gesunken. Beim ersten Ausweis waren 51,5 Punkte gemeldet worden.

    Die Stimmung der griechischen Industrieunternehmen ist unterdessen auf ein historisches Tief gefallen. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex sank von 49,6 Punkten im Vormonat auf 30,2 Zähler. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1999.

    Die Stimmung in der Industrie in China hat sich im Juli unerwartet deutlich eingetrübt. Der Caixin Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe sank in der endgültigen Fassung von 49,4 auf 47,8 Zähler und damit auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Die Schnellschätzung wurde damit um 0,4 Punkte nach unten revidiert.

    Währungen

    Der US-Dollar kann zu Wochenbeginn auf breiter Basis wieder Boden gutmachen, den der Greenback am Freitag nach einem schwachen US-Arbeitskostenindex und in der Folge gedämpfter US-Zinsphantasie verloren hatte. EUR/USD notierte trotz eines positiven Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone bislang bei 1,0950 im Tief, während auch GBP/USD mit zutiefst 1,5604 nicht von dem Anstieg des britischen PMI profitieren konnte.

    AUD/USD fällt zu Wochenbeginn nach Veröffentlichung eines enttäuschenden australischen Arbeitsmarktindikators und einem schwachen chinesischen Caixin-Einkaufsmanagerindex zurück und notierte bislang bei 0,7281 im Tief.

    Rohstoffe

    Die Ölpreise setzten ihren Abwärtstrend auch zum Start in die neue Woche fort. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostet derzeit 50,99 US-Dollar (-2,34%). WTI-Öl verbilligt sich um 1,59 Prozent auf 46,37 US-Dollar. Die schwächelnde Wirtschaft in China belastet. Zudem ist die Ölförderung der Opec-Staaten im Juli um 140.000 auf 32,01 Millionen Barrel pro Tag gestiegen. Das ist der höchste Wert seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1997.