• EZB-Sitzung im Blick
    • Deutschland: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 20
    • Mehrwertsteuereffekt drückt Umsatz im Bauhauptgewerbe
    • G7-Staaten: Großkonzerne verfehlen 1,5-Grad-Ziel
    • Russische Justiz verbietet Nawalny-Organisationen

    • Deutsche Bank durch Gebührenurteil belastet
    • Aixtron erhöht erneut Prognose
    • GameStop verringert Verluste
    • windeln.de: Bafin rät zur Vorsicht

    Markt

    • Nach den mit Spannung erwarteten Inflationsdaten aus den USA und dem geldpolitischen Entscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt weiter zurückgehalten. Der DAX beendete den Xetra-Handel praktisch unverändert mit einem Minus von 0,06 Prozent bei 15.571,22 Punkten. Die Inflation in den USA stieg im Mai stärker als von Ökonomen erwartet. Auch wenn teilweise temporäre Faktoren hier eine Rolle spielten, dürfte die Diskussion um Inflation und Straffung der Geldpolitik neue Nahrung erhalten, kommentierte die Helaba die Zahlen. Die EZB hat derweil eine Straffung ihrer Geldpolitik, wie von einigen Marktteilnehmern angesichts steigender Inflation befürchtet worden war, nicht vorgenommen.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Der US-Impfstoffentwickler Moderna hat in den USA eine Notfallzulassung seines Corona-Impfstoffes für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragt. Man habe die nötigen Unterlagen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht, teilte Moderna am Donnerstag mit.
    • Dem Sportwagenbauer Porsche muss im Zusammenhang mit möglichen Manipulationen an der Hard- und Software bestimmter älterer Fahrzeugmodelle womöglich tausende Autos zurückrufen. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat nach dpa-Informationen inzwischen ein formelles Anhörungsverfahren gegen den Hersteller eingeleitet. Das KBA und auch Porsche bestätigten jeweils, dass ein Verfahren laufe, beide Seiten äußerten sich aber nicht zu Details. Im Ergebnis könnte letztlich ein Rückruf der betroffenen Fahrzeuge angeordnet werden. KBA-Untersuchungen wegen mutmaßlich falscher Verbrauchswertangaben bei bestimmten Porsche-Fahrzeugen laufen dem Vernehmen nach bereits seit Monaten.
    • United Airlines verhandelt mit Boeing über den Kauf von mindestens 100 Mittelstreckenjets vom Typ 737 Max. Die Airline schaue sich moderne, verbrauchsärmere Flugzeugtypen an, mit denen sie ihre Flotte erneuern könne, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Boeing könnte in diesem Zuge eine Bestellung über 150 Exemplare der 737 Max erhalten. Boeing und United Airlines wollten die Gespräche nicht bestätigen. Schon im März hatte die Gesellschaft den Kauf von 25 Exemplaren der 737 Max vereinbart.
    • Das Einrichtungsunternehmen RH (ehemals Restoration Hardware) meldete einen überraschend starken Quartalsgewinn von 4,89 Dollar je Aktie (Konsensschätzung 4,10 USD) und auch einen besser als erwarteten Umsatz und hob seinen Ausblick für das Gesamtjahr an.
    • Signet Jewelers hat mit einem Quartalsgewinn von 2,23 Dollar je Aktie die Konsensschätzung von 1,27 Dollar deutlich übertroffen. Der Umsatz des Schmuckhändlers hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Signet hob entsprechend seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an.
    • Der Videospielehändler GameStop hat seine Vorstandsriege erneuert und zwei ehemalige Amazon-Führungskräfte in Top-Positionen gehievt: Matt Furlong wurde zum CEO ernannt und Mike Recupero zum Chief Financial Officer berufen. Außerdem teilte das Unternehmen mit, es liefen derzeit Ermittlungen der US-Behörde SEC wegen der heftigen Kursschwankungen. Darüber hinaus kündigte GameStop an, das zuletzt nach oben katapultierte Kursniveau zur Ausgabe neuer Aktien zu nutzen. Verglichen mit dem Stand zum Jahreswechsel sind sie mittlerweile das Sechzehnfache wert.
    • Der Elektroautohersteller Tesla plant, sein neues Model S Plaid heute in seinem Werk in Fremont, Kalifornien, vorzustellen. Die High-End-Version des Model S wird knapp unter 120.000 Dollar kosten und kommt auf eine voraussichtliche Reichweite von 390 Meilen.
    • Der Babyausstatter windeln.de steht wieder im Blick. Die Bafin hat zu Vorsicht gemahnt. Nach Informationen der Finanzaufsicht wird derzeit in den sozialen Medien stark über die Aktien der windeln.de diskutiert. Allen Anlegern werde geraten, die in den sozialen Medien gemachten Angaben mit Hilfe anderer Quellen genau zu überprüfen. Häufig dienten Chat-Gruppen in sozialen Netzwerken lediglich dazu, Anleger zum Kauf von bestimmten Aktien zu verleiten, damit die Absender von steigenden Kursen dieser Aktien profitierten. Die Aktien haben einen wilden Ritt hinter sich. Binnen Tagen waren sie um mehrere Hundert Prozent nach oben geschossen, ähnlich wie bei anderen sog. Meme-Aktien, wie die des US-Videospielehändlers GameStop. Dahinter stecken Kleinanleger, die sich in Internet-Foren gegenseitig zu Käufen animieren. Heute kommen die Papiere von Windeln.de allerdings stark unter die Räder.
    • Die Deutsche Bank erwartet nach einem BGH-Urteil zu Gebührenänderungen eine Belastung in diesem Jahr in dreistelliger Millionenhöhe. Der Bundesgerichtshof hatte entschieden, dass Banken bei Änderungen von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) die Zustimmung ihrer Kunden einholen müssen. Die Bank werde wegen der Entscheidung gegen die konzerneigene Postbank im zweiten Quartal voraussichtlich 100 Mio. Euro zurückstellen, sagte Finanzvorstand James von Moltke bei einer Konferenz. Zudem dürften die Erträge des Konzerns infolge des Urteils im zweiten und dritten Quartal um etwa 100 Mio. Euro niedriger ausfallen.
    • Der Sportartikelhersteller Adidas steigt bei der finnischen Recycling-Textilfirma Spinnova ein. Diese arbeitet an Textilfasern aus Holz bzw. aus Abfall wie Leder, Altkleidern und Stroh. Ein erstes Werk soll im kommenden Jahr in Betrieb gehen. Dass Adidas hier einsteigt, ist ein Signal in Richtung Umwelt und Nachhaltigkeit. Der Konzern stimmt zu, beim anstehenden Spinnova-Börsengang drei Millionen Euro beizusteuern und zu einem der Anker-Investoren zu werden, wie Spinnova mitteilte. Adidas sichert sich damit Zugang zu den Produkten der Finnen.
    • Die E-Zigarettenbranche will vor Gericht ziehen und verhindern, dass ihre Produkte deutlich höher besteuert werden als bisher. Wegen der Tabaksteuerreform werde man Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht einreichen, sagte der Vorsitzende des Bündnisses für tabakfreien Genuss, Dustin Dahlmann, der dpa. Derzeit fällt auf die Flüssigkeiten für die Verdampfer nur Mehrwertsteuer an. Zusätzlich zur Mehrwertsteuer soll ab nächstem Jahr auch Tabaksteuer fällig werden. Am Mittwoch hatte ein Bundestagsausschuss einer entsprechenden Gesetzesänderung zugestimmt.
    • Das Softwareunternehmen SAP hat wegen Unstimmigkeiten im Konzernbetriebsrat interne Recherchen eingeleitet. „Wir führen derzeit interne Untersuchungen zu möglichen Unregelmäßigkeiten durch, die im Zusammenhang mit einem Mitglied des Betriebsrats der SAP SE stehen." Nähere Angaben zur betroffenen Person wurden mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht gemacht. Nach Angaben von Türker Baloglu von der IG Metall in Heidelberg wurde der Vorsitzende des SAP-Konzernbetriebsrat in Deutschland von seinem Posten abberufen, weil ihm das Misstrauen ausgesprochen worden war. Hintergrund des Misstrauensvotum der Betriebsräte ist den Berichten zufolge ein gerichtlicher Streit um eine mögliche Beeinflussung der SAP-Aufsichtsratswahl im Jahr 2012.
    • Ermittler der Finanzpolizei in Genua ermitteln wegen Steuerhinterziehung in große Stil gegen einen der größten Anbieter von Online-Reisebuchungen. Wie die Polizei dpa am Donnerstag bestätigte, handelt es sich um das in den Niederlanden ansässige Unternehmen Booking.com. Der Mitteilung zufolge wird der Firma vorgeworfen, in den Jahren zwischen 2013 und 2019 Mehrwertsteuern in Höhe von mehr als 150 Mio. Euro hinterzogen zu haben.
    • Der Videospielehändler GameStop hat in seinem ersten Geschäftsquartal je Aktie einen Verlust von 0,45 Dollar geschrieben. Vor Jahresfrist lag das Defizit allerdings bei minus 1,61 Dollar je Anteilsschein. Analysten hatten zuvor ein EPS von -0,698 Dollar erwartet. Insgesamt sank der Verlust von 165,7 Mio. im Vorjahreszeitraum auf 66,8 Mio. Dollar. Der Umsatz kletterte ebenfalls höher als erwartet von zuvor 1,02 auf 1,28 Mrd. Dollar.
    • Die größten Unternehmen der G7-Staaten sind weit davon entfernt, mit ihren derzeitigen Klimazielen zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels beizutragen. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Science Based Targets Initiative und des Carbon Disclosure Projects (CDP).
    • Der LED- und Chipindustrieausrüster Aixtron erwartet für das zweite Quartal Auftragseingänge „auf dem hohen Niveau" des ersten Jahresviertels, wie die Firma am Mittwoch mitteilte. Auch für den Rest des Jahres sei mit einer starken Kundennachfrage zu rechnen, der Auftragseingang dürfte in einer Bandbreite von 420 bis 460 Mio. Euro liegen. Zuvor hatte Aixtron noch das obere Ende der Spanne von 340 bis 380 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Dabei soll ein Umsatz zwischen 400 bis 440 Mio. Euro herauskommen, die Marge soll bei 20 bis 22 Prozent liegen (zuvor: 18 %).

    Konjunktur & Politik

    • Möglicherweise ist die Hälfte der ausgezahlten US-Pandemie-Hilfen für Arbeitnehmer von kriminellen Syndikaten gestohlen und außer Landes gebracht worden, wie die News-Website Axios berichtet. Laut Schätzungen könnte der gigantische Betrug ein Volumen von bis zu 400 Milliarden Dollar haben und wird angeblich mittlerweile im Dark-Net als Service vermarktet.
    • Die Welle von Kritik an dem Management von Gesundheitsminister Jens Spahn in der Corona-Krise reißt nicht ab. Der Bundesrechnungshof hat nun dem Gesundheitsministerium überhöhte Erstattungspreise bei der Verteilung von Corona-Schutzmasken im Winter vorgeworfen. Bei der Erstattung der Masken für Menschen ab 60 oder mit Vorerkrankungen habe es „eine deutliche Überkompensation" zugunsten der Apotheken gegeben, so der Rechnungshof in einem neuen Bericht.
    • Der Industrieverband BDI sorgt sich vor dem Hintergrund starker Verspätungen in der weltweiten Containerschifffahrt um den Aufschwung. „Es muss unbedingt vermieden werden, durch künstliche Engpässe der Transportkapazitäten in den maritimen Lieferketten den Hochlauf der Industrie ins Stottern zu bringen", heißt es in einem Brief an die Bundesregierung. „Die seeverladende Industrie leidet seit langem unter einer rapiden Verschlechterung der Zuverlässigkeit und Qualität der Transportdienstleistungen im Container-Seeverkehr, insbesondere auf den Strecken zwischen Asien, Nordamerika und Europa."
    • Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen und der globalen Konjunkturerholung mehr Wachstum und geht nun für dieses Jahr von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 4,6 Prozent aus, wie EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte. Im März hatten die Währungshüter noch ein Wachstum von 4,0 Prozent vorhergesagt. 2022 wird die Wirtschaft nach der neuesten Vorhersage der EZB vom Donnerstag um 4,7 Prozent zulegen (März-Prognose: 4,1 Prozent). Die Teuerung dürfte in diesem Jahr bei 1,9 Prozent liegen. Im März war die Notenbank von einem Anstieg von 1,5 Prozent ausgegangen. Für 2022 rechnen die Währungshüter mit einer jährlichen Preissteigerung von 1,5 Prozent (1,2 Prozent).
    • Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 5. Juni um 9.000 auf 376.000 abgenommen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 370.000 erwartet. Für die Vorwoche wurde der Wert mit 385.000 bestätigt.
    • Die Realeinkommen in den USA sind im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent gesunken, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Das durchschnittliche Wocheneinkommen betrug im Mai saison- und inflationsbereinigt 394,16 US-Dollar nach 394,74 Dollar im Vormonat.
    • US-Präsident Joe Biden hat zum Auftakt seiner Europareise zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen. Man befinde sich an einem Wendepunkt der Weltgeschichte, sagte Biden auf dem Luftwaffenstützpunkt Mildenhall in Ostengland. Diejenigen, die glaubten, das Zeitalter der Demokratie sei vorbei, müssten in Misskredit gebracht werden. Es ist die erste Auslandreise Bidens seit seinem Amtsantritt im Januar.
    • Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert nach der Bundestagswahl wirtschaftspolitische Reformen. „Deutschland muss das Potenzial an Erwerbspersonen besser ausschöpfen, die Zuwanderung von Fachkräften stärken und Chancengerechtigkeit und Wachstumsaussichten durch bildungspolitische Reformen verbessern“, sagte der Ökonom auf der Jahresversammlung des Wirtschaftsforschungsinstituts in München. „Auch muss die Digitalisierung verstärkt werden, vor allem in der öffentlichen Verwaltung.“ In der Steuer- und Finanzpolitik müssten die Bedingungen für private Investitionen verbessert und öffentliche Investitionen gefördert werden, so Fuest.
    • Die US-Verbraucherpreise sind im Mai stark gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Verbraucherpreise um 5,0 Prozent, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Das ist die höchste Rate seit August 2008. Analysten hatten mit einem Anstieg um lediglich 4,6 Prozent gerechnet. Die Kerninflation ohne oftmals schwankende wie Energie und Lebensmittelpreise betrug verglichen mit dem Vorjahresmonat 3,8 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat steigen die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent.
    • Trotz der aufgehellten Wirtschaftsaussichten behält die Europäische Notenbank ihre Krisenpolitik bei. Sowohl das milliardenschwere Notkaufprogramm zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie als auch die Zinsen im Euroraum bleiben unverändert. Das entschied der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Die EZB hat in der Corona-Pandemie ein besonders flexibles Notkaufprogramm für Staatsanleihen und Wertpapiere von Unternehmen (Pandemic Emergency Purchase Programme/PEPP) aufgelegt. Das Programm mit einem Volumen von inzwischen 1,85 Billionen Euro läuft bis mindestens Ende März 2022. Dabei soll das im zweiten Quartal erhöhte Ankauftempo vorerst beibehalten werden.
    • Die Banque de France und die Schweizerische Nationalbank SNB testen erstmals in Europa grenzüberschreitende Zahlungen mit Hilfe von Digitalwährungen. In einem Pilotprojekt sollen Kreditgeschäfte zwischen Geschäftsbanken mittels digitalem Zentralbankgeld abgewickelt werden, wie die beiden Notenbanken mitteilten. Auf Schweizer Seite werden die Großbanken UBS und Credit Suisse mitwirken und in Frankreich die Investmentbank Natixis. „Die Banque de France ist von den potenziellen Vorteilen einer digitalen Zentralbankwährung überzeugt, die ein Höchstmass an Sicherheit und Effizienz bei Finanztransaktionen bietet, und hat im vergangenen Jahr ein experimentelles Programm gestartet, um in diesem Bereich Fortschritte zu erzielen", erklärte Sylvie Goulard, stellvertretende Gouverneurin der Banque de France.
    • Die ehemalige Bundesfamilienministerin Franziska Giffey verliert ihren Doktortitel. Das teilte die Freie Universität Berlin mit. Das Hochschulpräsidium habe einstimmig beschlossen, der Politikerin den Doktorgrad zu entziehen, hieß es. Der Titel sei durch Täuschung über die Eigenständigkeit ihrer wissenschaftlichen Leistung erworben worden.
    • Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat vor einer weiteren Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Europa gewarnt. WHO-Regionaldirektor Hans Kluge sagte, möglicherweise seien nicht alle Impfstoffe gegen diese Mutante wirksam. Er verwies auch darauf, dass ein Teil der gefährdeten Bevölkerung immer noch ungeschützt sei, besonders Menschen im Alter von über 60 Jahren.
    • Die französische Industrie hat ihre Produktion im April um 0,1 Prozent gesenkt, wie das Statistikamt Insee mitteilte. Analysten hatten einen Zuwachs um 0,6 Prozent erwartet. Gegenüber dem schwachen Vorjahresmonat stieg die Gesamtproduktion dagegen um 43,9 Prozent an.
    • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) per Donnerstagmorgen binnen 24 Stunden 3.187 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4.640 Neu-Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 19,3 an. Am Vortag hatte sie bei 20,8, in der Vorwoche bei 34,1 gelegen.
    • Das weltweite private Finanzvermögen (unter anderem Bargeld, Kontoguthaben, Aktien, Sachwerte wie Gold) stieg im Corona-Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um gut 8 Prozent auf den Rekordwert von 250 Bio. Dollar, wie aus einer Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervorgeht. Dazu trugen steigende Börsenkurse und höhere Ersparnisse bei. Das Gesamtvermögen abzüglich Schulden belief sich auf 431 Bio. Dollar. In Deutschland stieg das private Finanzvermögen den weiteren Angaben zufolge um rund sechs Prozent auf rund 9 Bio. Dollar.
    • Die Europäische Zentralbank (EZB) berät am heutigen Donnerstag über ihre weitere Geldpolitik. Im Mittelpunkt steht das Tempo der Anleihekäufe. Die EZB hatte dieses zuletzt erhöht, um einem Anstieg der Anleiherenditen entgegenzuwirken. Jetzt muss sie entscheiden, wie es in den nächsten Monaten weitergehen soll.
    • Im ersten Quartal dieses Jahres haben die deutschen Amtsgerichte 3.762 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes19,7 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegelte sich somit laut Bundesamt noch nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider.
    • Der Umsatz im Bauhauptgewerbe in Deutschland ist im vergangenen März um 0,4 Prozent gegenüber März 2020 gesunken, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe lag in den ersten drei Monaten 2021 mit minus 9,4 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf einem niedrigeren Niveau. Dies ist laut Bundesamt auf das Wiederanheben der Mehrwertsteuersätze zum 1. Januar 2021 zurückzuführen: Größere Schlussrechnungen wurden bereits im Dezember 2020 gestellt und nicht wie sonst üblich im Januar und Februar. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich in den ersten drei Monaten 2021 um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
    • Die russische Justiz hat mehrere Organisationen des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny endgültig verboten. Unter anderem die Anti-Korruptions-Stiftung FBK und die Regionalstäbe des Oppositionellen sei als extremistisch eingestuft worden, teilte das Moskauer Gericht mit. Diese dürfen nun nicht mehr bei Wahlen antreten.

    Dividendenabschläge

    • DWS (€1,81 je Aktie)
    • Jenoptik (€0,25 je Aktie)
    • Gerresheimer (€1,25 je Aktie)
    • CEWE (€2,30 je Aktie)
    • Instone (€0,26 je Aktie)

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