Energie: Die Ölpreise haben sich stabilisiert. Brent handelt wenig verändert bei 58,5 USD je Barrel. WTI verringerte den Preisabstand zu Brent auf weniger als 4 USD, obwohl die US-Energiebehörde in einem gestern Abend veröffentlichten Bericht einen Anstieg der US-Schieferölproduktion im...

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Energie: Die Ölpreise haben sich stabilisiert. Brent handelt wenig verändert bei 58,5 USD je Barrel. WTI verringerte den Preisabstand zu Brent auf weniger als 4 USD, obwohl die US-Energiebehörde in einem gestern Abend veröffentlichten Bericht einen Anstieg der US-Schieferölproduktion im September um 85 Tsd. auf 8,77 Mio. Barrel pro Tag prognostiziert. Der Anstieg wäre damit wieder etwas stärker als in den Monaten zuvor, aber noch immer deutlich geringer als vor einem Jahr. Damals legte die Schieferölproduktion noch um fast 250 Tsd. Barrel pro Tag zu. Noch eine weitere Sache fällt auf. Das Wachstum der Schieferölproduktion beschränkt sich nur noch auf das mit Abstand größte Vorkommen Permian Basin. In anderen Vorkommen steigt sie dagegen kaum noch (Bakken, Niobrara) oder ist sogar bereits rückläufig (Eagle Ford). Das Permian Basin stellt mit 4,42 Mio. Barrel pro Tag inzwischen mehr als die Hälfte der gesamten US-Schieferölproduktion. Die Schieferölproduzenten konzentrieren sich also auf die profitabelsten Quellen, was die Abkopplung der Produktion von der rückläufigen Bohraktivität erklärt. Auf das Jahr hochgerechnet bedeutet das Produktionswachstum im September einen Anstieg um ca. 1 Mio. Barrel pro Tag, was in etwa dem von der EIA im nächsten Jahr erwarteten Anstieg der US-Rohölproduktion entspricht. Heute veröffentlicht die OPEC als letzte der drei großen Energieagenturen ihren Monatsbericht. Sie dürfte darin bestätigen, dass der globale Ölmarkt bei aktueller OPEC-Produktion im zweiten Halbjahr unterversorgt ist, im ersten Halbjahr 2020 allerdings ein erneutes Überangebot droht. Saudi-Arabien dürfte seine Produktion im Juli weiter eingeschränkt haben.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Der Goldpreis steigt am Morgen auf ein neues 6-Jahreshoch von 1.525 USD je Feinunze. Silber legt im Schlepptau auf 17,4 USD je Feinunze zu, was einem 18-Monatshoch entspricht. Die Nachrichtenlage lässt die Anleger weiter Zuflucht in den sicheren Hafen Gold suchen. Erkennbar ist dies an anhaltend kräftigen ETF-Zuflüssen. Allein gestern waren es 8 Tonnen, seit Quartalsbeginn bereits mehr als 100 Tonnen. In den USA sind die Anleiherenditen erneut kräftig gesunken. Die 10-Jahresrendite liegt nur noch bei gut 1,6 %. Die Zinsstrukturkurve in den USA ist mittlerweile so flach wie zuletzt im Jahr 2007, also kurz vor der großen Finanzkrise, was Nervosität unter den Marktteilnehmern schürt und Zinssenkungsspekulationen nährt. Die Fed Fund Futures preisen mittlerweile einen US-Leitzins von 1,5 % bis Ende 2019 und von ca. 1 % bis Ende 2020 ein. Auch weltweit befinden sich die Renditen im Sinkflug. Das globale Volumen von Anleihen mit einer negativen Verzinsung beträgt inzwischen 15,6 Bio. USD. Das entspricht fast dem Volumen der am Markt handelbaren US-Staatsanleihen, wobei die USA im Gegensatz zu Europa und Japan keine Staatsanleihen mit negativer Verzinsung aufweisen. Daneben gibt es aktuell zahlreiche politische Krisenherde, die die Nachfrage nach Gold steigen lassen. Zu nennen ist Argentinien, wo Währung, Anleihen und Aktienmarkt nach dem Sieg der Peronisten bei einer Vorwahl für das Präsidentenamt abgestürzt sind. Es bestehen Sorgen vor einer möglichen Ansteckung anderer Schwellenländer. Auch die anhaltenden Proteste in Hongkong und die Regierungskrise in Italien sorgen für Verunsicherung. Alles in allem spricht somit vieles für eine Fortsetzung der Preisrally bei Gold, wovon auch Silber profitieren sollte.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold-Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold-Future Faktor: -10
CU0E6W Long Silver-Future Faktor: 5
CJ7RLV Short Silver-Future Faktor: -5

Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Industriemetalle: Mit dem Nickelpreis geht es weiter hin und her: Er hat gestern Mittag in einem Schwung sämtliche Verluste aufgeholt, nachdem es neue Meldungen aus Indonesien bezüglich des geplanten Exportverbots von unbehandelten Erzen gab. Laut Aussagen des Ministers für die Koordinierung maritimer Angelegenheiten, dem das Ministerium für Energie und Bergbau untergeordnet ist, sei es kein Problem, das Exportverbot zu beschleunigen. Die mittlerweile nahezu täglich wechselnden Aussagen verschiedener Regierungsvertreter in Indonesien sprechen nicht für eine koordinierte Vorgehensweise in der Regierung. Verlässliche Informationen, wann das Exportverbot greifen soll, sind so nicht zu erhalten. Das letzte Wort in dieser Angelegenheit hat der indonesische Präsident Widodo. Der Nickelpreis jedenfalls wird weiter höchst volatil bleiben und wohl auf jede Nachricht aus Indonesien stark reagieren.

Der Zinnpreis ist gestern zeitweise auf 16.700 USD je Tonne gefallen und hat damit den tiefsten Stand seit über drei Jahren markiert. Von seinem Hoch Ende Februar hat Zinn mittlerweile 23 % bzw. rund 5.000 USD verloren. Seit Jahresbeginn weist es unter den Industriemetallen die schwächste Preisentwicklung auf. Dass Indonesien im Juli deutlich weniger Zinn exportiert hat – die Ausfuhren sind im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel auf 4,4 Tsd. Tonnen gefallen – hat den Preisverfall bislang nicht aufhalten können. Die geringen Exporte könnten jedoch schon ein Anzeichen sein, dass Indonesien aktiv Angebot zurückhält, um die Preise zu stützen. Bei Preisen unter 17.000 USD dürften einige indonesische Zinnproduzenten nicht mehr profitabel sein. Wir gehen davon aus, dass sich der Zinnpreis bald stabilisiert.

Rechtline Hinweise: Bitte beachten Sie die weiteren rechtlichen Hinweise hier!

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