• Philly-Fed-Index enttäuscht im Mai
  • Türkei: Zentralbank dreht erneut an der Zinsschraube
  • Markit: Eurozone-Talfahrt schwächt sich im Mai ab
  • Japans Exporte brechen ein
  • Fed bekräftigt Kriseneinsatz
  • Spanien: Corona-Notstand verlängert
  • Macy's erwartet Milliardenverlust
  • Staat rettet Lufthansa
  • Aroundtown streicht Dividende
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DAX

  • Nach den kräftigen Aufschlägen der vergangenen Tage haben Anleger am deutschen Aktienmarkt im heutigen Feiertagshandel an Christi Himmelfahrt Gewinne mitgenommen, was dazu führte, dass der DAX am Ende des Tages mit einem Abschlag von 1,41 Prozent auf 11.065,93 Punkte knapp über seinem Tagestief aus dem Handel ging, nachdem er gestern noch das höchste Niveau seit Ende April erreichte. Besser als erwartet ausgefallene Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone stützten am Vormittag nur kurz. Die Coronakrise hat die Privatwirtschaft auch in diesem Monat zwar fest im Griff, aber immerhin scheint der Tiefpunkt wohl hinter uns zu liegen, wie das IHS Markit-Institut kommentierte. Allerdings bleibt das Stimmungsbarometer damit weiter deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Gegen den schwächeren Trend legt die Lufthansa-Aktie heute zu. Auch wenn an eine Dividende für die Lufthansa-Aktionäre lange Zeit nicht zu denken ist, sind die Anleger erleichtert, dass das staatliche Rettungspaket offenbar kurz vor dem Abschluss steht.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Die Smartphone-Schnittstellen von Google und Apple für Corona-Warn-Apps sind jetzt verfügbar. Pro Land soll nur eine App auf die Schnittstellen zugreifen können. Die Corona-Apps sollen helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen, wenn die Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Sie sollen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind.
  • Tesla hat die Klage gegen die Ausgehbeschränkungen in der Corona-Krise am Standort seines Stammwerks in Kalifornien zurückgezogen. Der Richter stellte das Verfahren daraufhin ein. Tesla hatte den Bezirk Alameda County vor zehn Tagen verklagt, weil die Vorschriften zur Coronavirus-Eindämmung aus Sicht des Unternehmens die Wiederaufnahme der Produktion ungerechtfertigterweise verhinderten.
  • Der Impfstoff steckt zwar noch in der Testphase, doch der für die Vermarktung und Produktion zuständige britische Pharmakonzern AstraZeneca kann dennoch schon einen Erfolg verbuchen. So hat sich das Unternehmen mit den USA einen weiteren Großabnehmer gesichert. Für die Weiterentwicklung, Produktion und Lieferung sagte die für biomedizinische Forschung und Entwicklung zuständige US-Behörde BARDA dem Pharmakonzern mehr als 1 Mrd. Dollar zu, wie AstraZeneca mitteilte.
  • Expedia geht infolge einer Erholung der Nachfrage im Mai von einem geringeren Verlust im zweiten Quartal als erwartet aus. Im ersten Quartal fielen die Bruttobuchungen um 39,2 Prozent auf 17,89 Mrd. Dollar. Der Nettoverlust belief sich auf 1,3 Mrd. Dollar nach 103 Mio. Dollar ein Jahr zuvor.
  • Laut einem vorläufigen Bericht für das ersten Quartal erwartet der Einzelhändler Macy’s einen Umsatz von 3 bis 3,03 Mrd. Dollar (Konsens: 3,3 Mrd. Dollar). Macy’s prognostiziert zudem einen größeren Verlust als erwartet. Der Betriebsverlust werde zwischen 905 Mio. und 1,1 Mrd. Dollar liegen. Bis Ende Juni sollen die meisten Geschäfte wieder offen sein.
  • Die Elektrokette Best Buy verdiente im 1ersten Quartal 67 Cent je Aktie und lag damit deutlich über den Konsensprognosen von 44 Cent je Aktie. Der vergleichbare Filialabsatz fiel nur um 5,3 Prozent, befürchtet worden war hier ein Rückgang von 10 Prozent.
  • Der Lebensmittelhersteller Hormel Foods blieb mit einem Quartalsgewinn von 42 Cent je Aktie nur hauchdünn hinter den Prognosen der Wall Street zurück. Die Erlöse lagen leicht über den Prognosen mit einem organischen Nettoumsatzwachstum von 6 %. Hormel zog unter Hinweis auf virusbedingte Unsicherheit seinen Jahresausblick zurück.
  • Der Sportartikelerhersteller Under Armour plant den Verkauf von wandelbaren Schuldverschreibungen im Wert von 400 Mio. Dollar, wie aus einem Antrag der Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission hervorgeht. Der Verkauf wird von den Marktbedingungen und anderen Faktoren abhängen.
  • Der Hersteller medizinischer Geräte, Medtronic, meldete einen Quartalsgewinn von 58 Cent je Aktie, während Analysten ein EPS von im Schnitt 68 Cent erwartet hatten. Auch die Umsätze blieben hinter den Prognosen zurück. Medtronic berief sich auf eine Verzögerung bei elektiven Operationen aufgrund des Ausbruchs von Covid-19 und setzt aufgrund der anhaltenden Unsicherheit seine Prognosen aus. Das Unternehmen kündigte außerdem eine Erhöhung der Quartalsdividende um 4 Cent auf 58 Cent je Aktie an.
  • Der Kreuzfahrtanbieter Royal Caribbean rechnet wegen der Stornierungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie auch im laufenden zweiten Quartal mit einem Verlust. Im ersten Quartal stand ein Fehlbetrag von 1,44 Mrd. Dollar nach einem Gewinn von knapp 250 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum in den Büchern.
  • Hacker haben sich den Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC) als Ziel ihrer Attacken ausgesucht. Unbefugte hätten sich Patientendaten aus einigen Dialysezentren des Konzerns in Serbien zugänglich gemacht und diese veröffentlicht, teilte FMC mit. Man gehe davon aus, dass ein Zusammenhang mit dem IT-Vorfall vor einigen Wochen besteht, der Teile der IT-Systeme von Fresenius betroffen hatte.
  • Die Fluggesellschaft Air France-KLM stoppt wegen der Corona-Krise den Betrieb ihrer A380-Flotte. Die Flotte werde nicht wieder fliegen, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch. Air France-KLM hat insgesamt neun A380-Jets in seiner Flotte. Die Ausmusterung war ursprünglich für 2022 vorgesehen.
  • Der US-Kreditkartenanbieter Mastercard bietet seinen Mitarbeitern an, erst mit der Verfügbarkeit eines Covid-19-Impfstoffs an ihre Arbeitsplätze im Büro zurückzukehren. Der Zahlungsdienstleister schloss sich damit anderen Technologie- und Finanzunternehmen an, die erklärt hatten, in absehbarer Zukunft keine umfassende Back-to-the-Office-Initiativen umzusetzen.
  • Die Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der Lufthansa über ein milliardenschweres Rettungspaket sind kurz vor dem Abschluss. Die Lufthansa teilte in einer Pflichtmitteilung mit, dass es „fortgeschrittene Gespräche“ für ein Stabilisierungspaket gebe. Es soll sich um zu bis 9 Mrd. Euro handeln. Über eine Kapitalerhöhung sei über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes eine Beteiligung an der Lufthansa in Höhe von 20 Prozent geplant zum Nominalwert von 2,56 Euro je Aktie, hieß es. Damit hätte der Bund keine Sperrminorität, die erst ab einer Beteiligung von 25 Prozent greift.
  • Der italienische Versicherer Generali hat im ersten Quartal einen Überschuss von 113 Mio. Euro erzielt. Das ist deutlich weniger als ein Jahr zuvor mit 744 Mio. Euro. Abschreibungen in Folge der Verwerfungen an den Finanzmärkten im Zuge der Corona-Pandemie wirkten sich massiv negativ aus. Der operative Gewinn konnte hingegen um 7,6 Prozent auf rund 1,45 Mrd. Euro gesteigert werden.
  • In den USA sind zwei Männer festgenommen worden, die dem früheren Automanager Carlos Ghosn zur Flucht aus Japan verholfen haben sollen. Die 27 und 59 Jahre alten Männer seien am Mittwoch in Harvard im US-Bundesstaat Massachusetts wegen Fluchtgefahr zum Zwecke der Auslieferung nach Japan vorläufig festgenommen worden, erklärte die Sprecherin des Justizministeriums, Nicole Navas, auf Anfrage.
  • Der britische Billigflieger Easyjet will vom 15. Juni an wieder Flüge anbieten, zunächst hauptsächlich Strecken innerhalb Großbritanniens, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Easyjet-Chef Johan Lundgren sprach von „kleinen, vorsichtig geplanten Schritten". Die Airline kündigte zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wegen der Corona-Krise an.
  • Der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown streicht angesichts der Corona-Pandemie seine Dividende. Ein entsprechender Vorschlag solle der Hauptversammlung am 24. Juni gemacht werden, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Im Gegenzug wird ein Aktienrückkaufprogramm angeboten.
  • Der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck hat im Geschäftsjahr 2019/20 angesichts einer Investitionszurückhaltung der Kunden sowie der Covid-19-Pandemie nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbucht. Der Umsatz sank im Gesamtjahr nach vorläufigen Zahlen um sechs Prozent auf 2,349 Mrd. Euro, während der operative Gewinn (EBITDA) ohne Restrukturierungsergebnis von 180 auf 102 Mio. Euro abnahm. Unter dem Strich nahm das Ergebnis von 21 Mio. Euro im Vorjahr auf -343 Mio. Euro ab. Die endgültigen Zahlen werden am 9. Juni veröffentlicht.
  • Der japanische Feinchemikalienhändler Dic ist am Pigmentgeschäft von BASF interessiert. Nun prüft die japanische Wettbewerbsbehörde JFTC das Geschäft aus kartellrechtlichen Gründen. Die Behörde habe von Dic weitere Informationen angefordert, teilte die JFTC mit. Auch Drittparteien soll die Möglichkeit gegeben werden, zu möglichen wettbewerbsrechtlichen Problemen Stellung zu beziehen.

Konjunktur & Politik

  • Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft der USA stieg im Mai auf 36,4 Punkte von 27,0 Zähler im Vormonat. Unterhalb von 50 Punkten signalisiert das Barometer weiterhin eine schrumpfende Wirtschaft. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes erhöhte sich auf 39,8 von 36,1 Punkten im Vormonat. Der Index für den Servicesektor legte auf 36,9 von 26,7 Punkten zu.
  • In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im April im Vergleich zum Vormonat um 17,8 Prozent gesunken, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors am Donnerstag mitteilte. Dies ist der stärkste Rückgang seit 2010. Analysten hatten im Schnitt aber einen stärkeren Rückgang erwartet.
  • Die Zahl der Arbeitslosen in den USA steigt weiter. In der Woche bis zum 16. Mai haben mehr als 2,4 Mio. Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. In der Vorwoche hatte es knapp 3 Mio. Neuanträge gegeben.
  • Die Geschäftsstimmung in der Region Philadelphia hat sich im Mai verbessert. Der Indikator der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) stieg um 13,5 auf minus 43,1 Zähler. Volkswirte hatten einen etwas stärkeren Anstieg erwartet. Im April war der Indikator auf den niedrigsten Stand seit Juli 1980 gefallen.
  • Das Weiße Haus hat eine breit angelegte Kritik an der Wirtschafts- und Militärpolitik Pekings veröffentlicht, die viele Fragen offen lässt. Die Verschlechterung der Beziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt vor dem Beginn der jährlichen Parlamentssitzung Chinas am Freitag lässt Beobachter befürchten, dass die Fortschritte, die zur Unterzeichnung des Phase-I-Handelsabkommens geführt haben, zunichte gemacht werden.
  • Laut US-Außenminister Mike Pompeo hat die „chinesische Führung in Peking dafür gesorgt, dass frühe Virusproben vernichtet wurden und Diskussionen über die Corona-Krise weiterhin zensiert werden“. Die Fehler der Kommunistischen Partei Chinas hätten zu einer weltweiten Pest geführt, die 90.000 Amerikaner das Leben, 36 Mio. den Job und das Land 9 Bio. Dollar kostet.
  • Die türkische Zentralbank hat erneut an der Zinsschraube gedreht. Der Leitzins werde um 0,50 auf 8,25 Prozent reduziert, teilte die Notenbank am Donnerstag mit. Es ist die neunte Zinssenkung innerhalb eines Jahres. Die Notenbank will mit niedrigeren Zinsen die Wirtschaft ankurbeln. Die Währung wird durch Zinssenkungen allerdings geschwächt. Die türkische Lira war Anfang Mai zum US-Dollar auf ein Rekordtief gefallen. Auch heute gibt die Türkei-Währung in Reaktion auf den Zinsschritt nach.
  • Trotz Corona sterben in Deutschland derzeit ähnlich viele Menschen wie auch sonst zu dieser Jahreszeit. Das zeigt eine ifo-Berechnung auf Grund von Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Die Forscher der ifo-Niederlassung Dresden ermittelten dazu die Sterbewahrscheinlichkeiten unter Beachtung zufallsbedingter Schwankungen. „Selbst die im April zu beobachtenden leichten Abweichungen der Sterbefallzahlen nach oben liegen innerhalb der Bandbreite, die sich durch Zufallseinflüsse erklären lässt“, sagt Anna Kremer von der Niederlassung Dresden des ifo Instituts. Das ifo berücksichtigte neben der Jahreszeit die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung. „Auch in den besonders gefährdeten höheren Altersgruppen ist bislang keine höhere Sterblichkeit festzustellen; die Zahlen bewegen sich im Bereich statistischer Unschärfe“, sagt Kremer weiter.
  • In der Verfassung verankerte Verschuldungsregeln für den Staat wie die deutsche Schuldenbremse gehen mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum einher. Das zeigen die ifo-Forscher Klaus Gründer und Niklas Potrafke in einem neuen Forschungsaufsatz. „Für die Zeit nach der wirtschaftlichen Erholung stellt sich die Frage, wie die hohen Verschuldungsquoten wieder verringert werden können“, schreiben Gründler und Potrafke. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass in der Verfassung verankerte Verschuldungsregeln geeignete Instrumente sind, um langfristig tragfähige Staatsfinanzen mit positivem Wirtschaftswachstum zu vereinbaren“.
  • Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IW) rechnet laut „Wirtschaftswoche“ mit einer Konjunkturbelebung spätestens im Sommer. Im dritten Quartal könne das Wachstum bei überraschend kräftigen 10,7 Prozent verglichen zum Vorquartal liegen.
  • Japan hat den Corona-Notstand in zahlreichenm Landesteilen vorzeitig aufgehoben. Regierungschef Shinzo Abe erteilte am Freitag die Freigabe für die Präfekturen Osaka, Kyoto und Hyogo. Für den Großraum Tokio sowie die nördlichste Provinz Hokkaido gelte der Notstand zwar vorerst weiter, könnte aber möglicherweise am Montag ebenfalls aufgehoben werden, so Abe.
  • Laut Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore haben sich mittlerweile fünf Millionen Menschen nachweislich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Rund 328.000 Menschen sind den Daten zufolge nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus verstorben. Knapp jede dritte Infektion wurde in den USA nachgewiesen. Deutschland hatte nach diesen Daten rund 178.900 registrierte Infizierte und etwa 8.200 Todesfälle.
  • Die Talfahrt der Eurozone verlangsamte sich im Mai zwar, nachdem einige Restriktionen gelockert wurden. Dennoch steckte die Privatwirtschaft im Euroraum infolge der vielerorts aufrecht erhaltenen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie weiter in der tiefsten, jemals gemessenen Rezession. Der IHS Markit Flash Eurozone Composite Index Produktion stieg vom Rekordtief von 13,6 Punkten im Vormonat im Mai auf 30,5 Zähler und erreichte damit den höchsten Wert seit Februar. Die dritte Kontraktion in Folge fiel jedoch erneut stärker aus als jemals zuvor seit Beginn der Coronavirus-Pandemie. Während der globalen Finanzkrise war der Index im Februar 2009 lediglich auf 36,2 Punkte abgesackt. Der Anstieg des Composite-Flash-PMI signalisiert jedoch laut dem IHS Markit-Institut einen „spürbar verlangsamten Rückgang der Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Rekord-Tief im April“. Abgeschwächt haben sich sowohl der Produktionsrückgang in der Industrie als auch die Geschäftseinbußen im Servicesektor.
  • Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft in Deutschland – Industrie und Dienstleister zusammen – stieg im Mai von zuvor 17,4 Punkte auf 31,4 Zähler, wie das Institut IHS Markit mitteilte. Das ist allerdings immer noch der zweitniedrigste Wert seit Beginn der Datenerhebung 1998. Der Index blieb zudem hinter den Erwartungen zurück und er bleibt auch weit unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Der Weg zur Erholung bleibe steinig, kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson.
  • Wie das Institut IHS Markit mitteilte, stieg der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex für die britische Privatwirtschaft im Mai um 15,1 auf 28,9 Punkte. Im April war der Indikator noch auf ein historisches Tief von 13,8 Punkten gefallen. Der Unterindikator für den Dienstleistungssektor zog etwas deutlicher an als in der Industrie.
  • Die britische Notenbank BoE will im Kampf gegen die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auch negative Leitzinsen nicht prinzipiell ausschließen. BoE-Gouverneur Andrew Bailey sagte am Mittwoch im britischen Parlament während einer Anhörung, bestimmte Schritte grundsätzlich auszuschließen, wäre töricht. Das bedeute andererseits aber auch nicht, dass bestimmte Schritte verstärkt in Erwägung gezogen würden.
  • Die britische Regierung hat neue Kontrollen in Nordirland auf bestimmte Waren aus anderen Teilen des Vereinigten Königreichs offiziell bestätigt. Dies gilt für Tiere und Lebensmittel vom kommenden Januar an. Der Schritt sei nötig, um die irische Insel frei von Krankheiten zu halten, die ansonsten eingeschleppt werden könnten, sagte der britische Staatsminister Michael Gove am Mittwoch in London.
  • Japans Exporte verzeichnen infolge der Coronavirus-Pandemie im April den stärksten Rückgang seit 2009. Daten des Finanzministeriums zufolge gab es im vergangenen Monat einen Einbruch um knapp 22 Prozent. Ökonomen hatten solch einen massiven Abgang aber schon erwartet. Im Vormonat waren die Exporte bereits um 11,7 Prozent gesunken. Vor allem der Rückgang der Ausfuhren in die USA war im April ausgerpägt. Dies sackten um 37,8 Prozent ab. Auch die Ausfuhren nach China gingen um 4,1 Prozent im Jahresvergleich zurück.
  • Die US-Notenbank Federal Reserve hat bekräftigt, die Corona-Krise mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen. Die Virus-Pandemie laste schwer auf der Wirtschaft, dem Arbeitsmarkt und der Preisentwicklung, heisst es in dem Protokoll der jüngsten Zinssitzung. Der Leitzins werde daher auf dem aktuellen Niveau nahe der Nulllinie gehalten, bis sich die Wirtschaft von der Krise erholte habe.
  • In Spanien ist der Lockdown trotz Widerstands der Opposition und zum Unmut vieler Bürger zum fünften Mal verlängert worden. Das Parlament nahm einen entsprechenden Antrag der linken Regierung mit knapper Mehrheit an. Der seit Mitte März geltende Alarmzustand samt strenger Ausgehbeschränkungen wird mindestens bis 6. Juni anhalten.
  • Brasilien hat binnen 24 Stunden fast 20.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwoch 19.951 neue Corona-Infektionen und 888 Tote im Zusammenhang mit dem Virus. Am Dienstag hatte das Gesundheitsministerium erstmals über 1.000 Corona-Tote mehr als am Vortag vermeldet.

Dividendenausschüttungen

  • SAP (€1,58 je Aktie
  • Uniper (€1,15 je Aktie)
  • United Internet (€0,50 je Aktie)
  • Telefonica Deutschland (€0,17 je Aktie)
  • Pfeiffer Vacuum (€1,25 je Aktie)

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