• RKI warnt: Corona-Mutante bald dominierend
    • Fed-Powell löst starken Anstieg der Anleihezinsen aus
    • Deutsche Wirtschaft will "Impfturbo" starten
    • Deutsche Industrie erhält mehr Aufträge
    • Deutschland: Inzidenz steigt wieder
    • China will in 2021 kräftig wachsen
    • Milliarden-Entschädigung: Bund einig mit AKW-Betreibern

    DAX

    • Nachdem der Leitindex Dax zur Wochenmitte noch ein Rekordhoch von 14.197 Punkten erzielt hat, ist der Aufschwung ins Stocken geraten. Nach einem schwächeren Donnerstag eröffnete der Index auch am Freitag tiefer und schloss trotz starker US-Arbeitsmarktdaten mit einem Minus von 0,97 Prozent bei 13.920,69 Punkten. Die übergeordnete Erzählung dreht sich nach wie vor um den explosiven Anstieg der Kapitalmarktzinsen, die in den USA heute bei zehnjährigen Staatsanleihen bis 1,62 Prozent anzogen. Zu dem Renditeanstieg, der schon in der Vorwoche für Turbulenzen gesorgt hatte, trug Fed-Chef Powell mit Aussagen in einer Rede und einem Interview mit dem “Wall Street Journal“ bei. Powell sagte zum Renditeanstieg am US-Anleihenmarkt: Dieser sei zwar bemerkenswert ausgefallen, doch sehe er darin keine ungeordnete Bewegung. Daher gebe es keine Notwendigkeit für die Fed, stärker am Markt zu intervenieren. Genau auf diese Inflationsangst reagieren die Anleger, indem sie niedrigverzinste Anleihen abstoßen, deren Kurse dann fallen, während im Gegenzug die Renditen steigen.

    Chartanalysen und Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Airbus meldet für Februar die Auslieferung von 32 Verkehrsflugzeugen und meldet den EIngang von 11 Aufträgen. Die Stornierungen lagen bei 92 Maschinen.
    • Apple ist laut Marktforschern auf dem weltweiten Markt mit Computer-Uhren mit großem Abstand führend. Die Verkäufe der Apple Watch seien um 19 Prozent auf 33,9 Mio. Geräte gestiegen, berichtete die Analysefirma Counterpoint. Bei der Nummer zwei Huawei legten die Verkäufe demnach um 26 Prozent auf 11,1 Mio. Uhren zu. Samsung als Nummer drei im Markt setzte 9,1 Mio. Geräte ab.
    • Der Bürokommunikationsdienst Slack hat im vierten Quartal starke Zahlen geschrieben. Dem Unternehmen kam die hohe Nachfrage nach Büro-Software in der Pandemie zugute. Die Erlöse lagen bei 250,6 Mio. Dollar, im Vorjahreszeitraum hatte Slack 181,9 Mio. Dollar umgesetzt. Das Ergebnis je Aktie wurde mit 0,01 Dollar angegeben - vor Jahresfrist wies der Konzern noch ein Minus von 0,04 Dollar aus.
    • Nikola Motors hat laut Bloomberg von Fortschritten bei der Entwicklung der eigenen Wasserstoffzellen berichtet. Das Unternehmen plane demnach, bis 2023 einen LKW mit einer Reichweite von 1.450 Kilometern (900 Meilen) pro Tankfüllung auf den Markt zu bringen. Der Sattelschlepper soll 2024 auf den Markt kommen. Zudem ist der Verkauf des „Tre shorter-range fuel-cell truck", dessen Wasserstofftank eine Reichweite von 500 Meilen bieten soll, weiterhin für das Jahr 2023 geplant.
    • Die Google-Tochter YouTube schließt im Gegensatz zu Twitter eine Rückkehr des gesperrten Ex-Präsidenten Donald Trump auf die Plattform nicht aus. „Wir werden den Kanal von Donald Trump wieder zulassen, wenn wir zu dem Schluss kommen, dass das Risiko von Gewalt gesunken ist", sagte YouTube-Chefin Susan Wojcicki. Der Videodienst hatte Trump im Januar nach dem Angriff seiner Anhänger auf das Kapitol in Washington unter Verweis auf Gewaltaufrufe suspendiert.
    • Fahrdienst-Anbieter wie Uber bekommen bei Taxi-Diensten in Deutschland mehr Freiheiten .Der Bundestag beschloss am Freitag das Personen-Beförderungsgesetz. Ziel ist es, mehr digitale Angebote auf Anforderung ("on demand") möglich zu machen und den Markt zu beleben. Anbieter wie Uber sollen so ihre Dienste regulär anbieten können.
    • Der Halbleiterkonzern Broadcom wird eine vierteljährliche Dividende von 3,60 Dollar ausschütten, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Auf das Jahr hochgerechnet werden 14,40 Dollar an die Aktionäre ausgeschüttet. Im ersten Quartal des 2021 lag der Umsatz bei 6,66 Mrd. Dollar (Vj: 5,86 Mrd.). Der Gewinn betrug 1,38 Mrd. Dollar nach 385 Mio. vor Jahresfrist.
    • Die Bundesregierung hat sich nach zehnjährigem Rechtsstreit mit den Energiebetreibern auf eine Entschädigungssumme für den Atomausstieg nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima geeinigt. Wie aus einer Erklärung von Umwelt-, Finanz- und Wirtschaftsministerium hervorgeht, sollen die Konzerne RWE, Vattenfall, E.ON/PreussenElektra und EnBW gemeinsam 2,4 Mrd. Euro Entschädigung für entgangene Gewinne und umsonst getätigte Investitionen erhalten.
    • Volkswagen will den Ausbau der Flotte reiner E-Fahrzeuge unter dem Druck verschärfter Klimaziele noch schneller vorantreiben. Bis 2030 sollen in Europa nun 70 Prozent der Gesamtverkäufe auf diese Sparte entfallen, sagte Kernmarken-Chef Ralf Brandstätte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das bedeutet eine Verdoppelung der bislang geplanten Quote für batterieelektrische Fahrzeuge von 35 Prozent. Brandstätter sieht den Hersteller beim wichtigen Thema Software-Updates derweil nahezu auf Augenhöhe mit Tesla. „Wir haben hier eine steile Lernkurve hinter uns und wissen inzwischen ziemlich gut, wie man Software ins Fahrzeug integriert“, sagte er. „Updates over the Air sind seit dieser Woche beim ID.3 und ID.4 standardmäßig an Bord. Wir planen, ab dem Sommer regelmäßig und automatisch Verbesserungen und neue Funktionen auf das Fahrzeug zu spielen. Das kann außer uns kein anderer Volumenhersteller“.
    • Der Chef des ostdeutschen Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz, Stefan Kapferer, hat mehr Tempo beim Ausbau der Windenergie gefordert. Um die Unternehmensziele, aber auch die Klimaziele des Bundes zu erreichen, müsse sich der Zubau von Windkraftanlagen im eigenen Netzgebiet nahezu verdoppeln. „Wir brauchen etwa 700 Megawatt jährlichen Zubau“.
    • Die PSA-Tochter Opel spürt den Ausstritt Großbritanniens aus der Europäischen Union nach eigener Aussage bisher kaum. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Michael Lohscheller, sagte der FAZ, im Tagesgeschäft habe Opel keine großen Probleme festgestellt. Das Geschäft sei durch den Brexit aber sicher bürokratischer geworden. Die Firma unterhält zwei Werke auf der Insel, in Luton und Ellesmere Port.
    • Die Deutsche Bahn plant in diesem Jahr Investitionen von rund 12,7 Mrd. Euro für den Ausbau und die Modernisierung der Schieneninfrastruktur ein. Bisher wurde nie mehr investiert. „Wir bauen ein neues Netz für Deutschland und legen den Grundstein für den Deutschlandtakt", sagte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla.
    • Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht von SAP hervorgeht, kostet der Ausschied von drei Vorständen das Unternehmen viel Geld - insgesamt rund 23 Mio. Euro. Die ehemalige Co-CEO Jennifer Morgan erhielt demnach 15 Mio. Abfindung, der im vergangenen April ausgeschiedene Michael Kleinemeier, der das Ressort Digital Business Services verantwortete, erhielt insgesamt 3,2 Mio. Euro, Personalvorstand Stefan Ries (Ausschied Mai 2020) bekam eine Abfindung von 7 Mio. Euro.
    • Der britische Finanzminister Rishi Sunak will die London Stock Exchange für Börsengänge attraktiver aufstellen. Zu seinen Vorschlägen zählt, dass Unternehmen im Premiumsegment Aktien mit und ohne Stimmrechte (Dual Class Shares) begeben dürfen. Damit können Gründer beim IPO leichter die Kontrolle über ihre Firma behalten. Außerdem soll der Mindestwert für den Streubesitz von 25 auf 15 % sinken.
    • Deutschlands Maschinenbauer mussten im Januar nach drei Monaten in Folge mit Zuwächsen ein herbes Auftragsminus verkraften. Die Gesamtbestellungen fielen im Berichtsmont bereinigt um Preiserhöhungen (real) zehn Prozent unter das Volumen des Vorjahresmonats, wie der Branchenverband VDMA am Freitag mitteilte. „Da es im Januar 2020 ungewöhnlich hohe Aufträge für Großanlagengeschäfte aus dem In- und dem Ausland gegeben hatte, lag die Messlatte für den Vorjahresvergleich sehr hoch", sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers. Zudem hätten einige Unternehmen über den Jahreswechsel längere Werksferien gemacht. Die Bestellungen aus dem Inland sanken im Januar um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Auslandsbestellungen gingen dagegen nur um 5 Prozent zurück.
    • Wenn die Politik versagt, muss die Wirtschaft ran: Der sehr gemächliche Start der Impfkampagne in Deutschland sorgt allerorts für Kritik, ganz besonders aber bei Wirtschaftsverbänden, die den Normalbetrieb mehr als herbeisehnen. Bisher besteht die Bundespolitik auf ihre verordnete Impfreihenfolge und der Vergabe von Terminen in entweder leeren oder überforderten Impfzentren. Das soll sich nun ändern: Die Wirtschaft bietet der Bundesregierung ihre Hilfe beim Impfen an. Mehrere große Konzerne und Verbände schlagen vor, angesichts des bisher eher langsamen Impftempos in Deutschland mit eigenen Kräften Beschäftigte sowie Familien und zum Teil sogar Nichtmitarbeiter zu impfen. Das erfuhr u. a. die „Welt“ und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. „Wenn voraussichtlich ab April mehr Impfstoff zur Verfügung steht, müssen wir alle Kapazitäten nutzen, um ihn in den Arm zu bringen“, forderte der Präsident des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC), Kai Beckmann. Man habe „das Zeug dazu“: „Unsere werksärztlichen Strukturen sind einsatzbereit und fähig, die Impfrate entscheidend zu erhöhen.“ So könnten Kapazitäten in staatlichen Impfeinrichtungen freigeschaufelt werden. „Die Industrie kann Großprojekte“, so Beckmann. Wenn Politik und Wirtschaft an einem Strang zögen, könne man einen Schritt machen hin zu einem Ende der Pandemie – und viele Leben retten.
    • Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat im vergangenen Geschäftsjahr seine Erlöse stiegen um 41 Prozent auf rund 4,6 Mrd. Euro gesteigert, wie das Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebitda) blieb jedoch deutlich hinter dem Vorjahr zurück und sank um knapp ein Viertel auf 94 Mio. Euro. Mit einer entsprechenden Marge von zwei Prozent erreichte Nordex die eigene Prognose. Der Windanlagenbauer warb 2020 erneut Aufträge von über 6,0 Gigawatt ein.
    • Der spanische Staat will laut der Industrieministerin Reyes Maroto mit der Volkswagen-Tochter Seat und dem Energieunternehmen Iberdrola gemeinsam eine Batteriefabrik hochziehen. Das erste Werk dieser Art in Spanien solle in der Nähe des Seat-Standorts Matorell bei Barcelona entstehen, sagte die Ministerin bei einer Veranstaltung in Madrid, wie die Zeitung "La Vanguardia" berichtete. Der Staat wolle für seinen Teil der Investitionen Mittel aus dem EU-Programm Next Generation einsetzen, sagte Maroto.

    Politik & Konjunktur

    • In den USA ist die Beschäftigung im Februar mit einem Zuwachs von 379.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft deutlich stärker gestiegen als erwartet. Analysten hatten lediglich mit einem Zuwachs von im Schnitt 200 000 Jobs gerechnet. Zudem sind in den beiden Vormonaten insgesamt 38.000 Stellen mehr geschaffen worden als bisher festgestellt. Die Arbeitslosigkeit ist leicht gesunken. Die Arbeitslosenquote fiel gegenüber Januar um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent.
    • In den USA sind die durchschnittlichen Stundenlöhne im Februar gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Im Januar hatte der Anstieg 0,1 Prozent betragen. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Stundenlöhne im Februar um 5,3 Prozent.
    • Der Fehlbetrag in der Handelsbilanz der USA belief sich im Januar auf 68,2 Mrd. Dollar nach revidiert 66,97 Mrd. Dollar im Vormonat, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Ökonomen hatten ein geringeres Defizit von -67,5 Mrd. Dollar erwartet.
    • Fed-Chef Powell hat mit neuen Aussagen in einer Rede und einem WSJ-Interview einen erneuten Renditeanstieg am Bondmarkt ausgelöst. Powell sagte, die Fed würde an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten trotz des einsetzenden Aufschwungs. Er erwarte bei der Inflation einen Anstieg im Rahmen einer Konsumwelle, der jedoch Merkmale eines Einmaleffekts haben würde. Powell betonte, dass er nicht mit einer dauerhaften Etablierung der Inflation rechne. Der Fed-Chef nahm auch direkt Stellung zum Renditeanstieg am US-Anleihenmarkt. Dieser sei zwar bemerkenswert ausgefallen, doch sehe er darin keine ungeordnete Bewegung. Daher gebe es keine Notwendigkeit für die Fed, stärker am Markt zu intervenieren.
    • Aus Sicht von Nobelpreisträger Joseph Stiglitz liegen die Inflationswarner völlig daneben. „Eine Inflationsgefahr sehe ich nicht. Mit Instrumenten der Geldpolitik und auch mit Fiskalpolitik kann man effizient dagegenhalten“, sagte Stiglitz dem „Handelsblatt“. Es sei ein viel größeres Risiko, zu wenig für die Konjunktur zu tun.
    • Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht „Signale einer Trendumkehr" bei der Corona-Pandemie. RKI-Präsident Lothar Wieler erwartet, dass die ansteckendere britische Mutante B.1.1.7 „bald die vorherrschende Variante in Deutschland sein wird". Dann werde es „noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten.“ Er rief dazu auf, die Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckungen konsequent einzuhalten.
    • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Vorsicht bei weiteren Lockerungen von Corona-Beschränkungen angemahnt. Die von Bund und Ländern vorgesehenen Öffnungsmöglichkeiten gingen an die Grenze dessen, was unter dem Gesichtspunkt des Gesundheitsschutzes verantwortbar sei.
    • In der EU ist am, Donnerstag erstmals der Export von Corona-Impfstoff in einen Drittstaat blockiert worden. Italien stoppte eine Lieferung von AstraZeneca an Australien, hieß es am Donnerstag aus EU-Kreisen. „Das Ganze ist kein feindseliger Akt Italiens gegen Australien", schrieb Außenminister Luigi Di Maio am Donnerstagabend auf Facebook. Das Verbot sei Teil einer am 30. Januar in Europa beschlossenen Export-Kontrollregelung. Frankreich begrüßte den Lieferstopp. Italien habe richtig gehandelt, die Lieferung zu verhindern, sagte Europa-Staatssekretär Clément Beaune am Freitag im Sender RTL France. „Das zeigt, dass wir als Europäer fähig sind, nicht naiv zu sein und unsere Interessen zu verteidigen".
    • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. Zwar sei die für den Sommer angekündigte Einführung „wohl unvermeidlich", sagte Europa-Regionaldirektor Hans Kluge, der "Welt". Aber es sei keine Empfehlung der WHO.
    • London hat Fristen in der Nordirland-Frage einseitig verändert, sieht sein Handeln aber im Recht. So sollen Lebensmitteleinfuhren in die Provinz länger als vorgesehen nicht kontrolliert werden. „Diese Maßnahmen sind rechtmäßig und stehen im Einklang mit einer schrittweisen und nach Treu und Glauben durchgeführten Umsetzung des Protokolls", schrieb Nordirland-Minister Brandon Lewis in einem Gastbeitrag für den "Telegraph".
    • Chinas Ölnachfrage ist laut Bloomberg mittlerweile weit über das Vorkrisenniveau gestiegen, was auf den schnelleren Aufschwung des Produktions- und Infrastruktursektor zurückzuführen ist. „Peking erlebte Anfang Februar den schlimmsten Smog seit 12 Monaten, und seitdem gab es kaum eine Atempause. Große Städte in Hebei, der Provinz, die die Hauptstadt umgibt, hatten laut dem China National Environmental Monitoring Center hohe Verschmutzungswerte.
    • Die deutsche Industrie hat zu Jahresbeginn wieder mehr Bestellungen an Land gezogen. Der preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Januar saison- und kalenderbereinigt um 1,4 Prozent höher als im Vormonat Dezember 2020. Analysten hatten einen Zuwachs erwartet, im Schnitt allerdings nur mit plus 0,5 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es im Januar kalenderbereinigt einen Anstieg um 2,5 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe saison- und kalenderbereinigt 2,8  Prozent höher als im Vormonat.
    • Fed-Präsident Jerome Powell bewertet den Anstieg der Kapitalmarktzinsen zurückhaltend. „Ich wäre besorgt über ungeordnete Bedingungen an den Märkten oder eine anhaltende Verschärfung der finanziellen Bedingungen, wenn dies das Erreichen unserer Ziele gefährdet", sagte er in eine Rede. Man beobachte eine Vielzahl von Indikatoren und man sei noch weit von den Zielen entfernt. Er schaue daher genau auf die Entwicklung an den Anleihemärkten. Powell hat mit seinen Aussagen für einen starken Anstieg der Renditen am Anleihemarkt gesorgt. Händlern zufolge habe er keine Maßnahmen der Fed gegen den Anstieg der Zinsen signalisiert.
    • China will in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von „mehr als sechs Prozent" erreichen. Dieses Ziel verkündete Regierungschef Li Keqiang zur Eröffnung der Jahrestagung des Volkskongresses. 2020 hatte China trotz des Corona-Einbruchs noch 2l3 Prozent Wachstum erreicht. Zudem erklärte Li, China wolle wirtschaftlich unabhängiger vom Ausland werden und mehr in Innovation und Technologie investieren. Vor dem Hintergrund der angespannten Sicherheitslage will China zudem seinen Militärhaushalt um 6,8 Prozent steigern.
    • Die Windkraft hat im vergangenen Jahr die Kohle als wichtigsten Energieträger in Deutschland erstmals überholt. Wie das Statistische Bundesamt berichtete, wurde mehr Strom aus Wind erzeugt und ins heimische Netz eingespeist, als aus Kohlekraftwerken.
    • Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut leicht angestiegen. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) lag sie bundesweit bei 65,4 und damit etwas höher als am Vortag (64,7). Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag bei 0,99 (Vortag 0,93).
    • Die Verlängerung von bezahltem Mutterschutz wirkt sich langfristig positiv auf die Gesundheit von Kindern aus. Das hat eine Studie des ifo Instituts ergeben. Insbesondere junge Erwachsene profitieren. „Psychische und Verhaltensstörungen sind in dieser Altersgruppe der häufigste Grund für eine stationäre medizinische Behandlung. Verhindern wir diese, ergeben sich im Jahr Einsparungen bis zu 6,6 Millionen Euro pro Geburtenjahrgang“, sagt Marc Fabel, Experte am ifo Zentrum für Arbeitsmarkt- und Bevölkerungsökonomik.
    • Wegen der angespannten Corona-Lage verschiebt Italien eine Reihe von Wahlen in den Herbst. Das teilte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi mit. Die neuen Termine für die zumeist regionalen oder kommunalen Abstimmungen sollen zwischen dem 15. September und dem 15. Oktober liegen.
    • Die Menschen, die aus Furcht vor einem Tsunami in Neuseeland ins Landerinnere geflüchtet sind, dürfen zurückkehren. Der Zivilschutz Neuseelands teilte mit, die nach den heftigen Erdbeben ausgesprochene Tsunami-Warnung für weite Teile der Pazifikregion sei aufgehoben worden. Allerdings sollte man sich von dem Meer fern halten.

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