• Fed-Powell sieht US-Wirtschaft an Wendepunkt
    • BDI erwartet kräftige Erholung
    • CDU-Präsidium für Laschet als Kanzlerkandidat
    • In England öffnen die Pubs wieder
    • Bafin-Mitarbeiter haben mit Gamestop-Aktien gehandelt
    • Iran: Zwischenfall in Atomanlage war "Terrorakt"
    • Südafrika-Variante kann BioNTech-Impfschutz durchbrechen
    • TUI-Chef äußert sich zuversichtlich
    • Veolia/Suez: Milliardenfusion in Frankreich

    DAX & Wall Street

    • Am deutschen Aktienmarkt hält die positive Grundstimmung an. Gleichwohl konnte sich der DAX am Montag nicht zu neuen Hochs aufraffen und beendete den Xetra-Handel erneut wenig verändert. Der Konjunkturoptimismus wird größer, obwohl es weiterhin Unsicherheit im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gibt. Auch die deutsche Industrie verbreitet Optimismus. Anlass ist die Hannover Messe, die ab heute in digitaler Form stattfindet. Der Industrieverband BDI erwartet, dass die Exporte in diesem Jahr um bis zu 8,5 Prozent zulegen, die Produktion um 8 Prozent. Konjunkturlokomotiven seien die USA und China, erklärte BDI-Chef Siegfried Russwurm. Viele Unternehmen erhielten wieder deutlich mehr Bestellungen und die Auftragseingänge seien höher als vor der Krise. Gesamtwirtschaftlich habe der verlängerte Lockdown in etlichen Bereichen jedoch Folgen. Die Wirtschaftsleistung dürfte dieses Jahr nur um 3 Prozent zulegen, so die aktuelle BDI-Prognose. Sie liegt damit einen halben Prozentpunkt niedriger als zuletzt. Die US-Notenbank äußerte sich ebenfalls optimistisch. Fed-Chef Jerome Powell erwartet eine kräftige Belebung und ein sehr starkes Jobwachstum.
    • Der S&P 500 hat zum Wochenauftakt ein neues Rekordhoch herausgeschunden, den Handel aber schlussendlich mit einem marginalen Minus von 0,02 Prozent beendet, da die Anleger sich vor einer Woche mit wichtigen Wirtschaftsdaten nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen wollten. Im Fokus standen heute Tesla (+3,7 %) und Nvidia (+5,6 %). Während für den kräftigen Anstieg der Autobauer-Aktie ein Hochstufung von Canaccord Genuity verantwortlich war, löste bei dem Chiphersteller die Vorstellung einer neuen Server-CPU Begeisterung aus. Die Intel-Aktie beendete den Handel aufgrund der Produktneuheit 4,2 Prozent tiefer. Ebenfalls prominent waren Microsoft (kauft Nuance Communications) und Uber (Buchungs-Rekord).

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Stabilus hat auf Basis vorläufiger Zahlen seinen Konzernumsatz im zweiten Quartal um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 244,0 Millionen Euro gesteigert. Das bereinigte EBIT stieg um 22,2 Prozent auf 38,0 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 14,1 auf 15,6 Prozent. Stabilus erhöht vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr die Gesamtjahresprognose auf einen Umsatz von 900 bis 950 Millionen Euro (bislang 850-900 Mio.) bei einer bereinigten Ebit-Marge von 13-15 Prozent (bislang 12-13 Prozent). Der Umsatzanstieg im zweiten Quartal war laut Unternehmen auf ein stärkeres Automotive-Geschäft in Asien-Pazifik und ein höher als erwartetes Umsatzwachstum in den Regionen Americas und EMEA zurückzuführen.
    • Der Pharmakonzern Johnson & Johnson hat mit der Lieferung seines Corona-Impfstoffs in die EU begonnen. Der Hersteller startete am Montag mit der Lieferung an die EU-Staaten, wie das Unternehmen und die EU-Kommission bestätigten. Die Brüsseler Behörde erwartet bis Ende Juni 55 Mio. Dosen des Impfstoffs. Das Vakzine muss nur einmal gespritzt werden und nicht wie die übrigen zugelassenen Corona-Impfstoffe zweimal.
    • Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus sieht nach einem überraschend guten zweiten Geschäftsquartal seinen Umsatz für das Geschäftsjahr bis Ende September bei 900 bis 950 Mio. Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Zuvor hatte die Prognose bei 850 bis 900 Mio. Euro gelegen. Die Marge auf den bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwartet der Konzern jetzt bei 13 bis 15 Prozent, statt zuvor 12 bis 13 Prozent.
    • Der US-Softwareriese Microsoft will mit einem Zukauf sein Angebot für Sprachverarbeitungslösungen ausbauen. Der Konzern möchte den Spezialisten für künstliche Intelligenz und Sprachverarbeitung Nuance Communications übernehmen und bietet 56 Dollar je Aktie. Dem Deal liegt damit eine Bewertung von rund 16 Mrd. Dollar zugrunde. Microsoft und Nuance arbeiten schon seit 2019 zusammen. Und zwar an Technologie, die es Ärzten ermöglicht, Unterhaltungen mit Patienten aufzunehmen und direkt in die elektronische Patientenaktie einzufügen. Nach Abschluss der Übernahme wird Microsoft zukünftig die Nuance-Geschäftszahlen um Rahmen des Intelligent Cloud-Segments veröffentlichen. Die Übernahme wird den Total Addressable Market (TAM) von Microsoft im Healthcare-Sektor auf 500 Mrd. Dollar verdoppeln.
    • Chinas Wettbewerbshüter haben gegen die weltgrößte Online-Handelsplattform Alibaba eine Strafe von 18 Mrd. Yuan (2,3 Mrd. Euro) verhängt. Der Konzern habe seine marktbeherrschende Position ausgenutzt, um Händler zu bestrafen, die ihre Waren über konkurrierende Plattformen anbieten wollten, zitierten Staatsmedien die Marktaufsichtsbehörde. Zudem muss sich die Alibaba-Finanzsparte Ant Group künftig als Finanzholding neu aufstellen und strenge Auflagen wie eine Bank erfüllen. Alibaba teilte mit, die Bestrafung annehmen und die behördlichen Auflagen umsetzen zu wollen.
    • Die General Motors-Firma Cruise will ab 2023 Robotaxis auf die Straßen in Dubai bringen. Zum Jahr 2030 werde dann eine Flotte aus 4.000 Fahrzeugen avisiert, wie Kronprinz Hamdan bin Mohammed am Montag bekannt gab. Cruise testet seit Jahren selbstfahrende Autos in San Francisco und will dort auch einen Robotaxi-Dienst starten.
    • Der Cannabis-Konzern Aphria hat seine Bilanz für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2021 veröffentlicht. Das EPS belief sich dabei auf 0,15 CAD. Die Schätzungen der Experten lauteten auf einen Verlust pro Aktie in Höhe von 0,047 CAD, nachdem Aphria im Vorjahreszeitraum beim EPS ein positives Ergebnis von 0,02 CAD erzielt hatte. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 366,8 Mio. Kanada-Dollar an.
    • In Frankreich hat sich der Versorger Veolia nach langen Verhandlungen mit dem Rivalen Suez auf einen milliardenschweren Zusammenschluss geeinigt. Es entsteht damit ein neuer Gigant in der europäischen Abfall- und Wasserwirtschaft. Man habe sich auf die Grundzüge einer Transaktion mit einem Volumen von rund 13 Mrd. Euro verständigt, bei der Suez mit 20,50 Euro je Aktie bewertet werde, teilten die französischen Konzerne am Montag mit. Suez hatte noch im Februar eine 11,3 Mrd. Euro schwere Offerte durch Veolia abgewiesen.
    • TUI-Chef Fritz Joussen hält ein Anziehen der Buchungen noch vor der heißen Phase des Sommergeschäft für möglich. „Ich weiß nicht, was die Politik in den nächsten Wochen entscheidet", sagte er der Deutschen Presse-Agentur zur Diskussion über einheitliche Corona-Regeln. „Was ich aber sehe, sind einige gute Signale und Entwicklungen - in Heimat- wie Zielländern der Kunden.“ In etlichen Regionen bestehe Grund zur Zuversicht: „Israel ist offen. In England ist die Inzidenz 30, es gibt nur noch wenige Sterbefälle. In den USA und Kanada zieht das Geschäft zurzeit am stärksten an.“ Joussen sieht Licht am Ende des Tunnels. „Die mittelfristigen Buchungen für Reisen in drei bis fünf Monaten - etwa die Karibik, aber auch einige Kreuzfahrten - sind deutlich angestiegen in den letzten Wochen," sagte er.
    • Die Dürr-Tochter Homag hat das größte Investitionsprogramm ihrer Unternehmensgeschichte gestartet. In den kommenden drei Jahren sollen 60 bis 80 Mio. Euro in die Modernisierung des Hauptstandortes in Schopfloch fließen, wie Dürr mitteilte. Weitere rund 15 Mio. Euro investiert Homag in ein neues Werk in Polen.
    • Der französische Pharmakonzern Sanofi steckt 400 Mio. Euro in ein Impfstoff-Produktionszentrum in Singapur. Der Konzern kündigte die Investitionen über einen Zeitraum von fünf Jahren in den neuen Standort an, der es ermöglichen wird, Impfstoffe in großem Umfang für Asien zu produzieren und die bestehenden Produktionskapazitäten in Europa und Nordamerika zu ergänzen.
    • Bei der Behandlung von Lymphdrüsenkrebs mit dem Medikament Rituximab lässt sich das progressionsfreie Überleben um knapp 8 Monate verlängern, wenn Patienten zusätzlich den Bayer-Wirkstoff Copanlisib erhalten. Das zeigt die Auswertung der klinischen Phase-III-Studie Chronos-3 mit 458 Patienten, die Bayer am Samstag vorstellte.
    • Die südafrikanische Corona-Mutation kann die Immunisierung durch den Covid-19-Impfstoff von BioNTech/Pfizer umgehen, wie empirische Daten aus Israel zeigen. Wissenschaftler der Universität Tel Aviv hatten 400 Personen, die geimpft und danach positiv auf das Virus getestet wurden, mit einer gleich großen Gruppe nicht-geimpfter Infizierter verglichen. Bei den Geimpften trat die südafrikanische Variante überproportional oft auf, machte laut der Studie etwa ein Prozent aller untersuchten Covid-19-Fälle aus. „Wir haben bei Menschen, die mit einer zweiten Dosis geimpft wurden, eine unverhältnismäßig höhere Rate der südafrikanischen Variante festgestellt als bei der nicht geimpften Gruppe. Dies bedeutet, dass die südafrikanische Variante den Schutz des Impfstoffs bis zu einem gewissen Grad durchbrechen kann“, zitierte Bild Online Adi Stern von der Universität Tel Aviv.
    • Der Schweizer Pharmakonzern Roche und sein US-Partner Regeneron haben frische Daten zu ihrem Antikörper-Cocktail gegen das Corona-Virus vorgelegt. Demnach wurden die gesteckten Studienziele erreicht. So kann die Gabe einer Antikörper-Kombination aus Casirivimab und Imdevimab das Risiko symptomatischer Corona-Infektionen um etwa 81 Prozent verringern, wie der Schweizer Pharmakonzern am Montag mitteilte. Bei Patienten mit symptomatischer Infektion klangen die Symptome demnach im Durchschnitt innerhalb einer Woche ab, verglichen mit drei Wochen in der Placebo-Gruppe. Unerwartete ernste Nebenwirkungen seien nicht aufgetreten.
    • Die Finanzaufsicht Bafin untersucht in zwei Fällen, ob Mitarbeiter unerlaubt spekulative Aktiengeschäfte getätigt haben. In der Zeit zwischen 1. September 2020 und 10. Februar 2021 hatten vier Mitarbeiter 23 mal Gamestop-Aktien ge- oder verkauft. Vier Mitarbeiter handelten außerdem sechsmal mit AMC-Aktien. Die Geschäfte waren bei einer Untersuchung aufgefallen. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage des Finanzexperten der Linken im Bundestag, Fabio de Masi, hervor. Die Gamestop- und AMC-Spekulationen sorgten über Wochen für Turbulenzen an den Börsen.
    • Uganda und Tansania haben mit dem französischen Ölkonzern Total den Bau der weltweit längsten beheizten Öl-Pipeline den Weg geebnet. Noch in diesem Jahr soll der Bau beginnen. Die Pipeline soll das Rohöl über 1.443 Kilometer vom Westen Ugandas an den Indischen Ozean transportieren. Die Kosten sollen 3,5 Mrd. Dollar betragen. Kritiker monieren, dass die Pipeline durch sensible Ökosysteme führt.
    • Die Deutsche Bahn hat erste bundesweite Zugverbote gegen Maskenverweigerer verhängt. Nach Informationen der „Welt am Sonntag“ gibt es eine niedrige zweistellige Zahl von sog. „Beförderungsausschlüssen“. Die Maßnahmen gelten dem Bericht zufolge für sechs Monate und bedeuten, dass die betroffenen Personen in dieser Zeit nicht mit der Bahn im Regional- oder Fernverkehr reisen oder einen Bahnhof betreten dürfen.

    Politik & Konjunktur

    • Grünen-Chef Robert Habeck hat die geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes zur bundesweiten Durchsetzung einer Corona-Notbremse als "nicht gut genug" bezeichnet. Ausgangssperren ab einer Inzidenz von 100 seien "unverhältnismäßig", während eine Schließung von Schulen ab einer Inzidenz von 200 "zu spät" erfolge.
    • Die USA haben nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bereits 187 Mio. Impfungen vorgenommen. Wie die CDC bestätigte, seien dabei mehr als 119 Mio. Amerikaner mindestens einmal geimpft worden. Bei etwa 72 Mio. Menschen seien die Impfungen abgeschlossen. Die CDC-Zählung umfasst die Vakzine von Moderna und Biontech/Pfizer sowie den Impfstoff von Johnson & Johnson.
    • Bundeskanzlerin Angela Merkel will zur Eindämmung des anhaltenden Anstiegs der Corona-Infektionen auf Tests und Impfungen setzen. „Wir müssen sagen, dass diese dritte Welle für uns vielleicht die härteste ist“, sagte die CDU-Politikerin zur Eröffnung der digitalen Hannover Messe. Die Infektionszahlen seien aktuell viel zu hoch, die Auslastung der Intensivstationen nehme wieder zu. Um die Welle zu brechen, sei „die wichtigste Waffe, die wir haben, das Impfen“, betonte Merkel. „Und das Testen hilft uns, eine Brücke zu bauen, bis das Impfen wirkt.“ Die weitere Wirtschaftsentwicklung hänge entscheidend davon ab, inwieweit die Ansteckungen möglichst schnell unter Kontrolle gebracht werden können, erklärte die Kanzlerin.
    • Wirtschaftsverbände wollen mehr staatliche Unterstützung für freiwillige Corona-Tests in Unternehmen. In einem gemeinsamen Brief an das Kanzleramt, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, fordern die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft die Bundesregierung auf, die Firmen bei der Ausweitung des Testangebots zu unterstützen.
    • Die US-Wirtschaft hat laut Fed-Chairman Jerome Powell einen Wendepunkt in der Krise erreicht. Er erwarte ein Anziehen des Wirtschaftswachstums und eine beschleunigtes Entstehen neuer Arbeitsplätze. „Wir fühlen uns an einem Punkt, an dem die Wirtschaft beginnt viel stärker zu wachsen", sagte Powell in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CBS. Allerdings bestehe das Risiko, dass die Corona-Pandemie erneut aufflamme.
    • Die US-Regierung hat nach dem Putsch in Myanmar auch die staatliche Juwelenfirma des südostasiatischen Landes mit Sanktionen belegt. Die USA seien entschlossen, die Geldquellen der Militärführung trockenzulegen, darunter auch Staatsfirmen, teilte das US-Finanzministerium mit. Das Unternehmen MGE ist demnach allein für die Regulierung, Förderung und Vermarktung von Jade und anderen Edelsteinen in Myanmar zuständig.
    • EZB-Direktor Fabio Panetta hat vor zu viel Konjunktur-Optimismus in Europa gewarnt. Man solle sich nicht auf eine schnelle Erholung verlassen. Selbst bei einer erfolgreichen Konjunkturerholung gebe es mehr Schäden am Wirtschaftsgefüge, als derzeit erkennbar sei.
    • Der Verband der deutschen Industrie BDI erwartet im laufenden Jahr eine schrittweise Erholung nach dem Corona-Tief. Laut BDI-Präsident Siegfried Russwurm ist für die Produktion in diesem Jahr ein kräftiges Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr realistisch. Viele Unternehmen erhielten wieder deutlich mehr Bestellungen und die Auftragseingänge seien höher als vor der Krise. Gesamtwirtschaftlich habe der verlängerte Lockdown in etlichen Bereichen jedoch Folgen, so der BDI. Die Wirtschaftsleistung dürfte dieses Jahr nur um 3 Prozent zulegen, lautet die aktuelle BDI-Prognose. Sie liegt damit einen halben Prozentpunkt niedriger als zuletzt. Voraussetzung ist, dass die pandemiebedingten Einschränkungen bis zum frühen Herbst weitgehend zurückgefahren werden und es keine weiteren Auflagen für das produzierende Gewerbe geben wird, wie der BDI-Präsident betonte.
    • Das CDU-Präsidium unterstützt ausnahmslos eine Kanzlerkandidatur von Parteichef Armin Laschet. Das bestätigte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier am Montag nach einer Sitzung des Präsidiums in Berlin. Das CDU-Präsidium habe Laschet ohne Ausnahme unterstützt, sagte Bouffier. Man habe aber keinen Beschluss gefasst, dies sei auch nicht geplant gewesen. Bouffier ergänzte, das Präsidium habe deutlich gemacht, „dass wir ihn (Anm. Laschet) für außergewöhnlich geeignet halten und ihn gebeten, mit (CSU-Chef) Markus Söder jetzt gemeinsam den weiteren Weg zu besprechen, wie wir das machen“. Die Herausforderung sei so groß, „dass wir die nur gemeinsam stemmen können“, sagte Bouffier und nannte die Bewältigung der Pandemie und die Lage in Europa.
    • Zahlreiche Aerosolforscher aus Deutschland fordern einen Kurswechsel der Politik bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Ansteckungen an der frischen Luft seien „äußerst selten“. Maßnahmen wie Masken, Luftfilter und häufiges Querlüften seien dagegen vor allem in Büros, Pflegeeinrichtungen und Schulen erforderlich. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben per Montagmorgen dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 13.245 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 4.748 mehr als am Montag vor einer Woche.
    • Die deutschen Landkreise haben Bedenken gegen die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes angemeldet. Der Präsident des deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, nannte den entsprechenden Entwurf ein „in Gesetz gegossenes Misstrauensvotum gegenüber Ländern und Kommunen“. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius warnte vor einer Kompetenzverschiebung zugunsten des Bundes.
    • In England tritt die nächste Phase der Corona-Lockerungen in Kraft, in der auch die Aussenbereiche von Pubs und Restaurants öffnen dürfen. Zudem dürfen auch die Geschäfte wieder aufmachen. Premier Boris Johnson zufolge sind die Lockerungen durch die sinkenden Infektionszahlen „mehr als gerechtfertigt“.
    • Der Zwischenfall in der Atomanlage Natans im Iran ist aus Sicht von Teheran durch einen Akt des "nuklearen Terrorismus" verursacht worden. Der Iran behalte sich vor, gegen die Täter vorzugehen, sagte der Chef der Atombehörde laut Staats-TV. Das Fernsehen hatte zuvor über ein Problem im Stromnetz berichtet. Niemand sei verletzt worden; keine Kontamination. Zuvor hatte der Iran mitgeteilt, neue Zentrifugen zur Urananreicherung angeworfen zu haben.

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