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Energie: US-Präsident Trump hat gestern wie erwartet das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und die „höchstmöglichen“ Sanktionen angekündigt. Länder, die den Iran bei der Entwicklung einer Atombombe unterstützen, würden ebenfalls mit Sanktionen belegt. Die Ölpreise reagierten daraufhin in der Nacht mit einem Anstieg auf neue 3½-Jahreshochs. Brent kletterte am Morgen über 77 USD je Barrel, WTI über 71 USD je Barrel. Die Ölsanktionen sollen laut US-Finanzministerium in 180 Tagen wieder in Kraft treten. Bis dahin haben die Abnehmerländer Zeit, ihre Ölimporte aus dem Iran zurückzuführen. In der Zeit bis Anfang 2016 fehlten durch die damaligen Sanktionen bis zu 1 Mio. Barrel pro Tag an iranischem Öl. Knapp die Hälfte davon entfiel auf einen kompletten Einfuhrstopp der EU. Dazu dürfte es diesmal nicht kommen, da die USA das Abkommen einseitig und gegen den Willen der meisten anderen Länder aufgekündigt haben. Saudi-Arabien hat unterdessen Bereitschaft signalisiert, eventuelle sanktionsbedingte Angebotsausfälle des Iran ausgleichen zu wollen. Möglicherweise drohen kurzfristig aber weitere Ausfälle in Venezuela, die den Ölpreis weiter steigen lassen. Das US-Ölunternehmen ConocoPhillips hat nach einem Schiedsspruch der Internationalen Handelskammer ICC mehrere Einrichtungen des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns PDVSA in der Karibik beschlagnahmt. Dazu zählen Öllager, Ölterminals und eine Raffinerie. Über die Karibik wickelt Venezuela etwa ein Viertel seiner Ölexporte ab, was derzeit nicht mehr möglich ist. Berechnungen von Reuters zufolge könnten sogar bis zu einem Drittel der Ölexporte Venezuelas betroffen sein.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8 
CE9J22  Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8 
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8 
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8 

Edelmetalle: Gold hat nicht auf die Aufkündigung des Atom-Abkommens mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump (siehe Energie oben) reagiert und handelt heute Morgen sogar schwächer bei 1.305 USD je Feinunze. Dies dürfte am US-Dollar liegen, der auf handelsgewichteter Basis im Nachgang der Trump-Entscheidung auf ein 4½-Monatshoch gestiegen ist. Wir hätten eher erwartet, dass Gold als sicherer Hafen gefragt ist und merklich zulegt, da Trump mit seiner Entscheidung für Instabilität in der Region und für Spannungen zwischen den USA und dem Rest der Welt sorgen dürfte. Vieles hängt jetzt davon ab, wie der Iran und die europäischen Länder reagieren. Letztere haben 180 Tage Zeit, sich den US-Sanktionen gegen den Iran anzuschließen. Sie haben den Ausstieg der USA aus dem Atom-Abkommen scharf kritisiert. Sollten die Wirtschaftsbeziehungen zum Iran dennoch wieder gekappt werden, könnte der Iran dies zum Anlass nehmen, sein Atomwaffen¬programm wiederaufzunehmen. Dieses latente geopolitische Risiko sollte den Goldpreis unseres Erachtens stützen. Unterdessen scheint sich die Lage im Nordkorea-Konflikt weiter zu entspannen. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un hat gestern erneut China besucht und seine Bereitschaft zu atomarer Abrüstung bekräftigt. Heute ist US-Außenminister Michael Pompeo nach Nordkorea gereist, um das Treffen zwischen Trump und Kim vorzubereiten, das kommenden Monat in Singapur stattfinden soll.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6 
CD5B34  Faktor Short Gold-Future Faktor: -6 

Industriemetalle: Die Metallpreise zeigen sich heute Morgen uneinheitlich. Während Kupfer, Zink, Blei und Zinn an der LME in London moderat zulegen, geben Aluminium und Nickel leicht nach. An der SHFE in Shanghai befinden sich fast alle Metallpreise im Minus. Damit haben heute weder die steigenden Ölpreise noch der feste US-Dollar einen spürbaren Einfluss auf die Metallpreise. Gestern sorgte die feste US-Währung für zumeist fallende Notierungen. Kupfer war bis auf gut 6.700 USD je Tonne gefallen, Nickel rutschte wieder unter die Marke von 14.000 USD je Tonne. Deutlicher unter Druck stehen heute Morgen die Eisenerz- und Stahlpreise. Während in Singapur der Eisenerzpreis auf 66 USD je Tonne fällt, gibt der meistgehandelte Futures-Kontrakt für Betonstahl in Shanghai um 2,5 % auf 3.560 CNY je Tonne (entspricht rund 560 USD je Tonne) nach. Der Verband der europäischen Stahlproduzenten, EUROFER, hat sich gestern allerdings optimistisch zu den Nachfrageaussichten in der EU in diesem Jahr geäußert. EUROFER erwartet, dass die Produktion in den Stahl konsumierenden Sektoren in diesem Jahr um 2,8 % und im nächsten Jahr um 1,9 % steigen wird. Im letzten Jahr ist die EU-Stahlnachfrage demnach um 1,3 % gewachsen. Die EUROFER hat aber auch erneut vor den Risiken deutlich höherer Stahlimporte in die EU aufgrund der Importzölle in den USA und möglicher Gegenmaßnahmen in anderen Ländern gewarnt.

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