• FTSE 100 - Kürzel: UK100 - ISIN: GB0001383545
    Börse: JFD Bank / Kursstand: 7.319,62 Pkt

Edinburgh (GodmodeTrader.de) - Innovation und der Schutz des geistigen Eigentums werden sowohl für Unternehmen als auch für Regierungen immer wichtiger. Ihr Schutz wird Bestandteil von immer mehr Handelsabkommen, Regierungen tun mehr, um ausländische Übernahmen zu verhindern, und Länder starten ehrgeizige Programme, um Innovationen in einer bisher seltenen Größenordnung anzuregen, wie die Volkswirte von Aberdeen Standard Investments in einem aktuellen Marktkommentar schreiben.

Ihrer Ansicht nach spiegeln diese Trends sowohl einen grund­legenden Wandel in der Wirtschaft als auch Veränderungen im Bereich der Innovation selbst wider. „Schwellenländer gehören zu den Volkswirtschaften, deren FuE-Ausgaben am schnellsten wachsen und die die meisten Patente erhalten“, schreibt Chefvolkswirt Jeremy Lawson. So sei die Zahl der chinesischen inländischen Patentanmeldungen von 1,22 Millionen im Jahr 2010 auf 3,465 Millionen im Jahr 2016 explodiert, und die Zahl der Patenterteilungen sei im gleichen Zeitraum von 815.000 auf 1,75 Millionen gestiegen, heißt es weiter.

Aber die abnehmende Verbreitung der Spitzentechnologie bedeute, dass die Gewinne einer kleineren Gruppe zu Gute kämen – „The winner takes it all“: Gleichzeitig stiegen die Kosten, um neue Ideen zu entdecken. Nach Studien aus Stanford und dem MIT habe sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis von FuE-Dollars verschlechtert. „In dem Maße, in dem fortschrittliche Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Elektromobilität zu wichtigen Triebkräften der Weltwirtschaft werden, könnten der größere Aufwand sowohl für das Erringen einer dominierenden Stellung als auch für deren Schutz durch Patente und weitergehende Forschung einen größeren Strukturwandel darstellen als die Innovation selbst“, so Lawson.