Nachdem der Euro am Mittwoch deutlich abgegeben hatte, tendierte die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar am Donnerstagvormittag wieder etwas fester. Am Vortag hatten vor allem die verhärteten Fronten in der Griechenland-Krise den Euro belastet. Die griechische Regierung empfiehlt weiter eine Ablehnung der Spar- und Reformvorschläge der Gläubiger beim Referendum am Sonntag. Die Eurogruppe entschied daraufhin, vor dem Referendum nicht mehr mit Griechenland zu verhandeln. Somit zeichnet sich weiter keine schnelle Lösung der Krise ab, was den Euro tendenziell weiter unter Druck setzt.

    Der Markt wartet gespannt auf die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für Juni um 14.30 Uhr. Die Arbeitsmarktdaten könnten über den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank mitentscheiden und haben deshalb auch eine hohe Relevanz für den Devisenmarkt.

    EUR/USD notiert bei zuletzt 1,1072 und damit in der Nähe des Tageshochs von 1,1088. Die EZB hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1100 festgelegt, bevor das Währungspaar in der Nacht auf Donnerstag im Tief bis auf 1,1030 gesunken war.

    Auch gegenüber dem britischen Pfund und dem japanischen Yen präsentiert sich der Euro am Donnerstagvormittag freundlich. EUR/GBP stieg im Hoch bisher bis auf 0,7108 und notierte zuletzt bei 0,7096. EUR/JPY konnte bis auf 136,9450 ansteigen und notiert zuletzt bei 136,7465.

    Die schwedische Notenbank hat ihre Geldpolitik weiter gelockert. Der Leitzins wurde um 0,1 Prozentpunkte auf minus 0,35 Prozent gesenkt. Außerdem wurden zusätzliche Anleihenkäufe im Volumen von 45 Milliarden Kronen beschlossen. EUR/SEK legt deutlich zu und erreichte im Hoch bisher 9,3688. Aktuell steht das Währungspaar bei 9,3364.

    Unterdessen ist der neuseeländische Dollar gegenüber den US-Dollar auf den tiefsten Stand seit rund fünf Jahren eingebrochen. Fallende Milchpreise und die unterschiedliche geldpolitische Ausrichtung belasten den Kiwi-Dollar. NZD/USD sank im Tief bis auf 0,6664 und steht zuletzt bei 0,6704.