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Der Euro kann sich am Mittwoch bei der Marke von 1,13 Dollar behaupten. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung exakt 1,1302 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1329 Dollar festgesetzt. Am Vortag hatten besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten den Dollar gestärkt. Der Euro sank erstmals seit zwei Wochen unter die Marke von 1,13 Dollar. Insgesamt hielt sich die Bewegung aber in Grenzen. Ungefähr einen halben Cent bewegte sich der Kurs. Am Markt geht laut der National-Bank die Sorge vor Euro-belastenden Aussagen auf der kommenden EZB-Sitzung am Donnerstag um. Heute ist der Datenkalender weitestgehend leer. Das Beige-Book der US-Notenbank Fed am Abend könnte einen Hinweis auf ihre konjunkturelle Einschätzung geben.

Die düstere Konjunkturprognose für die Eurozone seitens der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prallte am Devisenmarkt ab. Für das laufende Jahr senkten die Konjunkturforscher ihre Wachstumsprognose massiv. Die OECD erwartet für 2019 nur noch ein Wachstum der Wirtschaftsleistung (BIP) im gemeinsamen Währungsraum um 1,0 Prozent. Bei der vorherigen Prognose im November war noch ein deutlich stärkeres Wachstum von 1,8 Prozent erwartet worden.

Im Konjunkturbericht hat die OECD ihre Prognose am stärksten für die Türkei gesenkt. Hier wird im laufenden Jahr ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung von 1,8 Prozent erwartet. Allerdings rechnen die Forscher für 2020 bereits wieder mit einem Aufschwung und erwarten ein Wachstum von 3,2 Prozent. Die wirtschaftliche Lage ist eines der Hauptthemen bei den Kommunalwahlen am 31. März. Die türkische Lira lässt am Mittwoch Federn. EUR/USD notiert spürbar fester bei 6,1055.

Sowohl gegenüber dem Euro als auch dem US-Dollar steht der kanadische Dollar unter Druck. Der Loonie fiel zum Dollar unter 0,75 auf den tiefsten Stand seit Anfang Januar. Es wird erwartet, dass die Bank of Canada in dieser Woche die Zinsen unverändert belässt oder sogar senken könnte. Zudem lasten der Korruptionsskandal und der damit verbundene Rücktritt zweier Kabinettsmitglieder auf Kanadas Währung. Kanadas Premierminister Justin Trudeau steckt seit Wochen tief in einer Regierungskrise und Erklärungsnöten. Es gibt Fragen zu seiner Rolle im Bestechungsskandal um das Unternehmen SNC-Lavalin. Vor einem Monat hatte die Zeitung "Globe and Mail" berichtet, die Regierung habe sich in den Bestechungsskandal um das kanadische Bauunternehmen eingemischt. Die Firma SNC-Lavalin soll Millionen an die Familie des ehemaligen libyschen Machthabers Gaddafi gezahlt haben, um sich Aufträge zu verschaffen.

Die australische Wirtschaft ist im Schlussquartal 2018 um lediglich 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Die Entwicklung folgt auf ein ebenfalls schwaches drittes Quartal. Der BIP-Anstieg lag zudem deutlich unter der Prognose der Notenbank RBA von 0,5 Prozent und unter den Markterwartungen von 0,3 Prozent. Im Jahresvergleich lag das Wachstum bei nur noch 2,3 Prozent. Im Jahr zuvor hatte die Rate noch bei 2,7 Prozent gelegen. Gleichwohl wächst der Fünfte Kontinent seit 28 Jahren ohne Rezession.

Der Australische Dollar verlor nach Veröffentlichung der Daten deutlich und pendelt gegen Mittag mit 0,7027 um den schwächsten Stand seit zwei Monaten gegenüber dem US-Dollar. Am Markt werden nun Rufe nach Zinssenkungen laut. Die Notenbank hatte den Leitzins Mitte 2016 auf ein Rekordtief von 1,5 Prozent gestellt. „Wir besitzen die Beweglichkeit, die Zinspolitik in jede notwendige Richtung zu drehen“, sagte Gouverneur Philip Lowe auf dem Wirtschaftsgipfel des Australian Financial Review an diesem Morgen. Da die RBA bereits eine neutrale Haltung eingenommen hat, wird es immer wahrscheinlicher, dass sie eine geldpolitische Lockerung noch in diesem Sommer vornehmen wird.