• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
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  • EUR/GBP - Kürzel: EUR/GBP - ISIN: EU0009653088
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  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
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  • EUR/TRY - Kürzel: EUR/TRY - ISIN: EU0006169963
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Die in der letzten Woche veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA fielen insgesamt durchwachsen aus. Während der Arbeitsmarktbericht für November enttäuschte, konnte der Indikator für das Verbrauchervertrauen positiv überraschen. Der Euro beendete die letzte Woche daher leicht gestärkt. Heute hat die Gemeinschaftswährung ihre Gewinne zunächst wieder abgegeben, konnte zuletzt aber wieder aufholen. Gegen Mittag handelte das Währungspaar EUR/USD bei 1,1423 und damit leicht im Plus.

Der heute Vormittag vom Analysehaus Sentix veröffentlichte Konjunkturindex gab erneut nach und erreichte den tiefsten Stand seit Dezember 2014. „Die Dynamik des Abschwungs gleicht derjenigen des Vorkrisenjahres 2007", kommentierte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. International seien keine Lichtblicke zu vermelden. „In allen Regionen, auch den erfolgsverwöhnten USA, brechen Lage- und Erwartungswerte ein.“

Das britische Pfund hat nach einem bereits schwachen Handelsauftakt am Montag in der Folge gegenüber dem Euro weiter an Boden verloren. EUR/GBP notierte gegen Mittag bei 0,90. Das Tagestief lag bei 0,8947. Grund der kleinen Aufholjagd des Euro ist das Urteil des EuGH, demzufolge Großbritannien den für 2019 angekündigten Brexit noch ohne Weiteres stoppen und Mitglied der Europäischen Union bleiben könnte. Eine Zustimmung der übrigen EU-Staaten sei nicht nötig. Aus London aber hieß es umgehend, das Urteil sei „irrelevant“. Außenminister Jeremy Hunt verwies auf die 52 Prozent der Briten, die 2016 für den EU-Austritt gestimmt hätten und eine Verzögerung nicht verstehen würden. „Ich glaube, die Leute wären geschockt und sehr böse und das ist bestimmt nicht die Absicht der Regierung", sagte Hunt.

Der chinesische Yuan leidet aktuell unter neuen Sorgen um den amerikanisch-chinesischen Handelskonflikt, die durch die Verhaftung der CFO des chinesischen Elektronik-Konzerns Huwai, Meng Wanzhou noch verstärkt wurden. Wanzhou wurde bereits am 1. Dezember in Vancouver auf Betreiben der USA festgenommen. Dieser Schritt wurde von China stark kritisiert. „Die ohnehin große Unsicherheit bezüglich des Handelskonflikts erhielt damit neue Nahrung und belastet den Yuan weiterhin“, kommentierte die National-Bank. Der japanische Yen ist im Zuge des neu eskalierten Handelskonflikts dagegen gesucht und stieg gegenüber dem Dollar um 0,4 Prozent auf 112,32. Laut Analysten der ANZ Bank gibt die Verhaftung von Frau Meng für die Anleger Anlass zur Sorge, da die Mühlen des Rechtssystems sehr langsam mahlen. „In der Zwischenzeit gehen die Märkte davon aus, dass die daraus resultierende zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China es weniger wahrscheinlich machen, dass ein Handelsabkommen und ein nachhaltiger Waffenstillstand geschlossen werden“.

Das Wirtschaftswachstum in der Türkei hat sich im dritten Quartal dieses Jahres verlangsamt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg nur noch um 1,6 Prozent, wie das Statistikamt am Montag mitteilte. Im zweiten Quartal hatte die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr noch um 5,2 Prozent zugelegt, im ersten Jahresviertel sogar um 7,4 Prozent. Die türkische Lira kann sich gegenüber dem Euro heute trotz der schwachen Wirtschaftsdaten behaupten und tendiert zur Marke von 0,1660.

In dieser Woche steht unter anderem die Abstimmung des Brexit-Deals im britischen Parlament im Fokus. Am Mittwoch werden die Marktteilnehmer insbesondere noch die US-Verbraucherpreise in Augenschein nehmen. Am Donnerstag steht noch die EZB-Sitzung auf der Agenda