Gerüchte über Pläne für einen negativen Einlagenzinssatz in der Eurozone und eine baldige Beendigung der Wertpapierkäufe durch die Federal Reserve haben dem Dollar seit Mittwochnachmittag kräftigen Auftrieb verliehen. Auch gemischt ausgefallene Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone belasten den Euro. In Frankreich trüben sich die Aussichten zusehends ein, während in Deutschland die Konjunktur wieder Tritt zu fassen scheint. EUR/USD tendiert im Vergleich zu gestern Mittag deutlich schwächer und rutschte im Tagestief bis auf 1,3397 ab. Aktuell steht der Kurs des Währungspaars bei 1,3430.

    Die US-Notenbank wird ihre milliardenschweren Wertpapierkäufe im Rahmen des sogenannten Quantitative Easing (QE) in den kommenden Monaten voraussichtlich zurückfahren. Das geht aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed (Federal Open Market Committee, FOMC) hervor. Aktuell kauft die Federal Reserve jeden Monat hypothekenbesicherte Wertpapiere (MBS) im Volumen von 40 Milliarden Dollar und längerfristige Staatsanleihen im Volumen von 45 Milliarden Dollar.

    Der Yen verzeichnet am Donnerstag deutliche Kursverluste gegenüber Euro und Dollar. Die japanische Notenbank hat in der Nacht entschieden, ihre Geldpolitik nicht zu verändern. Das Ziel für die jährliche Ausweitung der Geldbasis bleibt bei 60 bis 70 Billionen Yen pro Jahr. Das Währungspaar USD/JPY kletterte im Hoch bis auf 100,93 und kostet aktuell 100,88. Damit ist der Yen so schwach wie seit Juli 2013 nicht mehr.