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München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar fällt nach der gestrigen Erholung im europäischen Handel am Donnerstagvormittag wieder in Richtung seines am 3. März 2020 auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) erreichten knappen Achtwochentiefs zurück.

EUR/USD macht seine zur Wochenmitte gemachten Verluste wieder wett und notierte bislang bei 1,1178 im Hoch. Am Dienstag hatte EUR/USD im Zuge der außerplanmäßigen Zinssenkung der Federal Reserve Bank (Fed) um 50 Basispunkte bei 1,1213 ein Zweimonatshoch erreicht.

Nachdem die Fed im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie bereits geldpolitisch aktiv geworden ist, steht nun die Europäische Zentralbank (EZB) im Mittelpunkt des Interesses. Mit Spannung wird daher die EZB-Sitzung in der kommenden Woche erwartet.

„Marktseitig wird mit weiteren Zinssenkungen der Fed und einem Schritt der EZB im Verlauf des Monats gerechnet. Zudem spekulieren Marktteilnehmer darauf, dass das monatliche Anleihekaufvolumen um 20 auf 40 Milliarden Euro ausgeweitet wird und dass günstige Langfristtender eingesetzt werden, mit denen Banken ihre Kreditvergabe an Unternehmen kleine und mittlere Unternehmen ausweiten können, die mit den Folgen des Coronavirus zu kämpfen haben. Die Erwartungen an die Zentralbanken sind hoch und es dürfte immer schwerer fallen, diese zu erfüllen. Lagarde steht unter Druck“, schreibt Helaba-Analyst Ralf Umlauf im hetigen „Tagesausblick Devisen“.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellte am Mittwoch ein Hilfspaket in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar zur Verfügung, um die durch den Ausbruch des Coronavirus verursachten Auswirkungen auf die Weltwirtschaft zu mildern. Die Gelder seien sofort verfügbar und seien insbesondere Schwellenländer bestimmt, hieß es. Das US-Repräsentantenhaus gab 8,3 Milliarden US-Dollar frei, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

Während GBP/USD mit bislang zuhöchst 1,2931 ein Wochenhoch erreichte, markierte USD/JPY bei 106,78 ein frisches Fünfmonatstief. USD/CHF notiert mit bislang 0,9520 im Tief weiterhin in der Nähe seines am 3. März 2020 bei 0,9515 erreichten knappen Zweijahrestiefs.

USD/SEK gibt wurde bislang bei 9,4478 im Tief gehandelt. Dabei profitiert die schwedische Krone auch von guten Nachrichten aus der schwedischen Industrie. Die Industrieproduktion ist im Januar um 1,5 Prozent im Monatsvergleich gestiegen, nach einem Rückgang um 1,3 Prozent im Dezember. Auf Jahressicht ergibt sich im aktuellen Berichtszeitraum ein Zuwachs um 0,1 Prozent, nach minus 1,6 Prozent. Die Auftragseingänge legten im Januar um 2,2 Prozent im Jahresvergleich zu. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Rückgang um 0,8 Prozent gerechnet, nach minus 4,7 Prozent im Dezember. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/SEK-News.

Der US-Wirtschaftsdatenkalender am Donnerstagnachmittag ist gut bestückt. Highlight sind die Auftragseingänge in der Industrie im Januar. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.