• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
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Der US-Dollar wird weiterhin als sicherer Hafen angesteuert. Der Euro hat am Mittwoch im Verlauf nachgegeben. Am Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich 1,1543 US-Dollar und damit über einen halben Cent weniger als am Morgen. Zuletzt holte der Euro etwas auf und handelte zum US-Dollar bei 1,1575.

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Es sind die Handelskonflikte, insbesondere die zwischen den USA und China, die erneut einen Run auf den Dollar auslösen, wie die Analysten der National-Bank es formulieren. Der Greenback werde nach wie vor noch als "eine der wichtigsten Reservewährungen betrachtet, die in Krisensituationen nachgefragt werden“. Falls US-Präsident Donald Trump seine Warnung wahrmache und weitere chinesische Produkte im Wert von 200 Milliarden Dollar mit Zöllen belege, würde der Streit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt weiter eskalieren.

Robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone lieferten dem Euro einen festeren Unterbau. Die Stimmung der Unternehmen im Euroraum hat sich im August unerwartet verbessert. Der vom Marktforschungsinstitut IHS Markit ermittelte Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft stieg überraschend um 0,2 Punkte auf 54,5 Zähler. Es handelte sich um eine zweite Schätzung, ein erstes Erhebungsergebnis wurde damit angehoben.

Die erneut höhere Risikoscheu der Anleger zeigt sich auch in der Beliebtheit des Schweizer Franken, der den Euro leicht in Richtung 1,1275 unter Druck setzt. Zuvor handelte das Währungspaar bei unter 1,1250. Noch vor einer Woche hatte sich der Euro vom Türkei-Schock weitestgehend erholt und bei 1,1440 notiert. „Die SNB wird auf der Hut sein müssen, um die Franken-Stärke nicht ausufern zu lassen und könnte mit Interventionen zu Lasten der eigenen Währung reagieren“, warnte die National-Bank.

Erneut steht der südafrikanische Rand unter Beschuss. Die Währung erreichte zu US-Dollar am Vormittag bei 15,6949 den schwächsten Stand seit Juni 2016. Zuletzt handelte das Cross USD/ZAR bei 15,5656. Neben der allgemeinen Verunsicherung mit Blick auf Schwellenländer sind Anleger wegen der aktuellen Wachstumszahlen in Sorge. Die Wirtschaftsleistung des Landes ist im zweiten Quartal 2018 auf das Jahr hochgerechnet um 0,7 Prozent zum Vorquartal zurückgegangen, wie Statistikbehörde des Landes am Dienstag mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Wachstum um 0,6 Prozent gerechnet. Bereits im ersten Quartal war die Wirtschaft um annualisiert 2,6 Prozent geschrumpft. Damit rutschte Südafrika im Frühjahr erstmals seit 2009 in eine Rezession.

Die Brexit-Verhandlungen Großbritanniens mit der EU kommen in einer wichtigen Phase kaum voran. Als neue Deadline hat man sich auf Mitte November verständigt, die britische Verhandlungsposition wurde von EU-Chefunterhändler Barnier allerdings rundherum abgebügelt. Dies lastet auf dem Pfund, der Euro hält sich weiterhin oberhalb von 0,90.

Am Nachmittag steht noch die US-Handelsbilanz auf der Agenda. Im aktuellen Marktumfeld scheinen die Wirtschaftsdaten jedoch eher in den Hintergrund zu rücken.