• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
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Nach den Verlusten bis zur Wochenmitte versucht sich der Euro am heutigen Donnerstag an einer Wiedergutmachung. Zum US-Dollar klettert die Gemeinschaftswährung am Mittag um 0,25 Prozent auf 1,1183. Der Dollar bleibe in einem Aufwärtstrend, auch wenn es im Moment eine Pause gebe, sagte ein Analyst in London.

Positives gab es heute aus der Eurozone zu vermelden. So ist die spanische Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres nach endgültiger Datenlage kräftig um 0,8 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Bereits im Schlussquartal 2015 legte das BIP in dieser Größenordnung zu.
Damit hat die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone das Wachstumstempo der vergangenen Quartale gehalten. In Frankreich ist die Arbeitslosigkeit im April auf 3,511 Mio. und damit den tiefsten Stand seit über einem Jahr gesunken, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Der Rückgang im April von knapp 20.000 ist der zweite in Folge. Inmitten von Streiks und Blockadeaktionen wegen einer Arbeitsmarktreform liefern die Daten einen Hoffnungsschimmer für die französische Wirtschaft.

Die jüngste, leichte Erholungsbewegung des britischen Pfunds legt heute nach wenig überraschenden Wachstumsdaten der UK-Wirtschaft eine Pause ein. Britanniens Wirtschaft ist von Januar bis März um 0,4 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Damit wurde eine erste Schätzung von Ende April bestätigt. Der Trend ist abwärtsgerichtet. Im Schlussquartal 2015 hatte die Wirtschaft noch um 0,6 Prozent zugelegt. Im Jahresvergleich legte das BIP im Auftaktquartal um revidiert 2,0 Prozent zu. Zunächst war hier ein Anstieg von 2,1 Prozent ermittelt worden. Die weitere Entwicklung des Pfund-Kurses gilt angesichts eines möglichen Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) als unsicher. Experten erwarten im Falle eines Brexits nach dem Referendum am 23. Juni einen Einbruch der Währung von 10 bis 15 Prozent.

In der Türkei hat die Notenbank die geldpolitischen Zügel erneut etwas gelockert. So wurde der eigentliche Leitzins, der einwöchige Rupo-Satz zwar unverändert bei 7,5 Prozent belassen. Gleichzeitig senkten die Währungshüter unter ihrem neuen Chef Murat Cetinkaya aber den Spitzenrefinanzierungssatz für Tagesgelder (Übernachtkredite an die Banken) erneut um einem halben Prozentpunkt auf 9,5 Prozent. Bereits im April hatte die CBRT diesen Satz um 0,5 Punkte zurückgenommen. Ein Berater von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor eine Senkung eingefordert. Die türkische Zentralbank steht unter hohem Druck aus der Politik. Trotz der starken Inflation forderte die Regierung zuletzt wiederholt rasche Zinssenkungen, um die schwächelnde Konjunktur anzukurbeln. Die Entscheidung stärkte die Lira.

Der Yen gewinnt am Donnerstag gegenüber dem Dollar an Fahrt. USD/JPY erreichte ein Tief von 109,39 und notierte zuletzt um 0,22 Prozent niedriger bei 109,95. Die Anleger warten auf weitere Signale in Bezug auf eine Zinsanhebung im Sommer. Fed-Chefin Janet Yellen wird in den kommenden Tagen mehrere Reden halten und gewiss Hinweise für das weitere geldpolitische Vorgehen liefern. Der Greenback hat zuletzt von Zinsspekulationen profitiert. Einige Fed-Mitglieder deuteten an, dass die US-Notenbank bereits bei ihrer nächsten Sitzung im Juni die Zinssätze anheben könnte. Höhere Zinsen wirken sich positiv auf den Dollar aus, da sie die Währung als verzinsliche Anlage attraktiver machen.