Im Währungspaar EUR/USD steckt am Montag wenig Dynamik, immerhin aber konnte der Euro die Marke von 1,14 Dollar hinter sich lassen. Am Mittag wurde das Cross leicht fester bei 1,1413 gehandelt.

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    Das Wachstum der Geldmenge M3 in der Eurozone hat sich zum Jahresende überraschend beschleunigt. Die breit gefasste Geldmenge M3 erhöhte sich im Dezember zum Vorjahresmonat um 4,1 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte. Im Vormonat hatte der Zuwachs 3,7 Prozent betragen. „Die Zahlen sind ermutigend, setzten die EZB aber nicht unter Handlungsdruck, sodass diese bis auf weiteres mit einer Politik der ruhigen Hand agieren dürfte“, kommentierte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

    In den USA konnte der ‚Government Shutdown‘ vorerst beigelegt werden. Es ist eine Lösung auf Zeit. Drei Wochen bleiben Republikanern und Demokraten, um sich zu einigen. Die Entscheidung im Streit über die Mauer an der Grenze zu Mexiko ist nur aufgeschoben. Der Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, sagte, die Einigung unterstütze die Haltung der Demokraten. Er rief dazu auf, nun eine gemeinsame Lösung für die Sicherheit an der Grenze zu Mexiko zu finden.

    Der Dollar geriet gegen Ende vergangener Woche unter Druck, da er im Zuge einer aufgehellten Marktstimmung in seiner Funktion als Weltreservewährung weniger gefragt war. Die generelle Richtung beim Dollar zeige immer noch nach unten, im Vorfeld der Sitzung des Fed-Offenmarktausschusses in dieser Woche wird sich das auch nicht ändern, kommentierte ein Währungsspezialist von der Bank of Singapore.

    Die Analysten der Commerzbank zeigen sich hingegen für den Euro vorsichtiger. „Sollten sich die schwachen Zahlen aus der Eurozone entgegen den Erwartungen unserer Volkswirte in den kommenden Wochen mehren, besteht das Risiko, dass sie die Widerstandskraft des Euro nach und nach erodieren", schreiben sie.

    Das britische Pfund legt zu Wochenbeginn eine Atempause ein, nachdem in der Woche zuvor gegenüber Euro und besonders dem Dollar zulegen konnte. Hoffnungen auf einen geordneten Brexit gaben dem Pfund Auftrieb. Die britische Zeitung "The Sun" hatte berichtet, dass die nordirische Partei DUP die Brexit-Pläne der britischen Regierung unter Umständen unterstützen könnte. Diese Nachricht dämpfte die Angst vor einem ungeordneten Austritt Großbritanniens aus der EU.

    Nach Einschätzung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) könnte ein ungeordneter EU-Austritt Großbritanniens die Wechselkurse zu Pfund und Euro beeinflussen. Verwerfungen im Wechselkurs könnten wiederum im Zusammenhang mit den Exporten in die Eurozone und nach Großbritannien auch Einfluss auf die Schweiz haben, betonte SNB-Präsident Thomas Jordan in einem TV-Interview. Zudem könnte ein ungeordneter Brexit den Handel erschweren. „Das ist der Grund, warum wir das eng verfolgen", sagte Jordan. EUR/CHF notiert am Montag kaum verändert bei 1,1329.

    Im Laufe des Tages äußern sich einige hochrangige Notenbanker, darunter Bank of England-Gouverneur Mark Carney und EZB-Präsident Mario Draghi. Er hatte in der vergangenen Woche vor Konjunkturrisiken wie dem Brexit gewarnt.