Die Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum und den USA haben dem Euro weiter Schwung gegeben und ließen ihn vergangenen Donnerstag in der Folge über 1,12 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Ende Februar dieses Jahres steigen. Die Gemeinschaftswährung profitierte dabei zunächst von überraschend guten Konjunkturdaten aus der Eurozone, wo Zahlen zum Wirtschaftswachstum in Spanien und vom Arbeitsmarkt in Deutschland besser ausfielen als erwartet. Später bröckelten die Gewinne wieder, der Greenback machte im Windschatten positiver Zahlen vom Arbeitsmarkt Boden gut.

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    Zu Beginn dieser Woche bewegte sich die Gemeinschaftswährung wieder über der Marke von 1,12. EUR/USD kostete am Montagmorgen 1,1205 Dollar. Die am Wochenende vermeldeten leichten Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen internationalen Geldgebern zur Lösung des Schuldenstreits gaben dem Euro dabei sicher etwas Rückenwind.

    Trotz stabiler Konjunkturdaten aus der Eurozone gab die Einheitswährung im Verlauf aber nach. Aktuell notiert das Währungspaar bei 1,1133. Am Vormittag standen die Einkaufsmanagerindizes des Verarbeitenden Gewerbes sowie das Sentix-Investorenvertrauen auf der Agenda. Dabei hat sich der Markit-Stimmungsindikator für die Industrieunternehmen der Eurozone im April mit minus 0,2 Zählern auf 52,0 Punkten weniger stark verschlechtert als in der Erstschätzung ausgewiesen worden war (51,9 Punkte). Auch der vom Forschungsinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator deutete einen weiterhin stabilen Aufschwung im Währungsraum an. Der Index fiel im Mai nur leicht um 0,4 Punkte auf 19,6 Zähler zurück. Im Detail verbesserte sich die Lagebewertung der befragten Investoren, während sich die Erwartungshaltung etwas eintrübte.

    Gegenüber dem japanischen Yen tendiert der Euro um 0,59 % schwächer bei 133,7630. In Japan ist im März ein stärkerer Anstieg der Verbraucherpreise registriert worden. Die Preise ohne Berücksichtigung von frischen Lebensmitteln seien im März im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent gestiegen, teilte die Regierung am Freitag mit. Im Februar hatte die Rate noch bei 2,0 Prozent gelegen. Experten hatten mit einem unveränderten Wert gerechnet. Werden die Folgen der Mehrwertsteuererhöhung im vergangenen Jahr ausgeklammert, hat sich das Preisniveau laut Schätzung der Bank of Japan im März um 0,2 Prozent erhöht.

    Die russische Notenbank hat vergangene Woche ihren Leitzins überraschend um 1,5 Prozentpunkte gesenkt. Die meisten Analysten hatten nur mit einer Anpassung des Schlüsselzinses zur Geldversorgung der Banken um einen Prozentpunkt auf 13,0 Prozent gerechnet. Mit der Zinssenkung will man die lahmende Wirtschaft ankurbeln. Der Rubel erholte sich daraufhin leicht und notiert aktuell zum Euro um 57,50.