Der US-Dollar gibt im europäischen Handel am Donnerstag gegenüber den anderen Hauptwährungen nach. Grund für die optimistischere Stimmung gegenüber Euro & Co. ist der über Nacht veröffentlichte chinesische HSBC-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Oktober. Der Index stieg von 50,4 auf 50,9 Punkte und liegt damit komfortabel oberhalb der Konsensschätzung von 50,5 Zählern. Der Subindex zu den Auftragseingängen kletterte auf ein Siebenmonatshoch.

    EUR/USD weitete seine jüngsten Gewinne bis bislang 1,3822 in der Spitze aus – der höchste Stand seit November 2011. Die am Vormittag gemeldeten Daten aus der Eurozone haben enttäuscht. So fiel der Composite-Einkaufsmanagerindex für die Eurozone im Oktober laut vorläufigen Daten von 52,2 auf 51,5 Punkte. Erwartet worden war im Konsens hingegen ein Anstieg auf 52,4 Zähler. Verantwortlich für den Rückgang war der Dienstleistungssektor. Dessen Einkaufsmanagerindex fiel überraschend von 52,2 auf 50,9 Punkte (Konsens 52,3 Zähler), während der Index für das verarbeitende Gewerbe von 51,1 auf 51,3 Punkte zulegen konnte (erwartet: 51,4 Zähler).

    Im Fokus lagen am Donnerstagvormittag die beiden Zinsentscheide aus Skandinavien. Die Riksbank beließ ihren Leitzins unverändert bei 1,00 Prozent und bekräftigte ihr bereits im September abgegebenes Statement, dass eine erste Zinsanhebung nicht vor Ende 2014 zu erwarten sei. Die aktuelle Zinsprognose für 2013 wurde minimal von 0,96 Prozent auf 0,95 Prozent gesenkt. EUR/SEK hat kaum auf den Zinsentscheid bzw. das Begleitstatement der schwedischen Notenbank reagiert und notiert weiterhin im Bereich der 8,77er-Marke.

    Die Norwegerkrone hat hingegen nach dem unveränderten Zinsentscheid der norwegischen Notenbank zugelegt. EUR/NOK sank aus dem Bereich der 8,15er-Marke bis bislang 8,1060 im Tief. Die Norges Bank beließ ihren Leitzins wie erwartet unverändert bei 1,50 Prozent. Zum Zinsausblick äußert sich Notenbankgouverneur Øystein Olsen im aktuellen Begleitstatement nicht.

    Aus den USA werden um 14:30 Uhr MESZ die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis zum 19. Oktober gemeldet. Erwartet wird im Konsens ein Rückgang auf 341.000 von 358.000 in der Vorwoche. Gleichzeitig stehen auch die US-Handelsbilanzzahlen für August an. Analysten kalkulieren im Schnitt mit einem Defizit von 39,4 Milliarden US-Dollar, nach minus 39,1 Milliarden US-Dollar im Vormonat. Um 15:00 Uhr MESZ folgen der Markit-Einkaufsmanagerindex für Oktober (Konsens 52,8 Punkte wie zuvor) und um 16:00 Uhr MESZ die Neubautenverkäufe im September (Konsens 427.000 nach 421.000).