München (GodmodeTrader.de) - Der US-Dollar fällt im europäischen Handel am Dienstagvormittag gegenüber den anderen Hauptwährungen (mit Ausnahme des Euro) zurück. USD/JPY notierte im Umfeld einer gestiegenen Risikoaversion bislang bei 119,21 im Tief, während USD/CHF bislang zutiefst 0,9682 erreichte.

    Die Sorgen um die Verfassung der chinesischen Wirtschaft und die Fähigkeit Beijings, die Krise zu meistern, waren zu Wochenbeginn von jüngsten Daten aus dem Reich der Mitte bestärkt worden. Demnach sanken die chinesischen Unternehmensgewinne im August um 8,8 Prozent im Jahresvergleich – der stärkste Rückgang seit vier Jahren. Befürchtet wird, dass die Wirtschaftsschwäche Chinas auch negative Auswirkungen auf die US-Konjunktur hat. (Mehr zum Thema China: Am Ende des Tunnels ist ein Licht!)

    EUR/USD gibt ebenfalls nach und notierte bislang bei 1,1217 im Tief. In den USA haben sich gestern weitere Fed-Gouverneure positiv zu einer Zinserhöhung noch in diesem Jahr geäußert. Darunter war auch William Dudley, der in der Vergangenheit immer eher für eine expansivere Ausrichtung der Geldpolitik plädiert hatte.

    Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im September unterdessen überraschend aufgehellt. Der entsprechende Indikator legte von 104,2 Punkten auf 105,6 Zähler zu. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem leichten Rückgang auf 104,1 Punkte gerechnet.

    GBP/USD legt zu und notierte bislang bei 1,5205 im Hoch. Die am Dienstagvormittag aus Großbritannien gemeldeten Daten sind gemischt ausgefallen. Die Hypothekengenehmigungen stiegen im August auf 71.030. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Zuwachs auf 70.000 gerechnet, nach 69.010 im Juli. Die Geldmenge M4 sank im Berichtszeitraum um 0,4 Prozent im Monatsvergleich. Erwartet worden war hier im Konsens hingegen ein Anstieg um 0,7 Prozent, nach plus 1,0 Prozent im Juli. Die Verbraucherkredite stiegen im selben Zeitraum um 4,3 Milliarden GBP (Konsens plus 4,1 Milliarden GBP, nach plus 4,0 Milliarden GBP im Vormonat).

    USD/NOK fällt trotz enttäuschender Daten aus Norwegen von seinem zu Wochenbeginn bei 8,6006 erreichten frischen Rekordhoch zurück und notierte bislang bei 8,4767 im Tief. So sanken die Einzelhandelsumsätze im August überraschend um 0,4 Prozent im Monatsvergleich. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet, nach einem Zuwachs um 0,5 Prozent im Juli. Auf Jahressicht ergibt sich aktuell ein Rückgang um 0,2 Prozent, nach zuvor plus 2,6 Prozent. Bitte beachten Sie auch die aktuelle Nachricht zu USD/NOK.

    Die indische Rupie legt nach dem Zinsentscheid der indischen Notenbank zu und INR/USD notierte bislang bei 0,0152 im Hoch. Die indische Zentralbank hat ihren Leitzins zum vierten Mal in diesem Jahr gesenkt. Der Ausleihesatz wurde um 50 Basispunkte auf 6,75 Prozent zurückgenommen – das niedrigste Niveau seit vier Jahren. Die Wirtschaft erholt sich Notenbankchef Raghuram Rajan zufolge zaghaft und soll durch niedrigere Zinsen weiter angekurbelt werden. Bitte lesen Sie auch die ausführlichere INR/USD-News.

    Der US-Wirtschaftsdatenkalender am Nachmittag ist gut bestückt. Highlight ist das Verbrauchervertrauen des Conference Board im September. Erwartet wird im Konsens ein Rückgang von 101,5 Punkten auf 96,2 Zähler.