Der US-Dollar muss zum Wochenschluss auf breiter Basis weitere Federn lassen. EUR/USD setzt seinen jüngsten Anstieg fort und notierte bislang bei 1,3714 im Hoch. Die Wirtschaft in der Eurozone ist im vierten Quartal stärker gewachsen als erwartet. So stieg das Bruttoinlandsprodukt in den drei Monaten bis Ende Dezember um 0,3 Prozent im Quartalsvergleich. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet, nach einem Zuwachs um 0,1 Prozent im dritten Quartal.

    GBP/USD weitet seine am Mittwoch von der Veröffentlichung des Inflationsreports der Bank of England (BoE) befeuerten Gewinne ebenfalls aus und hat bei 1,6717 ein frisches Zweieinhalbjahreshoch erreicht. Die BoE hatte ihre BIP-Prognosen angehoben und Zinsanhebungsfantasien geschürt. USD/CHF und USD/JPY geben nach und notierten bislang bei 0,8900 bzw. 101,55 im Tief.

    Osteuropäische Währungen befinden sich nach besser als erwartet ausgefallenen BIP-Zahlen aus Ungarn, Tschechien und Rumänien sowie einem wie erwartet ausgefallenen polnischen BIP ebenfalls im Aufwind. USD/HUF notierte im Tief bei 224,69, USD/CZK bei 19,908, USD/RON bei 3,2670 und USD/PLN bei 3,0248. Die russische Notenbank hat ihren Leitzins unverändert bei 5,50 Prozent belassen. USD/RUB legt gegen den Trend zu und notierte im Hoch bei 35,3830.

    Die indonesische Rupiah weitet zum Wochenschluss ihre dank einer deutlichen Verringerung des indonesischen Leistungsbilanzdefizits gemachten Vortagsgewinne gegenüber dem US-Dollar aus. Im Tief notierte USD/IDR bislang bei 11.823 - ein Zweimonatstief. Mit einem Plus von 2,5 Prozent ist die Rupiah damit in diesem Jahr die sich bislang am besten entwickelnde Emerging-Markets-Währung, nachdem sie 2013 rund 21 Prozent an Wert eingebüßt hatte – deutlich mehr als andere EM-Währungen.

    Aus den USA werden um 14:30 Uhr MEZ die Importpreise für Januar gemeldet. Analysten erwarten im Konsens einem Rückgang um 0,1 Prozent im Monatsvergleich, nach einem unveränderten Wert im Dezember. Um 15:15 Uhr MEZ folgt die Industrieproduktion im Januar. Erwartet wird ein sequenzieller Anstieg um 0,2 Prozent, nach plus 0,3 Prozent. Den Datenreigen beschließt um 15:55 Uhr MEZ das vorläufige Konsumklima der Uni Michigan im Februar (Konsens 80,6 Punkte, nach 81,2 Zählern).