Nach einem zunächst negativen Start in den neuen Handelstag hat der Greenback seine Verluste gegenüber dem Euro im weiteren Handelsverlauf wettmachen können und notiert gegen Mittag gegenüber dem Euro auf Tagessicht nahezu unverändert. EUR/USD fiel von einem Zehntageshoch bei 1,2495 bis 1,2409 im Tief zurück und notiert gegen 12:05 Uhr MEZ bei 1,2455. Das Ifo-Institut hat seine Prognose zum Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts für 2015 von 2,2 Prozent auf 1,5 Prozent gesenkt.

    GBP/USD gibt von seinem Zehntageshoch bei 1,5756 bislang bis 1,5649 nach. Der RICS-Hauspreissaldo verdeutlicht mit einem Rückgang von 20 auf 13 Punkte, dass sich der Anstieg der britischen Immobilienpreise im November den sechsten Monat in Folge abgeschwächt hat. USD/JPY legt hingegen von seinem am Morgen erreichten Zweiwochentief bei 117,42 bislang bis 118,89 zu. Spekulationen zufolge wird die liberaldemokratische Partei von Premierminister Shinzo Abe am Wochenende die vorgezogenen Neuwahlen gewinnen, so dass er seine „Abenomonics“ genannte Wirtschaftspolitik fortführen kann, was den Yen weiter schwächen dürfte.

    Derweil stehen ungewöhnlich viele Zinsentscheide auf dem Programm. Bereits am Mittwochabend hat die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) angesichts der zuletzt ans untere Ende des Zielbandes zwischen einem und drei Prozent gefallenen Inflation wie von Analysten erwartet unverändert bei 3,50 Prozent belassen. „Weitere Zinsanhebungen könnten jedoch zu einem späteren Zeitpunkt notwendig werden“, sagte Notenbankgouverneur Graeme Wheeler nach dem Zinsentscheid. NZD/USD legte zunächst zu und notierte im Hoch bei 0,7871, bevor es im weiteren Handelsverlauf im Verbund mit der Dollar-Stärke auf breiter Basis zu einem Kursrücksetzer bis bislang 0,7774 kam.

    Ihre Leitzinsen ebenfalls unverändert beließen die indonesische Zentralbank (Leitzins weiter bei 7,75 Prozent), die philippinische Notenbank (Leitzins weiter bei 4,00 Prozent), die südkoreanische Zentralbank (Leitzins weiter bei 2,00 Prozent) und die Schweizerische Nationalbank (SNB). Die SNB beließ ihr Zielband für den Dreimonats-Libor unverändert bei null bis 0,25 Prozent und hält weiterhin an dem EUR/CHF-Mindestkurs von 1,20 fest. Zudem senkte die SNB ihre Inflationsprognosen. SNB-Präsident Jordan schloss nach dem Entscheid negative Zinsen als geldpolitisches Instrument nicht aus. USD/CHF notiert aktuell mit einem Minus von 0,18 Prozent bei 0,9648.

    USD/NOK ist bislang bis 7,2890 in der Spitze geklettert. Die norwegische Notenbank hat ihren Leitzins angesichts des Ölpreisverfalls und der deutlich schwächeren Wirtschaftsaussichten überraschend um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent gesenkt. Analysten hatten im Konsens mit einem unveränderten Ausleihesatz von 1,50 Prozent kalkuliert. Zudem suggeriert das Begleitstatement, dass bis Ende 2016 noch eine weitere Zinssenkung anstehen könnte.

    AUD/USD hat nach einem besser als erwartet ausgefallenen australischen Arbeitsmarktbericht zunächst bis 0,8375 zugelegt, ist im weiteren Handelsverlauf dann jedoch bis 0,8234 zurückgefallen. Die Zahl der Erwerbstätigen in „Down Under“ stieg im November überraschend deutlich um 42.700. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Zuwachs um 15.200 gerechnet, nach plus 13.700 im Vormonat. Die Arbeitslosenquote legte im Berichtszeitraum wie erwartet von 6,2 Prozent auf 6,3 Prozent zu.

    Aus den USA werden um 14:30 Uhr MEZ die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche bis zum 6. Dezember gemeldet. Analysten erwarten im Konsens einen Anstieg von 297.000 auf 299.000. Gleichzeitig stehen auch die Importpreise im November an (Konsens minus 1,7 Prozent im Monatsvergleich nach minus 1,3 Prozent im Vormonat) sowie die Einzelhandelsumsätze im November (erwartet plus 0,3 Prozent im Monatsvergleich wie zuletzt). Um 16:00 Uhr MEZ folgen die Lagerbestände im Oktober. Erwartet wird hier im Konsens ein Anstieg um 0,2 Prozent im Monatsvergleich, nach zuletzt plus 0,3 Prozent.