Der US-Dollar gibt im europäischen Handel am Freitag auf breiter Basis nach. EUR/USD konsolidiert dabei die gestrigen Verluste bis 1,3109 im Tief, die das Währungspaar nach den „dovishen“ Äußerungen von EZB-Präsident Mario Draghi im Anschluss an den gestrigen Zinsentscheid gemacht hatte. Im Hoch erreichte EUR/USD heute bislang 1,3138.

    USD/JPY fällt aufgrund von Gewinnmitnahmen vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht von seinem im asiatischen Handel erreichten Sechswochenhoch bei 100,23 bis bislang 99,47 zurück. Unterstützung bekommt der Yen auch von den über Nacht gemeldeten Frühindikatoren, die im August um 0,6 Punkte auf 107,8 Zähler zugelegt haben.

    Auch USD/CHF gibt von seinem - allerdings bereits gestern erreichten - Sechswochenhoch bei 0,9455 nach und notierte bislang bei 0,9427 im Tief. Die schweizerischen Verbraucherpreise sind im August um 0,1 Prozent im Monatsvergleich gesunken, nach einem Minus von 0,4 Prozent im Vormonat. Analysten hatten im Konsens mit einem unveränderten Wert gerechnet.

    Gegenüber dem britischen Pfund legt der US-Dollar nach gemischten Daten aus Großbritannien hingegen zu. GBP/USD notierte bislang bei 1,5565 im Tief. Die zuletzt verbesserten Handelsbilanzzahlen haben im Juli mit einer Ausweitung des Defizits auf 9,9 Milliarden GBP enttäuscht. Erwartet worden war im Konsens ein gegenüber dem Vormonat unveränderter Wert von minus 8,2 Milliarden GBP.

    Die britische Industrieproduktion fiel mit einem im Monatsvergleich unveränderten Wert im Juli ebenfalls schwächer aus als erwartet. Analysten hatten im Konsens auf dieser Basis mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet, nach plus 1,3 Prozent im Vormonat. Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe stieg im Juli sequenziell um 0,2 Prozent (Konsens plus 0,4 Prozent nach plus 2,0 Prozent). Die Inflationserwartungen der britischen Verbraucher auf Sicht von zwölf Monaten haben sich jedoch im August auf 3,2 Prozent abgeschwächt. Im Juli war noch eine Inflationsrate von 3,6 Prozent erwartet worden.

    Bevor aus den USA um 14:30 Uhr MESZ mit dem offiziellen Arbeitsmarktbericht für August das datenseitige Highlight des Tages ansteht, gilt der um 12:00 Uhr MESZ kommenden Produktion im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands noch Aufmerksamkeit. Erwartet wird im Konsens, dass diese im Juli um 0,3 Prozent im Monatsvergleich gesunken ist (Vormonat plus 2,4 Prozent).

    Für den US-Arbeitsmarktbericht kalkulieren Analysten im Konsens mit einem Wert bei den neugeschaffenen Stellen im August von 181.000, nach 162.000 im Vormonat, während die Arbeitslosenquote unverändert bei 7,4 Prozent erwartet wird. Fällt der US-Arbeitsmarktbericht wie erwartet oder besser aus, dürfte dies die Erwartung am Markt bestätigen, dass die Federal Reserve Bank bei ihren nächsten Treffen am 17./18. September mit der Reduzierung ihrer Anleihenkäufe beginnen wird.