• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,09683 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,22377 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 107,760 ¥

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar ist im europäischen Handel am Donnerstag angesichts einer getrübten Stimmung und Verlusten an den internationalen Aktienmärkten im Vorfeld wichtiger US-Daten auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) als „sicherer Hafen“ gefragt.

Während die Covid-19-Neuinfektionen in Ländern wie Brasilien und Mexiko weiterhin Rekorde brechen, verlängern andere Länder den Lockdown, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen – auch wenn es in einigen Ländern angesichts sinkender Fallzahlen bereits zu Lockerungen kommt.

Aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung geht hervor, dass die Mitglieder des Offenmarktausschusses der Federal Reserve Bank (Fed) davon ausgehen, dass die Auswirkungen des Coronavirus das Wachstum kurzfristig stark belasten und mittelfristig erhebliche Abwärtsrisiken für die wirtschaftlichen Aussichten bergen. Zudem bekräftigten die Währungshüter, dass der Leitzins nahe null verbleiben soll, bis die wirtschaftliche Erholung voranschreitet.

FX-Mittagsbericht-US-Dollar-als-sicherer-Hafen-gefragt-Tomke-Hansmann-GodmodeTrader.de-1
EUR/USD

EUR/USD fällt von seinem zur Wochenmitte erreichten knappen Dreiwochenhoch bei 1,0999 bislang bis 1,0950 zurück. GBP/USD gibt bislang bis 1,2184 im Tief nach. Das Pfund belasten die Schwierigkeiten in den Brexit-Handelsverhandlungen mit der EU sowie die Aussicht auf negative Zinssätze angesichts der befürchteten Schwere des bevorstehenden Wirtschaftseinbruchs. Der britische Finanzminister Rishi Sunak warnte Anfang dieser Woche, dass Großbritannien vor einer schweren Rezession stehe, „wie wir sie noch nicht gesehen haben".

Die am Vormittag gemeldeten britischen Einkaufsmanagerindizes sind besser ausgefallen als erwartet. Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe stieg im April überraschend deutlich auf 40,6 Punkte. Analysten hatten im Konsens mit einer Erholung auf 35,1 Zähler gerechnet, nach einem Allzeittief bei 32,6 Punkten im März. Dessen Pendant für den Dienstleistungssektor legte vom Rekordtief bei 13,4 Zählern auf 27,8 Punkte zu (Konsens 20,0 Zähler). Bitte lesen Sie auch die aktuelle GBP/USD-News.

USD/JPY notierte bislang bei 107,85 im Hoch. Die über Nacht aus Japan gemeldeten Daten verdeutlichen das Ausmaß des Wirtschaftseinbruchs infolge der Corona-Krise. Die japanischen Exporte sind im April um 21,9 Prozent im Jahresvergleich eingebrochen, nachdem im März bereits ein Rückgang um 11,7 Prozent gemeldet worden war. Das Defizit in der Handelsbilanz stieg von 380 Millionen Yen im März auf eine Milliarde Yen im April. Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe sank vorläufigen Daten zufolge von 41,9 Punkten im März auf 38,4 Zähler im April – der geringste Wert seit März 2009. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/JPY-News.

Der US-Wirtschaftsdatenkalender am Donnerstagnachmittag ist prall gefüllt. Zur Veröffentlichung kommen unter anderen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Philadelphia Fed Index im Mai und die Markit-Einkaufsmanagerindizes. Zudem stehen Reden mehrerer Fed-Vertreter auf dem Programm, darunter auch Fed-Chef Jerome Powell. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.