• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,12300 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,29480 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 109,694 ¥
  • USD/CHF - Kürzel: USD/CHF - ISIN: XC0009652816
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,00780 Fr

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar legt im europäischen Handel am Dienstagvormittag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) zu, wobei insbesondere USD/JPY einen Teil der kräftigen Abwärtsbewegung vom Montag infolge des Schocks über die Eskalation des US-chinesischen Handelskonflikts wieder wettmacht. Vom Dreieinhalbmonatstief bei 108,99 erholte sich das Währungspaar bislang bis 109,77.

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China hatte als Antwort auf die Erhöhung der US-Importzölle auf 25 Prozent für chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar vom Freitag gestern mit Einfuhrzöllen auf US-Produkte im Wert von 60 Milliarden US-Dollar reagiert. Je nach Produkt sollen ab dem 1. Juni 2019 Zölle von 10, 20 oder 25 Prozent gelten. Der Höchstsatz betrifft insgesamt 2.500 Produkte. Die „Anpassung" sei eine „Antwort auf den US-Unilateralismus und Handelsprotektionismus", hieß es aus Peking. Man hoffe, dass die USA zur bilateralen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zurückkehrten.

Die Verschärfung des Handelskonflikts hatte die Spekulationen über Zinssenkungen der Federal Reserve Bank (Fed) neu befeuert. New-York-Fed-Präsident John Williams hatte am Montag gesagt, dass das Niedrigzinsumfeld wahrscheinlich jahrelang anhalten wird, gab jedoch keine klareren Hinweise darauf, wie die Fed auf die jüngsten Handelsentwicklungen reagieren wird. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell hatte den Handelsstreit bei seiner letzten Pressekonferenz als einen der wichtigsten Risikofaktoren für die Wirtschaft bezeichnet. Weitere Hinweise auf das Vorgehen der Fed könnten sich mit den heutigen Reden der Fed-Vertreterinnen Esther George und Mary Daly ergeben.

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EUR/USD

EUR/USD erholt sich vom gestrigen Tief bei 1,1217 bislang bis 1,1244. Die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen haben sich im Mai überraschend eingetrübt. Der Index fiel mit minus 2,1 Punkten wieder in den negativen Bereich zurück, nachdem er im April bei plus 3,1 Zählern ein 13-Monatshoch erreicht hatte. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einer weiteren Verbesserung auf plus 5,1 Punkte gerechnet. Die Industrieproduktion in der Eurozone sank im März wie erwartet um 0,3 Prozent im Monatsvergleich, nach einem Rückgang um 0,2 Prozent im Februar. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

GBP/USD setzt seine jüngste Talfahrt fort und notierte bislang bei 1,2922 im Tief – ein Zweiwochentief. Der britische Arbeitsmarktbericht ist gemischt ausgefallen. So sank die Arbeitslosenquote in Großbritannien im März (Dreimonatsschnitt) überraschend auf 3,8 Prozent und liegt damit auf dem niedrigsten Stand seit Ende 1974. Die Zahl der Arbeitslosengeldbezieher stieg im April stärker als erwartet um 24.700. Die Durchschnittlöhne legten in den drei Monaten bis März lediglich um 3,2 Prozent im Jahresvergleich zu. Bitte beachten Sie auch die ausführlichere GBP/USD-News.

USD/CHF erholt sich von seinem zu Wochenbeginn bei 1,0047 erreichten Vierwochentief und notierte bislang bei 1,0080 im Hoch. Die schweizerischen Erzeuger- und Importpreise waren im April auf Monatssicht überraschend unverändert. Analysten hatten im Konsens mit einem Anstieg um 0,2 Prozent gerechnet, nach einem Zuwachs um 0,3 Prozent im März. Auf Jahressicht ergibt sich im Berichtszeitraum weiterhin ein Rückgang um 0,6 Prozent. Bitte lesen Sie auch die heutige USD/CHF-News.

Aus den USA werden am Dienstagnachmittag lediglich die Importpreise im April gemeldet. Aufmerksamkeit gilt den o.g. Reden der beiden Fed-Vertreterinnen. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.