• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,17123 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,28796 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 105,374 ¥
  • USD/NOK - Kürzel: USD/NOK - ISIN: XC000A0AEZY9
    Börse: FOREX / Kursstand: 9,13137 kr

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar erholt sich im europäischen Handel am Dienstagvormittag auf breiter Basis von seinem zu Wochenbeginn erreichten 22-Monatstief (tiefster Stand seit September 2018). Im Fokus stehen das heute beginnende zweitägige Treffen der Federal Reserve Bank (Fed) und das Ringen im US-Kongress um ein neues Corona-Hilfspaket, was den US-Dollar als „sicherer Hafen“ gefragt sein lässt.

Am Montag haben die Republikaner im US-Kongress ihren Vorschlag für ein weiteres Corona-Hilfspaket im Umfang von etwa einer Billion US-Dollar (860 Milliarden Euro) vorgestellt. Unter anderem umfasst das Paket Kredite für Unternehmen und eine erneute Direktzahlung von 1.200 US-Dollar für die meisten US-Bürger, während die wöchentliche Arbeitslosenhilfe von 600 auf 200 US-Dollar reduziert werden soll.

Der Entwurf ist selbst innerhalb der republikanischen Partei umstritten, benötigt aber auch die Zustimmung der Demokraten, die deutlich höhere Ausgaben. Die Zeit ist angesichts des Auslaufens der bisherigen Maßnahmen und weiter steigender Infektionszahlen knapp. Mehr als vier Millionen US-Amerikaner haben sich bislang mit dem Coronavirus infiziert, fast 147.000 Menschen sind bisher an Covid-19 verstorben.

Die Zunahme der Covid-19-Fälle in vielen der bevölkerungsreicheren US-Bundesstaaten führt dazu, dass der US-Arbeitsmarkt weiterhin unter Druck steht, wie die anhaltend hohe Zahl an Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe unterstreicht. Dies dürfte Marktbeobachtern zufolge auch die Fed bei ihrem morgigen Zinsentscheid berücksichtigen. „Wir gehen davon aus, dass die Fed ihre lockere geldpolitische Haltung beibehalten wird, insbesondere angesichts des jüngsten Anstiegs der US-amerikanischen Covid-19-Fälle und des damit verbundenen Abwärtsrisikos für die US-Wirtschaftsaussichten", zitiert das Finanzportal „Investing“ aus einer Research-Publikation von ING.

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EUR/USD

Während EUR/USD von seinem knappen Zweijahreshoch bei 1,1781 bislang bis 1,1697 zurückfällt, hat GBP/USD bei 1,2904 zunächst ein frisches Viereinhalbmonatshoch erreicht, fällt aber im weiteren Handelsverlauf ebenfalls bis bislang 1,2836 zurück.

USD/JPY erholt sich von seinem zu Wochenbeginn bei 105,11 erreichten Viereinhalbmonatstief. Im Hoch notierte das Währungspaar bislang bei 105,69. Die über Nacht aus Japan gemeldeten Dienstleistungspreise (SSPI) sind im Juni wie von Analysten im Konsens erwartet um 0,8 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Im Mai hatte der Anstieg bei 0,5 Prozent gelegen. Bitte lesen Sie auch die aktuelle USD/JPY-News.

USD/NOK bewegt sich mit positiver Tendenz weiterhin in der Nähe seines am 22. Juli 2020 bei 8,9610 erreichten Sechsmonatstiefs. Im Hoch erreichte das Währungspaar bislang 9,1521. Die am Vormittag aus Norwegen gemeldeten Einzelhandelsumsätze sind im Juni um 5,7 Prozent im Monatsvergleich gestiegen, nach plus 2,8 Prozent im Mai. Aus Jahressicht ergibt sich aktuell ein Plus von 13,7 Prozent, nach einem Zuwachs um 7,8 Prozent im Vormonat. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/NOK-News.

Datenseitiges Highlight im US-Handel am Dienstagnachmittag ist das Verbrauchervertrauen des Conference Board im Juli. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.