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Der US-Dollar erholt sich im weiteren Verlauf des europäischen Handels am Dienstagvormittag von seinem jüngst auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) erreichten, frischen Vierwochentief.

In den vergangenen Handelstagen hat der Greenback angesichts einer sich verschlechternden Wirtschaftslage deutlich nachgegeben und sich damit weiter von seinem am 14. Juli 2022 erreichten 20-Jahreshoch entfernt.

Am vergangenen Donnerstag war gemeldet worden, dass die US-Wirtschaft im zweiten Quartal in eine Rezession gerutscht ist. Ein überraschender Rückgang der chinesischen Industrietätigkeit trübte die Stimmung am Montag weiter ein. Die zu Wochenbeginn gemeldeten Daten aus dem Verarbeitenden Gewerbe in den USA und der Eurozone enttäuschten ebenfalls und verstärkten am Markt die Sorgen um das weltweite Wirtschaftswachstum.

Die wichtigste Veröffentlichung aus den USA in dieser Woche ist der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Analysten erwarten im Konsens, dass im Juli 250.000 Stellen (ex Agrar) neu geschaffen wurden, nach 372.000 im Juni.

Während EUR/USD von seinem frischen Vierwochenhoch bei 1,0294 bislang bis 1,0215 zurückfällt, notierte GBP/USD bislang bei 1,2185 im Tief. Der britische Nationwide-Hauspreisindex ist im Juli um 11,0 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Zuwachs um 11,5 Prozent gerechnet, nach plus 10,7 Prozent im Juni.

USD/JPY hat mit bislang zutiefst 130,39 ein Zweimonatstief erreicht. Die japanische Geldbasis ist im Juli um 2,8 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Erwartet worden war im Konsens ein Zuwachs um 4,1 Prozent, nach zuvor plus 3,9 Prozent.

USD/CHF ist auf ein frisches Dreimonatstief bei 0,9468 gefallen, erholt sich aber im weiteren Handelsverlauf bis bislang zuhöchst 0,9534. Das Seco-Konsumklima für die Schweiz hat sich im dritten Quartal weiter eingetrübt. Der Index fiel von minus 18,5 Punkten im Vorquartal auf nun minus 41,7 Zähler – der niedrigste Wert seit dem bisherigen Rekordtief im zweiten Quartal 2020. Analysten hatten aktuell lediglich mit einem Rückgang auf minus 34 Punkte gerechnet. Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in der Schweiz sank im Juli auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2020 bei 58,0 Zählern. Im Juni hatte der Index bei 59,1 Punkten notiert. Bitte lesen Sie auch die aktuelle USD/CHF-News.

AUD/USD fällt deutlich von seinem zu Wochenbeginn bei 0,7047 markierten Sechswochenhoch zurück. Im Tief notierte das Währungspaar bislang bei 0,6913. Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat über Nacht ihren Leitzins zur Eindämmung der hohen Inflation wie von Analysten im Konsens erwartet um 50 Basispunkte auf nun 1,85 Prozent angehoben. Damit dreht die RBA nach zwei Zinserhöhungen im Juni und Juli um ebenfalls einen halben Prozentpunkt weiter an der Zinsschraube. Der Leitzins liegt nun auf dem höchsten Niveau seit April 2016.

Zudem kündigten die Währungshüter weitere Zinserhöhungen an, wobei Umfang und Zeitpunkt von den eingehenden Daten abhängen würden. Auch die globalen Aussichten, die nach wie vor durch den Krieg in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Energie- und Rohstoffpreise sowie die Corona-Maßnahmen Chinas getrübt werden, würden im Auge behalten, heißt es im Begleitstatement.

Die RBA erwartet, dass die Inflation in Australien 2022 bei rund 7,75 Prozent liegen und sich 2023 auf etwas über vier Prozent abschwächen wird. Gleichzeitig wurde die Prognose zum Wachstum des australischen Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr von zuletzt 4,2 Prozent auf nun 3,25 Prozent gesenkt. Bitte beachten Sie auch die heutige AUD/USD-News.

Aus den USA werden am Dienstagnachmittag u.a. die JOLTS-Daten mit den offenen Stellen im Juni gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.