• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,18224 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,30805 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 105,642 ¥

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar erholt sich im europäischen Handel am Freitag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) von seinem am Donnerstag erreichten frischen Zweijahrestief. Das Vertrauen in die US-Währung ist angesichts der Corona-Pandemie, die die USA vergleichsweise nicht gut in den Griff bekommen, und der damit verbundenen Wirtschaftskrise angeschlagen. Hinzu kommen der anhaltende Konflikt zwischen den USA und China, die lockere Geldpolitik der US-Notenbank und die politischen Querelen im US-Wahljahr.

In den USA haben sich Demokraten und Republikaner immer noch nicht auf neue Corona-Hilfsmaßnahmen einigen können. US-Präsident Donald Trump hat bereits angekündigt, dass er, sollte es bis zum Wochenschluss keine Einigung geben, auch einseitig Maßnahmen verfügen könnte.

Aufmerksamkeit gilt im weiteren Handelsverlauf am Freitagnachmittag dem US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Analysten rechnen im Konsens mit einer geringeren Zahl der neu geschaffenen Stellen als im Juni (Konsens 1,51 Millionen, nach 4,80 Millionen). Grund ist die antizipierte Verlangsamung der Erholung am Arbeitsmarkt infolge des Anstiegs der Covid-19-Fälle in den USA.

EUR/USD fällt zum Wochenschluss nach Erreichen eines frischen Zweijahreshochs am Donnerstag bei 1,1916 zurück. Im Tief wurde das Währungspaar bislang bei 1,1808 gehandelt. Die am Freitagmorgen gemeldeten Daten signalisieren, dass sich die deutsche Wirtschaft gut von dem durch den Corona-Lockdown bedingten Einbruch im Frühjahr erholt. So stiegen die Exporte im Juni saisonbereinigt um 14,9 Prozent im Monatsvergleich – der stärkste Anstieg seit Beginn der Datenreihe 1990. Die Erholung startete angesichts des vorangegangenen historischen Einbruchs allerdings von niedrigem Niveau aus und das Vorkrisenniveau ist noch nicht wieder erreicht. Analysten hatten im Konsens mit einem Zuwachs um 14,4 Prozent gerechnet, nach plus 8,9 Prozent im Mai. Die Erholung der deutschen Wirtschaft spiegelt sich auch in der Erzeugung im Produzierenden Gewerbe wieder. Diese stieg im Juni um 8,9 Prozent im Monatsvergleich. Erwartet worden war hier ein Zuwachs um 8,3 Prozent, nach plus 7,4 Prozent im Mai. Bitte lesen Sie auch die ausführlichere EUR/USD-News.

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EUR/USD

GBP/USD gibt vom gestrigen Viereinhalbmonatshoch bei 1,3186 bislang bis 1,3071 nach. Der britische Halifax-Hauspreisindex ist im Juni überraschend deutlich um 1,6 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Zuwachs um 0,2 Prozet gerechnet, nach einem Rückgang um 0,1 Prozent im Juni.

USD/JPY legt zum Wochenschluss im Verbund mit den Gewinnen des US-Dollars auf breiter Basis zu und notierte bislang bei 105,69 im Hoch. Die Konsumausgaben in Japan haben sich im Juni dank staatlicher Anreize wieder stabilisiert. Die Ausgaben privater Haushalte gingen im Juli zwar noch um 1,2 Prozent im Jahresvergleich zurück. Dies ist jedoch deutlich weniger, als von Ökonomen im Konsens mit minus 7,5 Prozent erwartet. Im Mai war ein Rekordeinbruch von minus 16,2 Prozent gemeldet worden. Die Frühindikatoren erholen sich ebenfalls. Gemeldet wurde ein Anstieg des Index von 78,4 Punkten im Mai auf 85,0 Zähler im Juni (Konsens 84,4 Punkte). Bitte beachten Sie auch die umfassendere USD/JPY-News.

Highlight im US-Handel am Freitagnachmittag ist der o.g. US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.