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Die Erholung des US-Dollars in den vergangenen beiden Handelstagen ist im europäischen Handel am Donnerstagvormittag zum Erliegen gekommen und der Greenback fällt auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) zurück.

Der US-Dollar war in den letzten zwei Tagen um fast ein Prozent gestiegen, nachdem die US-Zinsanhebungserwartungen nach Kommentaren mehrerer Vertreter der Federal Reserve Bank (Fed) wieder zugelegt hatten. So hatten die als geldpolitische „Tauben" bekannte Präsidentin der Fed in San Francisco, Mary Daly, und der Präsident der Fed in Chicago, Charles Evans, signalisiert, dass es weiterhin deutliche Zinserhöhungen zur Bekämpfung der hohen Inflation geben werde, auch wenn diese die US-Konjunktur erheblich schwächen könnten.

Neben der Aussicht auf weiter deutlich steigende Leitzinsen hatte der US-Dollar als „sicherer Hafen“ zuletzt auch von den geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China profitiert, nachdem die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, Taiwan besucht hatte.

Laut FedWatch Tool der CME liegt die Wahrscheinlichkeit einer US-Leitzinserhöhung um 50 Basispunkte bei dem nächsten Zinsentscheid der Fed am 21. September 2022 derzeit bei 54,5 Prozent, die einer Erhöhung um 75 Basispunkte bei 45,5 Prozent.

EUR/USD erholt sich weiter von seinem gestern bei 1,0121 erreichten, knappen Wochentief. Im Hoch wurde das Währungspaar heute bislang bei 1,0187 gehandelt. Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind im Juni um 0,4 Prozent im Monatsvergleich gesunken. Analysten hatten im Konsens mit einem stärkeren Rückgang um 0,8 Prozent gerechnet, nach minus 0,2 Prozent im Mai. Der aktuelle Rückgang ist angesichts einer hohen Inflation und anhalten Problemen in den Lieferketten der fünfte in Folge. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

Nach zwei Tagen mit Verlusten erholt sich GBP/USD im europäischen Handel am Donnerstagvormittag. Vom gestrigen Tief bei 1,2208 legt das Währungspaar bislang bis 1,2176 im Hoch zu. Der Einkaufsmanagerindex für den britischen Bausektor ist im Juli mit 48,9 Punkten in den kontraktiven Bereich gesunken. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Rückgang auf 52,0 Zähler gerechnet, nach 52,6 Punkten im Juni.

Im Fokus für den Handel mit dem britischen Pfund liegt heute der um 13:00 Uhr MESZ anstehende Zinsentscheid der Bank of England (BoE). Analysten erwarten im Konsens, dass die BoE zur Bekämpfung der hohen Inflation ihren Leitzins um weitere 50 Basispunkte auf 1,75 Prozent anheben wird. Dies wäre der größte Zinsschritt der BoE seit 1995. Bitte beachten Sie auch die aktuelle GBP/USD-News.

USD/JPY erholt sich weiter von seinem am 2. August 2022 bei 130,39 markierten Zweimonatstief. Mit bislang 134,39 im Hoch ist dem Währungspaar der Sprung über das gestrige Hoch bei 134,55 jedoch noch nicht gelungen.

Aus den USA werden am Donnerstagnachmittag u.a. die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.