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München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar ist auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) fester in die neue Handelswoche gestartet und hat dabei ein frisches 20-Jahreshoch erklommen. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen legen im Verbund mit dem US-Dollar ebenfalls zu und haben jüngst ein Dreieinhalbjahreshoch erreicht (höchster Stand seit Anfang November 2018). Beide profitieren nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag von der Aussicht auf schnell weiter steigende US-Leitzinsen.

Am Freitagnachmittag wurde gemeldet, dass die Zahl der neu geschaffenen Stellen in den USA im April außerhalb der Landwirtschaft mit 428.000 erneut deutlich – und stärker als von Analysten im Konsens mit 391.000 erwartet – gestiegen ist. Während die Arbeitslosenquote bei 3,6 Prozent verharrte, legten die durchschnittlichen Stundenlöhne auf Monatssicht um 0,3 Prozent und auf Jahressicht um 5,5 Prozent zu (nach plus 0,5 Prozent bzw. plus 5,6 Prozent). Die Daten signalisieren Marktbeobachtern zufolge, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin groß ist und die Unternehmen sich bemühen, genügend Arbeitskräfte einzustellen, um mit der robusten Verbrauchernachfrage Schritt zu halten.

Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich hingegen eingetrübt. Der Krieg in der Ukraine und die verschärften Lockdownmaßnahmen wegen Corona in Peking und Schanghai haben zu einer Verunsicherung über das Wirtschaftswachstum in Europa und Asien geführt. Die über Nacht veröffentlichten Daten aus China zeigen, dass sich das chinesische Exportwachstum im April verlangsamt hat und mit plus 3,9 Prozent im Jahresvergleich nun einstellig ist. Im März waren die Ausfuhren auf dieser Basis noch um 14,7 Prozent gestiegen. Das aktuelle Exportwachstum ist das geringste seit Juni 2020.

EUR/USD gibt im europäischen Handel am Montagvormittag nach, notiert mit bislang 1,0494 im Tief aber nach wie vor oberhalb seines am 27. April 2022 bei 1,0471 erreichten Fünfjahrestiefs. Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Mai erneut verschlechtert. Der von dem gleichnamigen Beratungsunternehmen erhobene Sentix-Konjunkturindex fiel im Mai auf minus 22,6 Punkte – der tiefste Stand seit Juni 2020. Analysten hatten im Konsens mit einem geringeren Rückgang auf minus 21,7 Zähler gerechnet, nach minus 18,0 Punkten im April.

„Ökonomisch werden die Spuren des Ukraine-Konflikts immer deutlicher sichtbar. Die Sanktionen gegen Russland zeigen Wirkung, bei Feind und Freund“, kommentiert Sentix die jüngste Entwicklung. Lage und Erwartungen seien gleichermaßen um rund fünf Prozentpunkte eingebrochen. Die Rezession werde sichtbar, heißt es weiter.

Während der Index zur aktuellen Lage mit minus 10,5 Punkten auf den niedrigsten Wert seit März 2021 gefallen ist, notieren die Erwartungen mit minus 34,0 Zählern so tief wie seit Dezember 2008 – zu Zeiten der Finanzkrise – nicht mehr. „Was die Lage besonders schwierig macht ist, dass den Notenbanken aufgrund der deutlichen Inflationsprobleme ein Stück weit die Hände gebunden sind... Die Weltwirtschaft steht in einem 'perfekten Sturm'“, so Sentix. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

Während GBP/USD mit bislang zutiefst 1,2260 ein frisches, knappes Zweijahrestief erreicht hat, hat USD/JPY mit bislang 131,35 in der Spitze ein frisches 20-Jahreshoch erklommen. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den japanischen Dienstleistungssektor im April wurde von 50,5 auf 50,7 Punkte nach oben revidiert. Damit signalisiert der Index zum ersten Mal seit vergangenem Dezember ein Wachstum des Sektors. Im März hatte der PMI bei 49,4 Zählern notiert. Die durchschnittlichen Nettoeinkommen in Japan sind im März wie von Analysten im Konsens erwartet und wie im Vormonat auch um 1,2 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/JPY-News.

Aus den USA werden am Montagnachmittag lediglich die endgültigen Lagerbestände im Großhandel im März gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.