• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,22114 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,41927 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 108,972 ¥

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar weitet im europäischen Handel am Dienstagvormittag angesichts von Inflationsängsten seine jüngsten Verluste auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) auf ein frisches Zweieinhalbmonatstief aus.

Mit Spannung erwartet wird bereits das am Mittwochabend zur Veröffentlichung anstehende Sitzungsprotokoll des letzten US-Notenbanktreffens. Von Interesse ist dabei, wie die Währungshüter die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise einschätzen und wie sie in puncto Inflation den oft verwendeten Terminus „vorübergehend“ definieren.

Der stellvertretende Vorsitzende der Federal Reserve Bank (Fed), Richard Clarida, sagte am Montag, dass der schwächer als erwartete US-Arbeitsmarktbericht für April zeige, dass die Wirtschaft noch nicht den Punkt erreicht habe, an dem eine Reduzierung der massiven Anleihekäufe der Fed gerechtfertigt sei. Laut dem Präsidenten der Fed in Dallas, Robert Kaplan, würden Ungleichgewichte bei Angebot und Nachfrage sowie Basiseffekte in diesem Jahr zu einer erhöhten Inflation beitragen, es stünde aber zu erwarten, dass der Preisdruck 2022 nachlassen werde.

EUR/USD legt im europäischen Handel am Dienstagvormittag im Umfeld von Verlusten des US-Dollars auf breiter Basis kräftig zu und hat mit bislang 1,2224 in der Spitze ein frisches Zweieinhalbmonatshoch erreicht. Die Eurozone ist wieder in die Rezession gerutscht. Im ersten Quartal 2021 ist die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal, wie bereits in der ersten Veröffentlichung gemeldet, um 0,6 Prozent geschrumpft. Bereits im vierten Quartal 2020 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Euroraum zurückgegangen, und zwar um 0,7 Prozent. Nach einer kräftigen Erholung im dritten Quartal 2020 um 12,5 Prozent, die auf den Einbruch in den ersten beiden Quartalen 2020 folgte, befindet sich die Eurozone damit im Zuge der Corona-Krise zum zweiten Mal in der Rezession. Auf Jahressicht ergibt sich im ersten Quartal 2021 ein Minus von 1,8 Prozent – der fünfte Rückgang der Wirtschaftsleistung in Folge.

Die Zahl der Erwerbstätigen im Euroraum ist im ersten Quartal 2021 um 0,3 Prozent im Quartalsvergleich gesunken, nach einem Anstieg um 0,4 Prozent zuvor. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ergibt sich ein Rückgang um 2,1 Prozent, nach zuvor minus 1,9 Prozent. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

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EUR/USD

GBP/USD erreichte bislang 1,4207 im Hoch – ein frisches Zweieinhalbmonatshoch. Der britische Arbeitsmarktbericht ist überwiegend besser ausgefallen als erwartet. So sank die Arbeitslosenquote in Großbritannien im März (Dreimonatsschnitt) überraschend auf 4,8 Prozent. Analysten hatten im Konsens mit einer unveränderten Quote von 4,9 Prozent gerechnet. Die Zahl der Arbeitslosengeldbezieher ging im April unerwartet um 15.100 zurück. Erwartet worden war im Schnitt ein Zuwachs um 25.600, nach minus 19.400 im März. Die Durchschnittslöhne legten in den drei Monaten bis März um 4,0 Prozent im Jahresvergleich zu. Im Konsens war mit einer gegenüber dem Vormonat unveränderten Steigerung um 4,5 Prozent kalkuliert worden. Bitte beachten Sie auch die heutige GBP/USD-News.

USD/JPY notierte bislang bei 108,84 im Tief. Das japanische BIP ist im ersten Quartal vorläufigen Daten zufolge um 1,3 Prozent im Quartalsvergleich gesunken. Analysten hatten im Konsens mit einem Rückgang um 1,2 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg um 2,8 Prozent im vierten Quartal 2020. Der japanische Dienstleistungssektorindex legte im März um 1,1 Prozent im Monatsvergleich zu. Erwartet worden war im Konsens ein Anstieg um 0,9 Prozent, nach zuvor minus 0,3 Prozent.

Aus den USA werden am Dienstagnachmittag u.a. die Baubeginne und -genehmigungen im April gemeldet. Zudem stehen erneut Reden von Fed-Vertretern auf dem Programm. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.