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München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar fällt im europäischen Handel am Freitagvormittag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) weiter von seinem am 13. Mai 2022 markierten 20-Jahreshoch zurück. Im Tief erreichte der Greenback zum Wochenschluss ein Vierwochentief und befindet sich aktuell auf dem besten Wege, den zweiten Wochenverlust in Folge aufzuweisen.

Aus dem am Mittwochabend veröffentlichten Sitzungsprotokoll des letzten US-Notenbanktreffens vom 4. Mai 2022 geht hervor, dass die Mitglieder des Offenmarktausschusses FOMC bei den im Juni und Juli anstehenden Sitzungen weitere Zinsanhebungen um jeweils 50 Basispunkte befürworten.

Ein aggressiveres Vorgehen zur Eindämmung der hohen Inflation ist laut Protokoll zunächst nicht geplant, allerdings scheinen die FOMC-Mitglieder im weiteren Jahresverlauf zu einem flexibleren Vorgehen bereit zu sein.

Ein breit angelegter Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen, schwache Wirtschaftsdaten und vorsichtige Kommentare einiger Vertreter der Federal Reserve Bank (Fed), darunter des Präsidenten der Fed in Atlanta, Raphael Bostic, haben in dieser Woche am Markt zu der Einschätzung geführt, dass die US-Dollar-Rallye, die von aggressiven Zinserhöhungserwartungen ausgelöst wurde, vorerst zum Stillstand gekommen sein könnte.

„Die zaghaften Spekulationen des Marktes über eine Pause im Straffungszyklus der Fed im September tragen sicherlich dazu bei, den Dollar schwach zu halten", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters ING-Strategen.

EUR/USD legt zum Wochenschluss weiter zu und hat mit bislang 1,0765 im Hoch ein Viereinhalbwochenhoch erreicht. Die Kredite an den privaten Sektor in der Eurozone sind im April um 4,5 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Zuwachs um 4,4 Prozent gerechnet, nach plus 4,5 Prozent im März. Die Geldmenge M3 im Euroraum erhöhte sich im April auf Jahressicht um 6,0 Prozent. Erwartet worden war hier im Konsens ein Anstieg um 6,3 Prozent wie zuletzt. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

Während GBP/USD mit bislang 1,2667 in der Spitze ebenfalls ein Viereinhalbwochenhoch markiert hat, setzt USD/JPY zum Wochenschluss mit bislang 126,67 im Tief seinen Abwärtstrend nach Erreichen eines 20-Jahreshochs am 9. Mai 2022 bei 131,35 fort. Im Tief notierte das Währungspaar am Freitagvormittag bislang bei 126,67.

Die Verbraucherpreise im Großraum Tokio sind im Mai in der Kernrate um 1,9 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einer etwas höheren Inflationsrate von 2,0 Prozent gerechnet, nach 1,9 Prozent im April. Die Gesamtinflation lag im Mai auf Jahressicht bei 2,4 Prozent, nach zuvor plus 2,5 Prozent. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/JPY-News.

Aus den USA werden am Freitagnachmittag u.a. die persönlichen Ausgaben im April und der dazugehörige Deflator, das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, sowie das endgültige Konsumklima Uni Michigan im Mai gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.