• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,21856 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,41188 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 108,973 ¥
  • AUD/USD - Kürzel: AUD/USD - ISIN: XC000A0E4TC6
    Börse: FOREX / Kursstand: 0,77423 $

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar gibt im europäischen Handel am Donnerstagvormittag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) seine gestrigen Gewinne teilweise wieder ab und fällt dabei wieder in Richtung seines zur Wochenmitte zuvor erreichten knappen Dreimonatstiefs zurück.

Die Erholung unterstützt hatte das am Mittwochabend veröffentlichte Sitzungsprotokoll des letzten US-Notenbanktreffens. Dieses enthüllte, dass die Währungshüter angesichts steigender Inflationserwartungen nun doch begonnen haben, über einen Ausstieg aus der derzeit noch ultralockeren Geldpolitik zu debattieren. In dem Protokoll heißt es: „Eine Reihe von Teilnehmern schlug vor, dass, wenn die Wirtschaft weiterhin schnelle Fortschritte in Richtung der Ziele des Ausschusses macht, es zu irgendeinem Zeitpunkt in den kommenden Sitzungen angebracht sein könnte, einen Plan für die Anpassung des Tempos der Asset-Käufe zu diskutieren." Außerdem sollte der Markt mit großem zeitlichen Vorlauf auf ein Tapering vorbereitet werden, hieß es.

Die Sorgen am Markt um einen zunehmenden Inflationsdruck hatten sich in der vergangenen Woche angesichts eines starken Anstiegs der US-Verbraucherpreise im April um 4,2 Prozent im Jahresvergleich verstärkt – der höchste Wert seit September 2008. Vertreter der Federal Reserve Bank (Fed) hatten den Inflationsanstieg in der Vergangenheit wiederholt als vorübergehend bezeichnet und bislang erklärt, dass man zur Unterstützung der Erholung der US-Wirtschaft weiterhin an der ultralockeren Geldpolitik festhalten werde.

EUR/USD macht am Donnerstagvormittag einen Teil seiner gestrigen Verluste bis 1,2158 im Tief nach Erreichen eines Viereinhalbmonatshochs bei 1,2245 wieder wett. Im Hoch erreichten die Notierungen heute bislang 1,2205. Auch hierzulande steigt die Inflation. Die am Donnerstagmorgen aus Deutschland gemeldeten Erzeugerpreise sind im April wie erwartet um 0,8 Prozent im Monatsvergleich gestiegen, nach zuvor plus 0,9 Prozent. Auf Jahressicht ergibt sich aktuell ein Anstieg um 5,2 Prozent – der höchste Wert seit September 2011. Analysten hatten im Konsens mit einem Zuwachs um 5,1 Prozent gerechnet, nach zuvor plus 3,7 Prozent. Die Leistungsbilanz in der Eurozone weist im März einen Überschuss von 31 Milliarden Euro auf, nach plus 13,2 Milliarden Euro im Februar. Bitte beachten Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

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EUR/USD

Während sich GBP/USD von seinem Kursrücksetzer bis 1,4099 nach Erreichen eines knappen Dreimonatshochs bei 1,4220 bislang bis 1,4141 erholt, notierte USD/JPY am Donnerstag bei 108,85 im Tief. Der Überschuss in der japanischen Handelsbilanz ist im April saisonbereinigt wie erwartet auf 0,07 Milliarden Yen gesunken (März: 0,30 Milliarden Yen). Die japanischen Maschinenaufträge sind im März um 3,7 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Erwartet worden war hier ein Zuwachs um 5,1 Prozent, nach einem Rückgang um 8,5 Prozent im Februar.

AUD/USD legt bis bislang 0,7764 im Hoch zu. Der australische Arbeitsmarktbericht für April ist gemischt ausgefallen. So sank die Zahl der Erwerbstätigen entgegen den Erwartungen um 30.600, nach einem Anstieg um 70.700 im Vormonat. Analysten hatten im Konsens mit einem Zuwachs um 20.300 gerechnet. Die Arbeitslosenquote ging im Berichtszeitraum wie erwartet von 5,6 Prozent auf 5,5 Prozent zurück. Die Inflationserwartungen der australischen Verbraucher auf Sicht von zwölf Monaten sind laut April-Umfrage des Melbourne Institute (MI) auf 3,5 Prozent gestiegen. In der letzten Umfrage war eine Inflationsrate von 3,2 Prozent erwartet worden. Bitte lesen Sie auch die heutige AUD/USD-News.

Aus den USA werden am Donnerstagnachmittag u.a. die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Philadelphia Fed Index im Mai und die Frühindikatoren im April gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.