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München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar fällt im europäischen Handel am Dienstagvormittag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) von seinem zu Wochenbeginn markierten, frischen 20-Jahreshoch zurück.

In den vergangenen fünf Wochen hatte der Greenback infolge der restriktiveren Geldpolitik der Federal Reserve Bank (Fed) kontinuierlich zugelegt. In der letzten Woche hatte die Fed zur Bekämpfung der hohen Inflation ihren Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf eine Spanne von 0,75 Prozent bis 1,00 Prozent angehoben und weitere Zinsanhebungen in diesem Jahr in Aussicht gestellt.

Ein Riesen-Zinsschritt um 0,75 Prozentpunkte dürfte laut Fed-Chef Jerome Powell jedoch nicht auf der Agenda stehen. Dies bekräftigte zuletzt auch der Präsident der Fed in Atlanta, Raphael Bostic. Dieser sagte am Montag, dass er keine Zinserhöhung um 75 Basispunkte erwarte, da es Anzeichen für eine Abkühlung der Inflation gebe.

Mit Spannung erwartet werden daher die in dieser Woche anstehen US-Inflationsdaten im April. Die US-Verbraucherpreise werden am Mittwoch gemeldet. Die US-Erzeugerpreise folgen am Donnerstag.

EUR/USD legt oberhalb seines am 28. April 2022 erreichten Fünfjahrestiefs zu. Im Hoch notierte das Währungspaar bislang bei 1,0585. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im Mai überraschend aufgehellt. Wie das Zentrum für Europäische Konjunkturforschung (ZEW) in Mannheim mitteilte, sind die ZEW-Konjunkturerwartungen im Mai auf minus 34,3 Punkte gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Rückgang auf minus 42,0 Zähler gerechnet, nachdem der Index im April bei minus 41,0 Punkten ein Zweijahrestief erreicht hatte. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

GBP/USD bewegt sich mit negativer Tendenz oberhalb seines zu Wochenbeginn bei 1,2260 markierten, knappen Zweijahrestiefs. Im Tief erreichten die Notierungen bislang 1,2316. Die britischen Einzelhandelsumsätze sind laut „British Retail Consortium“ (BRC) im April überraschend um 1,7 Prozent im Jahresvergleich gesunken. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Anstieg um 3,5 Prozent gerechnet, nach minus 0,4 Prozent im März.

„Am stärksten betroffen waren größere Anschaffungen, da die Verbraucher ihre Ausgaben für Möbel, Elektrogeräte und andere Haushaltswaren zurückhielten, was durch Verzögerungen bei Waren aus China noch verschlimmert wurde", sagte BRC-Geschäftsführerin Helen Dickinson. „Den Kunden steht ein schwieriges Jahr bevor, da die Bank of England eine Inflation von mehr als zehn Prozent voraussagt.“ Bitte beachten Sie auch die heutige GBP/USD-News.

USD/JPY fällt von seinem am Montag bei 131,35 erreichten frischen 20-Jahreshoch bis bislang 129,79 im Tief zurück. Die Ausgaben privater Haushalte sind im Japan im April um 2,3 Prozent im Jahresvergleich gesunken – der erste Rückgang seit Dezember 2021. Analysten hatten im Konsens mit minus 2,8 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg um 1,1 Prozent im Februar.

Aus den USA werden am Dienstagnachmittag werden aus den USA lediglich Daten aus der zweiten Reihe gemeldet, darunter der NFIB Small Business Index im April, die wöchentlichen Redbook-Einzelhandelsumsätze und das IBD/TIPP-Verbrauchervertrauen im Mai. Zudem stehen zahlreiche Reden von Fed-Vertretern auf der Agenda. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.