• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,07027 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,17607 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 110,154 ¥
  • USD/RUB - ISIN: XC000A0C31G0
    Börse: FOREX / Kursstand: 79,06429 р.

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar fällt im europäischen Handel am Freitagvormittag von seinem jüngst auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) erreichten Dreijahreshoch zurück. Nach wie vor hat die Corona-Krise die Märkte fest im Griff und Regierungen weltweit arbeiten an Maßnahmen zur Unterstützung der heimischen Wirtschaften. Die US-Regierung plant ein Billionen US-Dollar schweres Konjunkturpaket.

Die Zentralbanken bemühen sich weiterhin, die Liquidität des US-Dollars zu gewährleisten. Die Federal Reserve Bank (Fed) hat dazu am Donnerstagabend weiteren Notenbanken Dollar-Swap-Kreditlinien zur Verfügung gestellt, darunter Norwegen, Neuseeland, Australien, Brasilien, Südkorea, Singapur, Schweden, Dänemark und Mexiko. Am Sonntag hatte die Fed bereits mit der EZB, der Bank of Canada, der Bank of Japan, der Bank of England sowie der Schweizer Nationalbank Swap-Linien vereinbart.

Die größeren dieser Notenbanken erhalten von der Fed Zugang zu 60 Milliarden US-Dollar, die kleineren Dänemark, Norwegen, Neuseeland) erhalten 30 Milliarden US-Dollar. Diese werden zu den Regeln der Kreditsicherheiten für Zentralbanken an die Banken der jeweiligen Länder weitergeleitet, um den immensen Bedarf an US-Dollars der in US-Dollar verschuldeten Unternehmen dieser Länder zu decken. Ziel ist die Verringerung des massiven Aufwertungsdrucks des US-Dollars.

EUR/USD hat sich von seinem jüngst bei 1,0651 erreichten knappen Dreijahrestief erholt. Im Hoch erreichte das Währungspaar 1,0831. Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone ist im Januar auf 34,7 Milliarden Euro gestiegen. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Rückgang auf 30,3 Milliarden US-Dollar gerechnet, nach 23,6 Milliarden US-Dollar im Dezember. Bitte lesen Sie auch die heutige EUR/USD-News.

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EUR/USD

GBP/USD erholt sich von seinem am Donnerstag bei 1,1410 erreichten 35-Jahrestief bis bislang 1,1879 im Hoch. Das Pfund war zuletzt unter massivem Druck, da viele die Reaktion der britischen Behörden auf den Ausbruch des Coronavirus als zu spät und unzureichend ansehen. Am Donnerstag sprang die Bank of England (BoE) in die Bresche und senkte ihren Leitzins um 15 Basispunkte auf 0,10 Prozent und kündigte eine Ausweitung ihres Anleihenkaufprogramms an. Mit 200 Milliarden Pfund will sie vor allem britische Staatsanleihen kaufen. Das Volumen der Staats- und Unternehmensanleihenkäufe steigt damit auf insgesamt 645 Milliarden Pfund. Bereits in der vergangenen Woche hatte die BoE ihre Leitzinsen um 50 Basispunkte gesenkt. Bitte beachten Sie auch die umfassendere GBP/USD-News.

USD/JPY fällt von seinem frischen Dreiwochenhoch bei 111,36 bislang bis 109,30 zurück. USD/RUB gibt nach Erreichen eines Vierjahreshochs am 18. März 2020 bei 82,968 bislang bis 77,282 im Tief nach. Die russische Zentralbank hat ihren Leitzins unverändert bei 6,00 Prozent belassen und Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen, Verbrauchern und des Finanzsektors angekündigt.

Wirtschaftsdaten genießen zurzeit kaum Aufmerksamkeit an den Märkten – sofern sie noch die Zeit vor der weltweiten Coronakrise betreffen. Aus den USA werden am Freitagnachmittag die Bestandsimmobilienverkäufe im Februar gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.