• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
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Der US-Dollar fällt im weiteren Handelsverlauf am Mittwoch auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) von seinem im frühen Handel erreichten Fünftageshoch zurück, behält aber einen Großteil seiner gestrigen, kräftigen Gewinne bei.

Am Dienstag war gemeldet worden, dass die Zahl der offenen Stellen auf dem US-Arbeitsmarkt im Juni überraschend deutlich auf 10,7 Millionen und damit den niedrigsten Stand seit September 2021 gefallen ist. Dieses jüngste Anzeichen für eine Abkühlung auf dem US-Arbeitsmarkt wird die US-Währungshüter jedoch offensichtlich nicht davon abhalten, die Zinsen weiterhin kräftig anzuheben.

Denn parallel dazu signalisierten gleich drei Vertreter der Federal Reserve Bank (Fed), darunter die als geldpolitische „Tauben" bekannte Präsidentin der Fed in San Francisco, Mary Daly, und der Präsident der Fed in Chicago, Charles Evans, dass es weiterhin deutliche Zinserhöhungen zur Bekämpfung der hohen Inflation geben wird, auch wenn diese die Konjunktur erheblich schwächen könnten.

Der US-Dollar profitiert neben der Aussicht auf weiter deutlich steigende Leitzinsen als „sicherer Hafen“ auch von den geopolitischen Spannungen in Fernost. Den Besuch der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, Taiwans wertete China als Affront.

EUR/USD erholt sich im weiteren Handelsverlauf am Mittwoch von seinem im frühen Handel erreichten Fünftagestief bei 1,0149. Im Hoch erreichten die Notierungen bislang 1,0200. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor in der Eurozone im Juli ist von zunächst gemeldeten von 50,6 Punkten auf 51,2 Zähler nach oben revidiert worden. Der aktuelle Wert ist damit der niedrigste seit Januar 2022.

Die Einzelhandelsumsätze im Euroraum sind im Juni um 1,2 Prozent im Monatsvergleich gesunken. Analysten hatten im Konsens mit einem unveränderten Wert gerechnet, nach einem Anstieg um 0,4 Prozent im Mai. Auf Jahressicht ergibt sich ein Rückgang um 3,7 Prozent (Konsens minus 1,7 Prozent, nach zuvor plus 0,4 Prozent). Die Erzeugerpreise in der Eurozone sind im Juni um 1,1 Prozent im Monats- und 35,8 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Erwartet worden war hier ein Zuwachs um 35,7 Prozent im Jahresvergleich, nach plus 36,2 Prozent im Mai.

Während USD/JPY bislang zuhöchst bei 133,91 notierte, erholt sich GBP/USD von seinem im frühen Handel markierten Fünftagestief bei 1,2131 bis bislang 1,2208 im Hoch. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den britischen Dienstleistungssektor ist im Juli von zunächst gemeldeten 53,3 Punkten auf 52,6 Zähler nach unten revidiert worden – ein 17-Monatstief. Im Juni hatte der Dienstleistungs-PMI bei 54,3 Punkten notiert.

Aus den USA werden am Mittwochnachmittag u.a. der ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor im Juli und die Auftragseingänge in der Industrie im Juni gemeldet.Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.