• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,17741 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,30333 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 106,878 ¥
  • NZD/USD - Kürzel: NZD/USD - ISIN: XC000A0G85A0
    Börse: FOREX / Kursstand: 0,65536 $

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar fällt im weiteren Handelsverlauf am Mittwoch auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) von seinem zuvor im Zuge einer gestiegenen Risikobereitschaft und Gewinnen an den Aktienmärkten erreichten Neuntageshoch wieder zurück.

Unterstützung hatte der Greenback gestern auch von dem Anstieg der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bekommen, die vor der heutigen Rekordauktion im Volumen von 38 Milliarden US-Dollar den größten Tagesgewinn seit zwei Monaten verbucht hatte. Hinzu kommt die Eischätzung am Markt, dass sich die Erholung der US-Konjunktur verfestigt und die Corona-Pandemie in den USA unter Kontrolle gebracht werden kann. Letzteres suggerierten Berichte, denen zufolge die Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit Covid-19 rückläufig sind.

Zu der verbesserten Stimmung an den Börsen hatte gestern auch die Nachricht aus Russland beigetragen, dass der Corona-Impfstoff „Sputnik-V“ die Zulassung erhalten hat und die Impfungen im Oktober beginnen können. Der russische Gesundheitsminister Michail Muraschko sagte, der Impfstoff habe sich als „hochwirksam und sicher erwiesen". In anderen Ländern begegnen Experten dem russischen Vorstoß jedoch mit Skepsis, da der Impfstoff wichtige Sicherheitsstudien nicht durchlaufen hat und Russland keine wissenschaftlichen Beweise für die Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs vorgelegt hat.

EUR/USD erholt sich von seinem Kursrücksetzer auf ein Neuntagestief bei 1,1709 bis bislang 1,1775 im Hoch. Wie am Mittwochvormittag gemeldet wurde, hat sich die Industrie in der Eurozone weiter von dem coronabedingten Einbruch im Frühjahr erholt. Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Juni um 9,1 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens jedoch mit einem stärkeren Zuwachs um 10,1 Prozent gerechnet, nach plus 12,3 Prozent im Mai. Auf Jahressicht ergibt sich aktuell ein Rückgang um 12,3 Prozent, nach minus 20,4 Prozent. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

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EUR/USD

GBP/USD notierte hingegen bislang bei 1,3015 im Tief. Das britische Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal um 20,4 Prozent im Quartalsvergleich eingebrochen – der stärkste Rückgang seit Beginn vergleichbarer Aufzeichnungen im Jahr 1955. Analysten hatten im Konsens mit einem Minus von 20,5 Prozent gerechnet, nach zuvor minus 2,2 Prozent. Im Juni erholte sich die britische Wirtschaft mit einem BIP-Anstieg um 8,7 Prozent gegenüber dem Vormonat (Konsens plus 8,0 Prozent, nach plus 2,4 Prozent im Mai). Die Industrieproduktion legte im Juni um 9,3 Prozent im Monatsvergleich zu. Erwartet worden war hier ein Zuwachs um 9,2 Prozent, nach zuvor plus 6,2 Prozent.

USD/JPY knüpft an seine jüngsten Gewinne an und erreichte mit bislang 106,89 im Hoch ein knappes Dreiwochenhoch.

NZD/USD weitet zur Wochenmitte seine jüngsten Verluste aus und hat bei 0,6524 ein Vierwochentief erreicht. Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) hat ihren Leitzins über Nacht wie erwartet unverändert auf dem Rekordtief bei 0,25 Prozent belassen. Das LSAP-Kaufprogramm (Large Scale Asset Purchase) wurde auf 100 Milliarden Neuseeland-Dollar ausgeweitet, da aufgrund der Covid-19-Krise erhebliche Unsicherheiten bestünden, hieß es. Die Währungshüter warnten davor, dass die Leitzinsen möglicherweise unter null fallen müssten, da die wirtschaftlichen Risiken weiterhin nach unten gerichtet seien und das Land wieder in den Lockdown zurückgekehrt sei. Nach 102 Tagen ohne eine einzige Coronavirus-Infektion innerhalb Neuseelands hat es dort gestern erstmals wieder vier neue Fälle in Auckland gegeben. Bitte beachten Sie auch die ausführlichere NZD/USD-News.

Aus den USA werden am Mittwochnachmittag u.a. die Verbraucherpreise im Juli gemeldet. Zudem stehen Reden von Vertretern der Federal Reserve Bank an. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.