• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,18064 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,30660 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 104,197 ¥
  • USD/CHF - Kürzel: USD/CHF - ISIN: XC0009652816
    Börse: FOREX / Kursstand: 0,90739 Fr
  • USD/NOK - Kürzel: USD/NOK - ISIN: XC000A0AEZY9
    Börse: FOREX / Kursstand: 9,20131 kr

München (GodmodeTrader.de) – Nach dem gestrigen Auf und Ab im Zuge der US-Präsidentschaftswahl gibt der US-Dollar im europäischen Handel am Donnerstagvormittag im Umfeld einer Rallye an den internationalen Aktienmärkten auf breiter Basis nach.

Die Unsicherheit über den US-Wahlausgang ist geringer geworden, denn der demokratische Herausforderer Joe Biden hat seinen Vorsprung gegenüber dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump ausweiten können. Aktuell hat Biden die Stimmen von 264 Wahlmännern hinter sich, Trump lediglich 214. Für eine Mehrheit fehlen Biden nur noch sechs Wahlmännerstimmen, die allerdings aus den noch nicht zu Ende ausgezählten Bundesstaaten kommen müssen, in denen die beiden sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.

Da Trump jedoch schon mehrere Klagen angekündigt hat, um die weitere Auszählung zu stoppen oder eine Neuauszählung, beispielsweise in Wisconsin, das nur äußerst knapp an Biden ging, zu erreichen, könnte sich das endgültige Ergebnis noch eine Weile hinziehen. Die Chance auf ein großes US-Corona-Hilfspaket für die US-Konjunktur ist mit der Aussicht auf eine möglicherweise wochenlange Hängepartie und der sich abzeichnenden Mehrheit der Republikaner im US-Senat drastisch gesunken.

Nachdem neue fiskalpolitische Anreize damit erst einmal in weitere Ferne gerückt sind, rückt nun die Geldpolitik wieder verstärkt in den Fokus – und hier sind die Zügel weiterhin ultralocker: Das Ergebnis der US-Notenbanksitzung steht am Donnerstagabend an. Analysten rechnen im Konsens mit einem unveränderten Leitzins von 0,00 bis 0,25 Prozent. Die Bank of England (BoE) hat am Morgen ihre Geldpolitik im Umfeld steigender Corona-Neuinfektionen und damit verbundenen neuen Beschränkungsmaßnahmen weiter gelockert. Der Leitzins wurde wie von Analysten im Konsens erwartet unverändert auf dem Rekordtief von 0,10 Prozent belassen. Das Volumen des Anleihenkaufprogramms wurde jedoch überraschend um 150 Milliarden Pfund auf 895 Milliarden Pfund ausgeweitet. GBP/USD macht einen Großteil seiner gestrigen Verluste wieder wett. Vom Tief bei 1,2911 erholte sich „Cable“ bislang bis 1,3074 im Hoch. Bitte lesen Sie auch die aktuelle GBP/USD-News.

EUR/USD klettert bislang bis 1,1812 in der Spitze. Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind im September nur noch um 0,5 Prozent im Monatsvergleich gestiegen. Analysten hatten im Konsens mit einem Zuwachs um 2,1 Prozent gerechnet, nach plus 4,5 Prozent im August. Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone sind im September um 2,0 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Erwartet worden war ein Rückgang um 1,4 Prozent, nach einem Anstieg um 4,4 Prozent im August.

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EUR/USD

Während USD/JPY mit bislang zutiefst 103,93 ein Siebeneinhalbmonatstief erreicht hat, fällt USD/CHF bislang bis 0,9065 im Tief zurück. Das schweizerische Seco-Konsumklima ist im dritten Quartal auf minus 13 Punkte gesunken. Erwartet worden war im Schnitt ein Rückgang auf minus 14 Zähler, nach minus zwölf Punkten im zweiten Quartal.

USD/NOK weitet seine Verluste nach Erreichen eines Fünfwochenhochs am 2. November 2020 bei 9,6078 aus. Im Tief wurde das Währungspaar bislang bei 9,1970 gehandelt. Die Norges Bank hat ihren Leitzins wie von Analysten im Konsens erwartet unverändert bei 0,00 Prozent belassen. Nach Einschätzung der Währungshüter sollte der Ausleihesatz angesichts des starken wirtschaftlichen Abschwungs im Zuge der Corona-Krise und der erheblichen Unsicherheit bezüglich der Aussichten so lange unverändert niedrig bleiben, bis klare Anzeichen für eine Normalisierung der wirtschaftlichen Bedingungen vorliegen. Bitte beachten Sie auch die heutige USD/NOK-News.

Bevor um 20:00 Uhr MEZ der US-Zinsentscheid mit der anschließenden Pressekonferenz mit US-Notenbankchef Jerome Powell ansteht, werden aus den USA am Donnerstagnachmittag zahlreiche US-Wirtschaftsdaten gemeldet. Die Details sowie die weiteren Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.