• EUR/USD - Kürzel: EUR/USD - ISIN: EU0009652759
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,12324 $
  • GBP/USD - Kürzel: GBP/USD - ISIN: GB0031973075
    Börse: FOREX / Kursstand: 1,24574 $
  • USD/JPY - Kürzel: USD/JPY - ISIN: XC0009659910
    Börse: FOREX / Kursstand: 107,513 ¥
  • AUD/USD - Kürzel: AUD/USD - ISIN: XC000A0E4TC6
    Börse: FOREX / Kursstand: 0,69328 $

München (GodmodeTrader.de) – Der US-Dollar legt im europäischen Handel am Freitag auf breiter Basis (gemessen am US-Dollar-Index) zu. Die nach starken US-Wirtschaftsdaten vom Donnerstag und den über Nacht aus China gemeldeten Daten gestiegene Stimmung an den internationalen Märkten hat mittlerweile wieder gedreht und die Risikoaversion hat angesichts weltweit steigender Corona-Infektionszahlen wieder zugenommen.

Der gestern aus den USA gemeldete Arbeitsmarktbericht für Juni war mit 4,8 Millionen neu geschaffenen Stellen (der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1939) ebenfalls deutlich besser ausgefallen als erwartet. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um 3,0 Millionen gerechnet, nach plus 2,7 Millionen im Mai.

Über Nacht wurde aus China gemeldet, dass der Caixin-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor im Juni überraschend auf ein Zehnjahreshoch bei 58,4 Punkten gestiegen ist. Analysten hatten im Konsens hingegen mit einem Rückgang auf 53,8 Zähler gerechnet, nach 55,0 Punkten im Mai.

Während die starken Daten die Risikobereitschaft der Anleger zunächst steigen ließen, stimmen die steigenden Corona-Infektionen wenig zuversichtlich, dass sich die wirtschaftliche Erholung angesichts neuer Beschränkungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens so fortsetzen kann. Laut John Hopkins University gab es per 3. Juli 10,8 Millionen bestätigte Corona-Infektionen weltweit, knapp drei Millionen davon allein in den USA, wobei 37 Bundesstaaten steigende Zahlen berichten. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, ordnete am Donnerstag an, dass in Landkreisen mit über 20 COVID-19-Fällen Gesichtsmasken getragen werden müssen.

Auf die Stimmung drücken auch die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China. Der US-Senat verabschiedete Sanktionsmaßnahmen gegen Unterstützer von Chinas umstrittenen Sicherheitsgesetz für Hongkong. Sanktioniert werden sollen neben Personen auch Banken, die mit diesen Personen Geschäfte machen. Bevor es in Kraft treten kann, muss US-Präsident Donald Trump das Gesetz noch unterzeichnen.

Nachdem EUR/USD bereits gestern von seinem Wochenhoch bei 1,1303 zurückgefallen ist, gibt das Währungspaar im europäischen Handel am Freitagvormittag weiter nach. Im Tief erreichten die Notierungen bislang 1,1218. Der kombinierte Einkaufsmanagerindex für die Eurozone (Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungssektor) erholt sich weiter von seinem im April während des Corona-Lockdowns erreichten Allzeittief bei 13,5 Punkten im April und erreichte im Juni mit 48,5 Zählern den höchsten Stand seit Februar (revidiert von 47,5 Punkten). Im Mai hatte der Index bei 31,9 Zählern notiert. Bitte lesen Sie auch die aktuelle EUR/USD-News.

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EUR/USD

GBP/USD fällt weiter von seinem am Donnerstag bei 1,2530 erreichten Wochenhoch zurück und notierte bislang bei 1,2437 im Tief. Der Einkaufsmanagerindex für den britischen Dienstleistungssektor erholt sich weiter von seinem coronabedingten Einbruch auf ein Allzeittief von 13,4 Punkten im April. Der Juni-Wert wurde von 47,0 auf 47,1 Zähler nach oben revidiert. Im Mai hatte der Index bei 29,0 Punkten notiert. Trotz der kräftigen Erholung in den letzten beiden Monaten signalisiert der aktuelle Wert mit weniger als 50 Zählern nach wie vor eine wirtschaftliche Kontraktion im britischen Dienstleistungssektor. Bitte beachten Sie auch die heutige GBP/USD-News.

Während USD/JPY bislang bei 107,40 im Tief notierte, setzt AUD/USD seinen Anstieg der vergangenen Tage in Trippelschritten bis bislang 0,6941 fort. Die australischen Einzelhandelsumsätze sind im Mai um 16,9 Prozent im Monatsvergleich in die Höhe geschnellt und haben sich damit von ihrem Einbruch im April um 17,7 Prozent erholt. Analysten hatten im Konsens mit einem Anstieg um 16,3 Prozent gerechnet.

US-Wirtschaftsdaten stehen zum Wochenschluss wegen des heutigen US-Nationalfeiertages nicht an. Andere Veröffentlichungen entnehmen Sie bitte dem Wirtschaftsdatenkalender.